Serie: „Meine erste Platte“

Carsten Pudel: Mit den drei Fragezeichen schläft er ein

Carsten Pudel brennt für „Die drei Fragezeichen“. Er hatte alle 223 Hörspiele in seiner Sammlung.
+
Carsten Pudel brennt für „Die drei Fragezeichen“. Er hatte alle 223 Hörspiele in seiner Sammlung.

Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Platte? Bei Carsten Pudel gab es erst LPs und CDs - inzwischen streamt der Mittvierziger nur noch. Seine Leidenschaft sind Hörspiele geblieben.

Von Peter Klohs

Remscheid. Carsten Pudel liebt Musik und kann nicht ohne. In jedem Zimmer seines Hauses am Kremenholl steht ein Sonos-Lautsprecher, und wann immer er will (und er will fast immer), kann er seine Playlists abrufen.

Spätestens nach der Durchsetzung des Streamens hat sich Carsten Pudel für diese Art des Musikhörens entschieden und sich von allen physischen Tonträgern, gleich ob Langspielplatten oder CDs, befreit. Er hat keine Platten mehr. Aber er hat den Ursprung seiner ehemals ansehnlichen Plattensammlung nie vergessen.

„Meine erste Platte“, erinnert er sich, „war ‚The final countdown‘ der Band Europe. „Ich glaube, ich habe sie im Kaufhof erstanden.“ Als Kind und Jugendlicher „erspielte“ er sich seine Musikkenntnisse in der Honsberger Kinder-Disco, die später in die Kraftstation zog und noch später in der Wuppertaler Uni-Halle richtig groß wurde.

Für ihn ist kein Gitarren-Solo zu lang

„Ich mag gute Gitarren-Soli“, beschreibt Pudel einen Teil seiner Musikfaszination. „Ganz egal ob von Gary Moore oder David Gilmour – es gibt kein Gitarrensolo, das zu lang ist.“ Und eigentlich, so bekennt er, sei er schon immer zumindest musikalisch ein Rocker gewesen. So schätzt er die Musik (und noch mehr die Show) der durchaus umstrittenen Band Rammstein.

So sehr er die Musik mag und liebt, liegt seine Leidenschaft doch von dieser entfernt. „Als Kind hörte ich die Hörspiele der Serie TKKG“, erzählt der 1976 in Remscheid geborene Carsten Pudel. „Damals noch auf Kassetten. Ich weiß nicht, ob der Weg zu den ‚Drei Fragezeichen‘ vorgezeichnet war. Diese entdeckte ich recht spät, ich war bestimmt schon 20 Jahre alt. TKKG, das waren die ‚normalen‘ Fälle, in denen ein Hund entführt wurde und so. Die Fälle der drei Fragezeichen waren schon etwas besonderes. Da kamen Geister und andere unerklärliche Phänomene vor und das fand ich richtig cool“, beschreibt er seine Faszinatin.

Recht schnell sammelte Carsten Pudel dann alles, was er von dieser Serie bekommen konnte. „Als Kassette, als Langspielplatte, als CD, ich habe alles gekauft.“

Alle 223 Folgen der ??? in einem eigenen Schrank

Nicht alles hat er neu erstanden, sondern auch Einiges auf Trödelmärkten gefunden. Seine Sammlung ist mittlerweile komplett, er besitzt alle zur Zeit verfügbaren 223 Folgen mehrfach.

In einem extra für diesen Zweck angefertigten Schrank liegen die kompletten CDs der Serie, auch ausgewählte Langspielplatten kann Carsten Pudel vorzeigen, diverse Extras wie von den Sprechern unterschriebene großformatige Poster oder eine Leuchtreklame sind in seinem Besitz. Im Grunde ist sein Musikzimmer in der Herrschaft der drei Fragezeichen.

„Ich höre die Folgen zum Einschlafen. Das mache ich seit mehr als zehn Jahren. Und wenn ich irgendwann einschlafe und der Geschichte nicht mehr folgen kann, dann geht es da am nächsten Abend weiter.“ Auch live hat er das Trio der deutschen Sprecher schon erlebt. „Eine Offenbarung“, wie er es nennt.

Erstes Konzert: Fury in the Slaughterhouse

Aber auch an seinen ersten Konzertbesuch kann er sich gut erinnern: In der Uni-Halle in Wuppertal sah er „Fury in the Slaughterhouse“. Späterhin haben ihn die Konzerte von Justin Timberlake in Dortmund, von Michael Jackson in Köln und der Band U2 auf Schalke am meisten beeindruckt. „Und alle drei Konzerte haben gemeinsam, dass ich keine Karten hatte und diese erst kurz vor Konzertbeginn angeboten bekam.“

Leider, sagt er, war er zu jung für Prince und Queen. Dafür will er noch nach Wacken und zu „Rock am Ring“. Und wenn die drei Fragezeichen mal wieder unterwegs sind, ist Carsten Pudel nicht weit, das ist sicher.

Zur Person: Knallfabrik und Youtube

Carsten Pudel wurde 1976 in Lennep geboren und wuchs am Kremenholl auf, wo er auch heute lebt. Er ist Eventmanager und Inhaber der Knallfabrik. Nebenher unterstützt er mit Herzblut den Remscheider Youtuber Simon Haase, der mit seinem ClayClaim-Kanal mehr als drei Millionen Abonnenten erreicht hat. Er liebt Musik und die drei Fragezeichen. Seine Sammlung zu letzteren ist atemberaubend.

In der Serie „Meine erste Platte“ stellt der RGA in loser Folge Remscheiderinnen und Remscheider mit ihren ersten Platten vor. Zuletzt: Jens Stippkugel, Nadine Gaede, Daniel Sieper, Ulrich Spormann.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Wochenmärkte in Remscheid kämpfen ums Überleben
Wochenmärkte in Remscheid kämpfen ums Überleben
Wochenmärkte in Remscheid kämpfen ums Überleben
Weihnachtstreff: Das soll als Ersatz für die Eisbahn kommen
Weihnachtstreff: Das soll als Ersatz für die Eisbahn kommen
Weihnachtstreff: Das soll als Ersatz für die Eisbahn kommen
Tannenhof durfte die Bäume fällen
Tannenhof durfte die Bäume fällen
Tannenhof durfte die Bäume fällen
So läuft die Getränkebestellung im Theater
So läuft die Getränkebestellung im Theater
So läuft die Getränkebestellung im Theater

Kommentare