Wahlkampf

Minister: NRW-Straßen sind überlastet und marode

Verkehrsminister Hendrik Wüst wurde vom Abgeordneten Jürgen Hardt (links) und Vertretern der Mittelstandsvereinigung begrüßt. Foto: Uli Preuss
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Verkehrsminister Hendrik Wüst wurde vom Abgeordneten Jürgen Hardt (links) und Vertretern der Mittelstandsvereinigung begrüßt.
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Verkehrsminister Hendrik Wüst war am Nachmittag zu Gast der CDU-Mittelstandsvereinigung im Haus Müngsten.

Von Stefan Prinz

Seine 40-minütige Verspätung sei nicht das Ergebnis von Staus, sondern sei einem Termin mit Vertretern der Deutschen Bahn geschuldet, ließ Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) seine Gastgeber im Haus Müngsten wissen. Die CDU-Mittelstandsvereinigungen aus Solingen und Remscheid und der Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt hatten den Minister eingeladen, um mit ihm über die Verkehrsprobleme in der Region zu sprechen. „Die Solinger leiden unter einem fehlenden Autobahnanschluss an die A 3“, erklärte Hardt.

Das unterstrich auch der Unternehmer Franz-Josef Schönauen. Aufgrund der vielen Baustellen und oft schlechten Anbindungen in der Region verlören seine Mitarbeiter jeden Tag mehrere Stunden Zeit, wenn sie zwischen seinen sieben Niederlassungen in der Region pendelten. Zahlreiche Baustellen und fehlende Verkehrs-Anbindungen stellten den Wirtschaftsstandort Solingen infrage, warnte Schönauen. Es bestehe dringend Handlungsbedarf.

Das Problem sei in den vergangenen Jahren die Verkehrsplanung gewesen, bilanzierte Minister Wüst. Es sei ausreichend Geld vorhanden, um Verkehrsprobleme umzusetzen. „Es fehlt auch nicht mehr am politischen Willen.“ Aber es mangele an Planern, um die Projekte umzusetzen. Das sei das Ergebnis jahrelanger verfehlter Verkehrspolitik. Die Folge: „Die Straßen in NRW sind zu klein, oft marode und überlastet.“ Das müsse sich schnell ändern. Er motivierte Straßenbau-Unternehmen, in den Ausbau ihrer Firmen zu investieren. „Das Land wird in den nächsten Jahrzehnten ein verlässlicher Projekt-Partner sein.“ Straßenbaustellen müssten zudem effektiver und weniger verkehrsstörend arbeiten. Das könne erreicht werden, indem die Baustellen in kleinere Abschnitte eingeteilt würden, die den Verkehr weniger behinderten. Außerdem suche das Land nach Möglichkeiten, um Autofahrer digital besser über die Verkehrssituation informieren zu können.

Der Landtagsabgeordnete Jens Nettekoven gab dem Minister noch einen Remscheider Wunsch mit auf dem Weg: Schnellzüge für eine bessere Verkehrsanbindung. Pro Stunde solle möglichst jeweils einer dieser Züge Solingen und Wuppertal ansteuern.

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