Woche der Seelischen Gesundheit

Messe bietet Wellness für die Psyche

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Nach Auskunft der Psychotherapeutenkammer NRW leiden während eines Jahres durchschnittlich 8,3 Prozent der Bevölkerung an Depressionen.

Die 5. Remscheider Woche der Seelischen Gesundheit findet an neuem Ort und mit einem komprimierten Programm statt.

Von Lara Hunt

Depressionen sind längst keine Randerscheinung mehr. Nach Auskunft der Psychotherapeutenkammer NRW leiden daran während eines Jahres durchschnittlich 8,3 Prozent der Bevölkerung. Das Risiko, einmal an Depressionen zu erkranken, beträgt in Deutschland zwischen 16 und 20 Prozent. Grund genug, dass der Vorbeugung gegen Depressionen bei der fünften Remscheider Woche der Seelischen Gesundheit besonders viel Platz eingeräumt wird.

„Wellness für die Psyche“ ist das diesjährige Motto, das mit einem neuen Konzept daherkommt. Anstelle von mehreren Veranstaltungen über die Woche gebündelt, wird eine große interaktive Messe veranstaltet, bei der die zwölf beteiligten Veranstalter ihre Angebote interaktiv vorstellen. „Das Angebot soll vor allem der Prävention dienen“, sagt Michael Fuchs von der Stiftung Tannenhof.

Messe wird durch Workshops und Lesung abgerundet

Die Schirmherrschaft hat, wie schon zuvor, Sozialdezernent Thomas Neuhaus übernommen, der hofft, dass mit der Messe die Toleranz und das Verständnis für Menschen mit psychischen Erkrankungen wächst. „Wir hoffen, dass wir bei dem einen oder anderen das Interesse wecken“, sagt er und prophezeit, dass die Volkskrankheit Depressionen auch in Remscheid weiter zunehmen wird.

Als Veranstaltungsort konnte die Tanzschule Wieber gewonnen werden. Für Ralf Wieber etwas ganz Neues. „Aber es ist klar, dass wir das begleiten müssen“, sagt er. Die Tanzschule an der Ludwigstraße in Alt-Remscheid ist zentral gelegen und bietet im oberen Saal Platz für 200 Menschen – und unten noch einmal zusätzlichen Raum für 80 Personen. Der soll genutzt werden; deshalb fahren die Beratungsstellen und Anbieter eine Menge Angebot auf.

Beginn ist am Freitag, 5. Oktober (14 Uhr), mit einer Begrüßung durch den Schirmherrn Thomas Neuhaus Ab 14.10 Uhr gibt Dr. Eva Niederhöfer von der Evangelischen Stiftung Tannenhof einen Fachvortrag zum Thema „Gar nicht erst depressiv werden“.

SIE MACHEN MIT

BETEILIGTE Als Aussteller mit dabei sind die Pro Familia, die Evangelische Stiftung Tannenhof, das Sozialpsychiatrisches Zentrum für psychosoziale Beratung, Rehabilitation und Integration (SPZ), die Augusta Hardt Horizonte, das Gesprächsforum Psychiatrie Trialog, das Median Therapiezentrum, der Verein Seele in Not, die Katholische Ehe-, Familien- und Lebensberatung, die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB).

Zwischen 14.45 und 18 Uhr werden im oberen Tanzsaal die verschiedenen Angebote vorgestellt. Dazu gehören das Filzen, Schrebergärten, Paar-, Lebens- und Sexualberatung, Kreativangebote zum Thema Stress, Ergotherapie, Physiotherapie, Musiktherapie und Genusstraining. Bei einem interaktiven Alkoholquiz geht es um den Umgang mit Alkohol. Außerdem sind Menschen vor Ort, die selbst Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen gemacht haben und andere darüber informieren. Im unteren Bereich finden zeitgleich Mini-Workshops statt, die jeweils etwa eine Viertelstunde dauern sollen. Hier können Teilnehmer Ausdruckstanz testen; es gibt Qi Gong, Wirbelsäulengymnastik und Musiktherapie.

Auf den Abschluss sind die Veranstalter besonders stolz, denn der soll auch jüngere Besucher in die Tanzschule locken und sie für das Thema Depressionen sensibilisieren. Der Schriftsteller Tobi Katze, der selbst unter Depressionen litt, liest aus dem Buch, in dem er seine Erfahrungen verarbeitet hat. „Morgen ist leider auch noch ein Tag“, heißt das Werk, aus dem er ab 18 Uhr lesen wird.

Der Besuch ist – wie für die komplette Messe und alle Angebote – kostenlos.

Freitag, 5. Oktober (14 bis 19 Uhr), Tanzschule Wieber, Ludwigstraße 24

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