Meine erste Platte

Mit Status Quo begann die Liebe zum Rock

Links die Single, die schenkten ihm seine Eltern. „Quo live“ von Status Quo kaufte sich Dietmar Weber dann selbst.
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Links die Single, die schenkten ihm seine Eltern. „Quo live“ von Status Quo kaufte sich Dietmar Weber dann selbst.

Dietmar Weber wollte durch Mark Knopfler Gitarrist werden. Heute spielt er in mehreren Bands.

Von Peter Klohs

Remscheid. „Meine allererste eigene Platte“, erinnert sich Dietmar Weber, „war eine Single und hieß ‚Dan the banjo man‘. Das war 1973, und ich war neun Jahre alt. Meine Eltern schenkten mir die Platte zu Weihnachten.“ Das war es dann aber auch mir der musikalischen Sozialisierung durch seine Eltern, die vorwiegend Schlager und Volksmusik (der Vater) und klassische Chormusik (die Mutter) hörten.

Aber Dietmars Onkel sollte prägend für den Musikgeschmack des Heranwachsenden werden. Der hörte den Glam-Rock der 70er Jahre: Slade, Sweet, T.Rex. „Das war schon etwas besser als Bert Kaempfert“, erinnert sich Dietmar Weber. Vor allem war der Onkel ein großer Fan der englischen Rockband Status Quo. Und diese prägte dann Dietmar gewaltig. „Ich kaufte das Album ‚Quo live‘ im Solinger Zack Zack“, weiß er. „Und als ich zum ersten Mal den Anfang hörte, den Hallen-Ansager mit seinem markanten ‚Is there anybody out there who wants to rock?‘, da hatte ich eine Gänsehaut, aber sowas von.“

Noch heute kann er die extrem langen Live-Versionen vom „Roadhouse Blues“ oder „Fortyfive hundred times“ mit Vergnügen hören. „Aber meine Liebe zu Quo war dann mit ‚Rockin all over the world‘ zu Ende“, gibt er zu. „Das waren nicht mehr ‚meine‘ Status Quo. Das letzte gute Stück von Quo war ‚Down down'“. Wir nicken unisono, denn mir erging es ebenso.

Über Deep Purple, Pink Floyd, Led Zeppelin und Uriah Heep landete Dietmar dann bei den Dire Straits und Mark Knopfler, der durch seinen einzigartigen Stil und Ton dafür sorgte, dass der junge Remscheider Gitarrist werden wollte. „Und nicht nur das“, erzählt er, „ich wollte auch Knopflers Technik übernehmen, dieses Spiel mit den Fingern und ohne Plektrum.“ Ist ihm ja auch gelungen, wie sein musikalisches Wirken beweist.

„‚Sultans of swing‘ war schon eine Offenbarung für mich. Der komplette Stil Knopflers hat mich maßgeblich geprägt. Auch sein Ricky-King-Ton.“ Er hat eine Dire-Straits-Cover-Band ins Leben gerufen, mit Ulrich Spormann und Jan Christoph Heinsch, einem Drummer, mit dem er bis heute zusammenspielt. Aber die Band existierte nur kurze Zeit. „Wir scheiterten an diesem ganzen Marketing-Kram“, sagt Weber. „Das machte von uns keiner gerne. Aber ohne das bekommst du keine Auftritte.“

In den 80er Jahren wurden die besten Aufnahmen gemacht

Vinyl hört er bis heute gern und ist der Meinung, dass in den 80er Jahren die soundmäßig besten Aufnahmen veröffentlicht wurden. „Die waren so gut, dass ich erst sehr spät einen CD-Player erstanden habe.“ Neben ambitionierter Popmusik und Rock, der jedoch nicht zu hart sein darf („Metallica und Rammstein gehen gar nicht“) hört er zuweilen auch klassische Musik, gerne Klaviermusik von Frederic Chopin. Auch Jazz (Pat Metheny, Jan Akkerman) ist ihm nicht fremd.

Dietmar Weber ist kein großer Konzertgänger, wie er sagt, hat aber Mark Knopfler „bestimmt zwanzig Mal live gesehen. Und die Pink Floyd-Show ‚Momentary lapse of reason‘ war das beste Konzert, das ich je besucht habe. Bombastisch. Gigantisch. Was für eine verrückte und sensationelle Show.“ Gerne würde er noch Sting sehen, dessen Tourneen sich wegen Corona immer wieder verschoben haben. Und die letzte CD von Bryan Adams „So happy it hurts“ findet er auch gut. „Ein Rock zum wohlfühlen“, urteilt er.

Dem sehr dem Blues zugewandten Gitarristen Henrik Freischlader wünscht er deutlich mehr Aufmerksamkeit. „Und Fachwerk.“ Er lacht. Ja, die Band gibt es noch. Man wird spätestens 2023 von ihr hören.

Zur Person

Dietmar Weber wurde 1964 in Remscheid geboren, wuchs in Solingen auf und lebt seit 1994 wieder in seiner Geburtsstadt. Er ist für den Vertrieb Geschäftskunden bei den Solinger Stadtwerken verantwortlich.

Seit 1978 spielt er Gitarren, unter anderem für die Cover-Band Fachwerk, Shakedelic und im Duo mit Jan Christoph Heinsch.

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