Klosterkirche

Mia blickt scharf und bissig auf die Welt

Lioba Albus nahm kein Blatt vor den Mund. Foto: Doro Siewert
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Lioba Albus nahm kein Blatt vor den Mund.

Lioba Albus begeisterte in der Klosterkirche

Von Dela Kirchner

Remscheid. Die erste Herausforderung für das Publikum in der nahezu ausverkauften Klosterkirche in Lennep ließ am Sonntagabend nicht lange auf sich warten: „Aber man sagt ja nicht mehr Herausforderung, sondern Challenge.“ bemerkt Mia Mittelkötter alias Lioba Albus. Und die Challenge hat es in sich: alle Handys aus für über eine Stunde. So, völlig von der Welt getrennt, berichtete Mia, die Weltmacht, von „absoluten Experten für alles“ und einer „Welt voller fröhlicher Selbstüberschätzer“; alles Entwicklungen, die der Corona-Pandemie geschuldet sind.

Und es kommt für Mia noch dicker: Ihr Mann will seit dieser Pandemie plötzlich mit ihr reden. Bissig und mit scharfem Blick beobachtet Mia die Welt um sich herum und lässt ihr Publikum an ihrem „Angela-Merkel-Phantomschmerz“ teilhaben, gegen diese Olaf Scholz „schnurrt wie ein liebes, kastriertes Katerchen“.

Als überzeugte Sauerländerin legt sie Wert darauf, dass niemand denkt, die Menschen im Sauerland wären so wie „das neue CDU-Sauerland-Frettchen Friedrich Merz, das zu kurz gestillt wurde“ und bedauert, dass die wirklichen „sauerländischen Männer doch normalerweise so leicht zu führen sind“.

Mit dem „armen Annalena“ hat sie Mitleid und hat für sich persönlich einen politischen Liebling auserkoren: „Karl Lauterbach ist so niedlich – wie eine viel zu dünne Käthe-Kruse-Puppe.“ Außerdem ist sie überzeugt davon, dass uns ohne die Erfindung des Internets „optisch viel erspart geblieben wäre“.

Das Publikum lernt in der guten Stunde Detlev kennen, den „weltbesten Alles-Falschmacher“. Der es während der Pandemie wirklich nicht leicht hatte und mehrfach „einen Toast auf die weibliche Inkonsequenz“ ausbringt. Auch optisch wird Lioba Albus zu Detlev – ebenso grandios szenisch dargestellt wie die „Alles-muss-raus“-Aktion bei einer Partnerbörse. Dass die Sauerländer generell „die Kubaner Westfalens“ sind, dürfte für viele Besucher eine ganz neue Erkenntnis sein.

Die Stunde war rasend schnell vorbei und viele Besucher hätten sich vermutlich gewünscht, dass das Ende erst die Halbzeit gewesen wäre.

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