Aktionstag

Trassentreff: Polizei kämpft gegen Raser

Wie in allen anderen Städten entlang der Balkantrasse gab es auch in Remscheid einen Zwischenstopp für die Radler, um neue Kraft zu tanken. Dazu hatte die Interessengemeinschaft Bergisch Borner Bürger einige Informationsstände rund um das Thema Radfahren organisiert. Fotos: Roland Keusch
+
Wie in allen anderen Städten entlang der Balkantrasse gab es auch in Remscheid einen Zwischenstopp für die Radler, um neue Kraft zu tanken. Dazu hatte die Interessengemeinschaft Bergisch Borner Bürger einige Informationsstände rund um das Thema Radfahren organisiert.

Die Balkantrasse ist bei Fahrradfahrern eine beliebte Strecke. Besonders an Aktionstagen wie dem Bergischen Trassentreffen am Sonntag zieht die Trasse tausende Radfahrer an.

Von Domenica Holtkamp

Am Knotenpunkt zwischen Lennep, Hückeswagen und Wermelskirchen herrschte ein reger Radverkehr in beide Fahrtrichtungen. Organisiert hatte das Trassentreffen dort die Interessengemeinschaft Bergisch Borner Bürger (IGBB). 15 Stände luden die Radler zu einer kleinen Pause ein.

Neben vielen Leckereien, die es an der Strecke gab, spielte auch das Thema Sicherheit eine Rolle. Mit ihrer Anwesenheit hoffte die Unfallprävention der Polizei und die Verkehrswacht Remscheid, so viele Fahrradfahrer wie möglich auf das Thema ansprechen zu können. Denn auch auf der idyllischen Balkantrasse geht es nicht immer friedlich zu. In der Vergangenheit kam es öfter zu Beschwerden über Radfahrer, die einen aggressiven Fahrstil an den Tag legten.

„Da es kein Tempolimit gibt, denken viele, die Trasse gehöre nur ihnen.“
Michael Brandenstein, Polizist

Nicht nur aggressive Rennfahrer störten den Frieden auf der beliebten Strecke. Vor einigen Wochen gaben Frauen an, von betrunkenen Männern belästigt worden zu sein. Polizist Michael Brandenstein hatte gute Tipps parat für Frauen, die allein unterwegs sind: „Selbstbewusst auftreten und zur Not laut werden, das schreckt die meisten Täter ab“, erklärte er.

Reger Radverkehr beim Trassentreffen

LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch

Reger Radverkehr beim Trassentreffen

LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch
LOK
 © Roland Keusch

Das Problem der zu schnellen Fahrer ist den Beamten schon lange bekannt. Rennfahrer und solche, die sich dafür halten, fielen durch rücksichtloses Verhalten gegenüber Fußgängern auf. Das sorgte für Unruhe. „Da es kein Tempolimit gibt, denken viele Fahrradfahrer, die Trasse gehöre nur ihnen und zeigen keine Rücksicht auf Fußgänger“, hielt Michael Brandenstein fest. Das sei für Fußgänger nicht nur ärgerlich, sondern könne auch zu gefährlichen Unfällen führen.

„Es ist wichtig, dass Radfahrer verstehen, dass man in Anwesenheit von Fußgängern einfach langsamer fahren soll. Deshalb reden wir mit ihnen darüber“, sagte Brandenstein.

Michael Brandenstein kontrolliert den Sitz der Helme: Miklas und Moritz (beide 7) und Vater Carsten Stolz tragen ihn natürlich.

Die Aufklärungsarbeit der Polizei beschränkt sich nicht nur auf Aktionstage. Regelmäßig ist eine Radfahrstreife auch auf der Balkantrasse unterwegs. Sie sprechen die Rowdys auf ihr Fehlverhalten an. „Das hilft. Die meisten zeigen danach Einsicht“, sagte Brandenstein.

Auch für das freiwillige Tragen eines Helms warb die Polizei beim Trassentreffen. In Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht Remscheid versuchte die Polizei, uneinsichtige Radfahrer dafür zu sensibilisieren. „Das Tragen eines Helms ist keine Pflicht, aber es kann Leben retten“, sagte Otto Mähler. Der Bezirksbürgermeister von Alt-Remscheid ist auch Vorsitzender der Verkehrwacht. Er war deshalb am Sonntag auch in Bergisch Born unterwegs.

Für die Aufklärungsarbeit kam am Sonntag oft der gebrauchte Helm eines in einen Unfall verwickelten Kindes zum Einsatz. „Das Kind hat überlebt, aber nur, weil es diesen Helm getragen hat“, erzählte Mähler. Auch die hartnäckigsten Helm-Verweiger wurden dabei hellhörig.

Trotz einiger Ausnahmen bewertet die Verkehrswacht die Sicherheitslage auf den Trassen im Bergischen als verhältnismäßig gut. Nach Angaben der Verkehrswacht ist das Sicherheitsbewusstsein der Remscheider beim Fahrradfahren relativ hoch. Mähler: „75 Prozent fahren mit Helm. Wir wollen jetzt die restlichen 25 Prozent erreichen.“

TRASSENTREFFEN

DIE STRECKE Das Bergische Trassentreffen reicht von Leverkusen-Pattscheid bis Marienheide. Insgesamt machten gestern elf Städte bei der Aktion mit. Überall gab es Verpflegungsstationen und besondere Aktionen rund um das Radfahren. Bei dem schönen Wetter nutzten viele Radfahrer die Strecke und kamen auf ihrer Tour auch durch Bergisch Born.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Gute Nachricht für das Allee-Center: Schuhe Kämpgen kommt
Gute Nachricht für das Allee-Center: Schuhe Kämpgen kommt
Gute Nachricht für das Allee-Center: Schuhe Kämpgen kommt
Führerscheine aus Papier werden schrittweise umgetauscht
Führerscheine aus Papier werden schrittweise umgetauscht
Führerscheine aus Papier werden schrittweise umgetauscht
Corona: Inzidenz steigt auf 71,7 - Temporäres Impfzentrum erhält Nachschub aus Wuppertal
Corona: Inzidenz steigt auf 71,7 - Temporäres Impfzentrum erhält Nachschub aus Wuppertal
Corona: Inzidenz steigt auf 71,7 - Temporäres Impfzentrum erhält Nachschub aus Wuppertal
Zusammenstoß: Frau muss leicht verletzt ins Krankenhaus
Zusammenstoß: Frau muss leicht verletzt ins Krankenhaus
Zusammenstoß: Frau muss leicht verletzt ins Krankenhaus

Kommentare