Mitarbeiter der Suchthilfe des Diakonischen Werks wollen Kinder von Suchtkranken unterstützen

Der ständige Griff zu Alkohol oder anderen Suchtmitteln schadet nicht nur dem Betroffenen, sondern auch seinem Umfeld.
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Der ständige Griff zu Alkohol oder anderen Suchtmitteln schadet nicht nur dem Betroffenen, sondern auch seinem Umfeld.

Ob Alkohol, Drogen oder Glücksspiel: Sucht ist eine Krankheit, die meist auch viele andere Probleme mit sich bringt. Nicht nur für die unmittelbar Betroffenen, sondern auch ihr Umfeld. Am ärgsten trifft es wohl die Kinder. "Es wird vermutet, dass jedes sechste Kind in einem Suchtsystem aufwächst", sagt Annette Potthoff, Bereichsleiterin der Fachstellen Sucht des Diakonischen Werks. Ein Grund für das Team, die Eltern-AG ins Leben zu rufen.

Sozialarbeiterin und Suchtberaterin Melanie Clemens, die das Projekt federführend koordiniert, wird sich an zehn Nachmittagen ab Oktober intensiv mit Kindern im Grundschulalter und deren von Sucht betroffenen Elternteilen beschäftigen. "An den ersten fünf Nachmittagen werden die Kinder in Spielgruppen untergebracht, während wir mit den Eltern oder Bezugspersonen der Kinder Gespräche führen", kündigt Clemens an. "An den übrigen Tagen werden wir miteinander Spaß haben." Das könne zum Beispiel lesen oder spielen sein; aber auch ein Ausflug in die nähere Umgebung ist geplant. Ziel soll sein, die Lebenssituation der Kinder zu verbessern, ihnen Halt zu geben. Fünf Teilnehmer mit Kindern sollten es mindestens sein, erste Anfragen habe es schon gegeben.

Arbeitsgruppe soll ein weiterer Baustein sein

Seit 2011 nimmt die Remscheider Suchthilfe an dem Modellprojekt "Fitkids" teil, im Rahmen dessen das Thema Elternschaft und Suchterkrankung behandelt wird. Die Eltern-AG soll nun ein weiterer Baustein sein. "Allerdings haben wir bis auf die bisherige Fördrung keine finanziellen Mittel zur Verfügung", schildert Melanie Clemens. Die Lerose-Stiftung leistete eine Anschubfinanzierung von 1500 Euro. "Uns ist aber auch wichtig, dass das Projekt nachhaltig ist", unterstreicht Clemens. Angestrebt sei daher, das Angebot auch über die jetzt startenden Eltern-Kind-Kurse hinaus aufrecht zu erhalten. Clemens: "Deshalb haben wir auch eine Internetseite freigeschaltet, auf der wir regelmäßig über unsere Arbeit informieren - und Spenden akquirieren."

  1. Mehr im Internet unter www.elternag-dwremscheid.de

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