Theater

Monster Michelangelo übt den Einsatz unter Kinderbetten

Björn Lenz erzählte die fantasievollen Geschichten der Hobby-Autoren über das Monster Michelangelo. Screenshot: Alexandra Dulinski
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Björn Lenz erzählte die fantasievollen Geschichten der Hobby-Autoren über das Monster Michelangelo.

Am Sonntag ging das Video der WTT-Mitmachaktion online. Hobby-Autoren schrieben die Geschichte weiter.

Von Sabine Naber

Remscheid. Der rote Vorhang im Theater im Studio des Westdeutschen Tourneetheaters (WTT) darf sich zurzeit noch nicht öffnen. Aber dem Ensemble um WTT-Intendantin Claudia Sowa gehen auch in dieser Zeit die Ideen nicht aus, wenn es darum geht, das Publikum zu unterhalten. So schrieb das Team den Anfang einer Monster-Geschichte, die Hobby-Autoren zum Fortschreiben einlud.

Gestern feierte die Mitmachstory im Internet Premiere. Schauspieler Björn Lenz stellte das kleine rote Monster Michelangelo mit der Schweinchennase und der blauen Fliege um den Hals vor, das gerade im zweiten Hausmonster-Ausbildungsjahr ist. Denn wer glaubt, als Monster würde es reichen, so zu sein, wie man ist, der irrt sich. Als Hausmonster muss man vor allem Lauerstellung und Einsatzzeit üben, bevor man unter das Bett eines Kindes kriecht. Michelangelo, den alle Miki nennen, zieht also seinen frisch gebügelten Monster-Tarnanzug an und macht sich auf den Weg zu seinem ersten Einsatzort.

Wie es ihm dort erging, das sollten sich Literaturbegeisterte überlegen und die Geschichte zu Ende erzählen. Aus den zahlreichen Einsendungen sind die drei besten aufgezeichnet und auf Youtube hochgeladen worden. Alle anderen Fortsetzungen stehen als Textversion auf der Website zur Verfügung.

Aber Björn Lenz als Erzähler und nicht zuletzt Henri Mertens als Michelangelo und Björn Lukas als Meister Kruschendo lasen die Geschichten nicht einfach nur vor; sie ließen sie durch Stimme, Mimik und Gestik so richtig lebendig werden. Da sieht man in der Fortsetzung von Anne Pütz vor einem fantasievollen Hintergrund, wie sich das kleine rote Fellknäuel an seinem Seil ins Zimmer des kleinen Mädchens hochzieht, wie es niesen muss, als ihm ein Staubkorn in die Nase weht, und hört den Stolz in der Stimme, als es Kruschendo von seiner Meisterleistung berichtet.

Die Fortsetzung von Ina Wischnewski führt die Zuhörer in ein Hochhaus am Henkelshof in Lennep. Zwar schafft es Michelangelo unter dem Türschlitz hindurch ins Schlafzimmer von Jacqueline, die aber liest im Buch von einem Moor-Monster und macht keine Anstalten, einzuschlafen. Als es schließlich so weit ist und er zum Einsatz kommen will, da übermannt ihn sein Drang, auf die Toilette zu müssen.

Siebenjähriger schreibt actionreiche Fortsetzung

Voller Action ist die Fortsetzung, die sich der erst siebenjährige Robert Engelberg ausgedacht hat. Es erscheinen Monsterjäger, die Michelangelo in einem Netz fangen, ihn betäuben und entführen. Aber Miki entwirft einen perfekten Plan. Vorbei an 100 Türen rennt er los, steht aber plötzlich vor einem zweiten Monsterjäger. Wumms! – Miki springt ihm an den Kopf. Und kann sogar Kruschendo noch aus seinem Käfig befreien.

Zum Youtube-Kanal: www.youtube.com/channel/UCh2_uGam0VrS6DnpeoO-25w/videos

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