Mitglieder wundern sich über plötzliches Ende

Umzug statt Expansion: Fitnessstudio von Lennep an die Alleestraße verlagert

Von Sven Schlickowey

Lennep/ALT-REMSCHEID Plötzlich blieb die Tür zu: Seit einigen Tagen ist das Fitnessstudio FitGym24 am Lenneper Jägerwald geschlossen. Ohne Ankündigung, wie Mitglieder berichten. Nur ein Zettel an der Tür verweist auf ein neues Studio an der Alleestraße.

Der plötzliche Abgang sei das Ergebnis von zwei Ereignissen, die zusammenkamen, erklärt Thorsten Meseck, Geschäftsführer der kleinen Fitness-Kette, die vier weitere Studios betreibt. Zum einen habe es Gespräche mit dem Vermieter über eine Umstrukturierung der Immobilie in Lennep gegeben, die ins Stocken geraten seien. Zum anderen seien plötzlich technische Probleme aufgetreten.

So habe er sich entschieden, aus der Übernahme des Easyfitness-Studios auf der unteren Allee zum 1. Januar einen Umzug statt einer Expansion zu machen, so Meseck. „Eigentlich wollte ich einen sauberen Übergang hinbekommen.“ Doch technische Probleme in dem bisherigen Gebäude hätten zu einem ungeplanten Abgang geführt – und dem Schild an der Tür. Ob und wann es in Lennep weitergehe, sei derzeit unklar: „Ich kann nicht sagen, wie lange die Übergangsphase am Jägerwald dauert.“

Sein neues Studio preist Meseck als vollwertigen Ersatz für das bisherige: „Das ist ein ehemaliges Premium-Studio auf 1800 Quadratmetern mit zwei Saunen und einem Dampfbad.“ Die Einrichtung sei ein wenig in die Jahre gekommen. „Aber das bringen wir auf Vordermann.“ Neue Geräte seien bereits angeschafft.

Die bisherigen Mitglieder hätten den plötzlichen Wechsel „geteilt“ aufgenommen, sagt Thorsten Meseck. Für manche Mitglieder sei die Anfahrt nun kürzer, andere hätten keine Lust, aus Lennep in die Innenstadt zu fahren. „Für die finden wir eine Lösung, da sind wir sehr kulant.“

Wer möchte, habe durch den Umzug aber ohnehin ein Sonderkündigungsrecht, berichtet Lydia Schwertner von der Verbraucherzentrale. Der neue Erfüllungsort sei eine „wesentliche Leistungsänderung“, so etwas dürfe nicht einseitig erklärt werden. „Dazu gibt es auch zwei Urteile, die das bestätigen.“

Allerdings müssten Betroffene schnell handeln, betont Schwertner: „Es gilt eine Frist von zwei Wochen nach Bekanntwerden.“ Dabei zähle der Eingang der Kündigung beim Anbieter. „Am besten macht man so etwas per Einschreiben, damit man es nachweisen kann.“

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