Meine erste Platte

Mit 14 gab’s für ihn Deep-Purple-Sound

Zur Konfirmation erhielt Jochen Wingsch einen Plattenspieler und „Deep Purple – Singles A’s and B’s“.
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Zur Konfirmation erhielt Jochen Wingsch einen Plattenspieler und „Deep Purple – Singles A’s and B’s“.

Gitarrist Jochen Wingsch wuchs in einem musikalischen Haushalt auf#.

Von Peter Klohs

Remscheid. Jochen Wingsch fiel der Zugang zur Musik sehr leicht, denn er wuchs in einem von Musik geprägten Haushalt auf. Jedes seiner drei Geschwister spielte ein Instrument, es wurde viel Musik gehört. Recht schnell wurde Jochen klar, dass sein Hauptinteresse an der Musik aufseiten der Gitarre war. Die ersten Gitarristen, die in seinen Ohren hängen blieben, waren John Fogerty von Creedence Clearwater Revival und Klaus „Major“ Heuser von der Kölschrock-Gruppe BAP.

Jochen Wingsch war vier Jahre lang regelmäßiger Schüler in der Musikschule von Johannes Schmidt in Lennep. Dort lernte er die Grundlagen des Gitarrenspiels und verschiedene Picking-Stile. Später hat er auch selbst in der Musikschule gelehrt. Seine Erfahrungen in der Musikszene erweiterten sich schnell, und er wollte die Musik von „großen Kollegen“ erlernen. Songbücher von Peter Bursch (Bröselmaschine) und anderen Gitarristen wurden für ihn zur Lektüre.

Zu seiner Konfirmation im Jahr 1979 ging sein Vater mit dem 14-jährigen Jochen zu Radio Kutsch (heute in Lennep, damals in Lüttringhausen ansässig) und kaufte dem Konfirmanden einen Plattenspieler. Dazu durfte er sich eine Langspielplatte aussuchen. Er wühlte ein wenig im LP-Stapel herum und entschied sich für „Deep Purple – Singles A’s and B’s“, eine Zusammenstellung der Singles der englischen Hardrocker, die unmittelbar nach der Veröffentlichung auf Harvest Records ihre eigene Plattenfirma Purple-Records gründeten und mit „Smoke on the water“ einen Megahit landeten. „Vielleicht war das Cover der LP für einen 14-jährigen im Jahre 1979 ein bisschen gewagt, aber das hat meinen Vater nicht interessiert“, lacht Wingsch heute. „Ich kannte die Musik von Deep Purple von Klassenfeten in der Schule, auf denen schon mal ‚Demon’s Eye‘ oder ‚Black Night‘ lief.“

Obwohl die Wurzel seines Musikgeschmacks der Blues ist, entwickelte sich Wingsch als „Crossover-Gitarrenspieler und –hörer“. Von Westernhagen, Bap, Stoppok und Lindenberg geprägt, nennt er ebenso Eric Clapton und Queen als Hauptinspiration. Rap war nie sein Ding, wie er sagt, und um Schlager macht er einen riesengroßen Bogen. Außerdem tut er sich mit den Monumentalwerken von Richard Wagner schwer. Aber ansonsten hört er alles: Barockmusik („Das ist einfach schön.“), Jazz, Blues, Singer/Songwriter, Rock und Pop.

Nicht die Härte von deftigem Rock kann ihn abschrecken, aber die Lautstärke. Mit Kopfschütteln erinnert er sich an ein Konzert, das er 2012 in Mannheim besuchte. Die deutsche Power-Metal-Band Edguy war der Anheizer, die großen Scorpions der Hauptact. Und während Edguy saftig und „nur“ laut daherkamen, entpuppten sich die Scorpions als übertrieben lautstärkeverliebt, so dass nur Brei zu hören war, es in den Ohren schmerzte und Wingsch das Konzert vorzeitig verließ.

Er könnte Hunderte Geheimtipps nennen

Hat er einen Geheimtipp? „Einen?“, kontert er. „Hunderte.“ Das ist die Szene, in der er sich mal richtig gut auskenne. „Da wäre Frano zu nennen, ein noch sehr junges musikalisches Talent. Außerdem der Kanadier David Blair, Christina Lux aus Deutschland und Thomas David aus Österreich. Die hätten viel mehr Aufmerksamkeit verdient.“

Heutzutage hört Wingsch Musik hauptsächlich auf den Fahrten zu seinem Arbeitsplatz in Solingen. Dafür hat er gesonderte Playlists erstellt.

Zur Person

Jochen Wingsch wurde 1965 in Remscheid geboren und lebt in der Stadt. Er ist Gitarrist und Sänger. Wingsch ist solo und im Duo mit dem Gitarristen Uli Spormann unterwegs. Im Hauptberuf ist er Industriekaufmann und pendelt täglich nach Solingen.

Papa-jo-rs.de

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