Beratung

Mieterverein erhöht den Jahresbeitrag um 15 Euro

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Andreas Herget stellt Schwerpunkte der Beratungen vor.

Von Andreas Weber

Der Mieterverein Remscheid-Wermelskirchen wird 2023 seine Beiträge erhöhen. Auf der Mitgliederversammlung im Hotel Zum Schwanen in Wermelskirchen stimmten die Anwesenden zu, die Beiträge um 15 auf 100 Euro Jahresbeitrag zu erhöhen. Zeitgleich wird die Aufnahmegebühr von 15 auf 20 Euro angehoben. Nach 15 Jahren, so Vereins-Rechtsanwalt Andreas Herget, sei dies die erste Erhöhung. 2800 Mitglieder zählt der Verein, Tendenz: steigend.

Pro Jahr nimmt der Verein um die 2500 Beratungen vor. Herget informierte über die Schwerpunkte in 2021/2022. Diese lagen bei Betriebskostenabrechnungen, Mieterhöhungen, Kündigungen, Wohnungsrückgaben/Kautionsabrechnungen, Schimmel /gesundheitsgefährdende Räume, Lärmstörungen durch Mitmieter sowie Vermieterwechsel. Andreas Herget ging auf die häufigsten Punkte ein:

Betriebskosten: Oft werden vertragswidrige Umlageschlüssel (z.B. Personen statt Fläche) zugrunde gelegt oder eine vertragswidrige Mietstruktur (Abrechnung über Vorauszahlungen trotz Betriebskostenpauschale, Inklusiv- oder Teilinklusivmiete), Vermieter korrigiert die Abrechnung, was grundsätzlich 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraumes nicht mehr möglich ist, nur bei formellen Mängeln, z.B. falschem Abrechnungszeitraum, fehlender Heizkostenabrechnung. Vorauszahlungserhöhungen sind nur nach korrekt ermittelter Nachzahlung möglich;

Mieterhöhungen: Zugrunde liegt in der Regel der aktuelle Mietspiegel - Remscheid 2020, Wermelskirchen 2021 - Bezugnahme auf statistische Erhebungen aus dem Internet sind nicht ausreichend; Vergleichsmiete ist stets der Mittelwert der Spannwerte . „Will der Vermieter höhere Spannwerte, muss er dies zusätzlich begründen“, erklärt Herget. Der Mieter hat mindestens zwei Monate Frist zu überlegen. „Vergleichsmietenerhöhungen scheitern im Regelfall an unzureichenden Vergleichsmerkmalen, nur Baujahr und Wohnungsgröße reichen nicht“, erklärt Herget;

Kündigungen: Meist gäbe es völlig unbegründete oder unzureichend begründete fristlose Kündigungen, aber auch Eigenbedarf sei genau zu prüfen (Personenkreis/Bedarf);

Vermieterwechsel: Niemals neuen Mietvertrag unterschreiben, neuer Vermieter muss bisherigen Vertrag übernehmen, erklärt Herget;

Lärmstörung durch Mitmieter: Um Minderung zu begründen sind Lärmprotokolle unerlässlich, Vermieter muss Störer in der Regel abmahnen;

Schimmel: Mieter muss Schimmel lediglich anzeigen und hat Mietminderungsrecht; Vermieter muss in der Regel durch Gutachten eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen Gegenbeweis antreten.

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