Smartphone

Das Mobiltelefon „Made in Remscheid“ geht in den Verkauf

Am Freitag wird das Volla Phone in Lennep verkauft. Foto: Volla
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Am Freitag wird das Volla Phone in Lennep verkauft.

Sicher und leicht zu bedienen: Nächster Meilenstein für das Volla Phone.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Das Mobiltelefon „Made in Remscheid“ erreicht seinen nächsten Meilenstein und geht diese Woche in den regulären Verkauf. Die ersten Exemplare des Volla Phone, entwickelt von einem Team um den Remscheider Dr. Jörg Wurzer und gebaut von der Firma Gigaset in Bocholt, werden nun ausgeliefert. Zudem gibt es am Freitag, 6. November, einen Abholtag. Von 11 bis 17 Uhr kann das neuartige Handy direkt im Volla-Büro im coWorld in Lennep erworben werden.

Das Besondere am Volla Phone ist das eigens entwickelte Betriebssystem Volla OS, das das Mobiltelefon besonders sicher und einfach zu bedienen machen soll. „Ich habe festgestellt, dass uns das Smartphone viel Aufmerksamkeit und viel Zeit nimmt“, sagt Wurzer. Deswegen gibt es bei „seinem“ Smartphone einen deutlich reduzierten Startbildschirm, der nur einen roten Punkt und ein Textfeld zu bieten hat.

Bestimmte Menüpunkte erreicht der Nutzer über den roten Punkt, die wesentliche Steuerung aber passiert über das Textfeld. Dabei versucht das Mobiltelefon zu antizipieren, was der User mit seiner Eingabe erreichen will – und lernt dabei auch. Unzählige bunte Apps, die die Benutzeroberfläche unübersichtlich machen, gibt es nicht.

Der Preis fürs Telefon samt Betriebssystem liegt bei 359 Euro

Daneben bietet das Volla Phone ein besonders hohes Maß an Datensicherheit. Ein vorinstalliertes VPN, ein sicherer Browser und ein alternativer App-Store, der nur die Installation von Programmen zulässt, die keine Nutzer-Daten sammeln, helfen, keine Spuren im Netz zu hinterlassen. Anders als andere sogenannte Privacy Phones handelt es sich aber nicht um ein geschlossenes System. Wichtige Apps, zum Beispiel fürs Online-Banking, können installiert werden.

Die Hardware, also das eigentliche Gerät, produziert im nahen Münsterland, hat dabei gutes Mittelklasse-Format, inklusive einem Acht-Kern-Prozessor und der Möglichkeit, das Gerät kabellos zu laden. Der Preis fürs Telefon samt Betriebssystem liegt derzeit bei 359 Euro.

Für Wurzer, promovierter Philosoph, der als freier Journalist unter anderem auch für den RGA schrieb, soll das Volla Phone mehr sein als ein Nischen-Produkt. Ziel sei es, ein eigenes Marktsegment aufzubauen. Rund 20 000 Geräte könne man pro Jahr in Europa absetzen, schätzt er. Dass das gelingen kann, zeigt der bisherige Verlauf des Projekts: So wurden über die Plattform Indiegogo bereits nahezu 300 Vorbestellungen im Wert von deutlich über 100 000 Euro entgegengenommen, weitere 20 000 Euro über eine weitere Plattform.

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