Meine erste Platte

Sport spielt eine größere Rolle als Musik

Thorsten Greuling hat in Köln studiert und dort dann seine Vorliebe für Kölner Bands entdeckt hat. Entsprechend war seine erste LP von BAP, die er in einem Remscheider Plattenladen gekauft hat. Foto: Roland Keusch
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Thorsten Greuling hat in Köln studiert und dort dann seine Vorliebe für Kölner Bands entdeckt hat. Entsprechend war seine erste LP von BAP, die er in einem Remscheider Plattenladen gekauft hat.

Thorsten Greuling hat in Köln studiert und dort für sich die Kölner Bands entdeckt.

Von Peter Klohs

Remscheid. „Von Hause aus“, erzählt Thorsten Greuling zu Beginn unseres Gesprächs in seinem Haus in Lüttringhausen, „hatte ich mit Musik nicht viel am Hut. Ich bin nicht in einer musikalischen Familie aufgewachsen, sondern in einer sportlichen.“ Der Vater spielte Fußball beim BV 08 Lüttringhausen, dem heutigen FC Remscheid. Der Verein, bei dem Greuling 2. Vorsitzender und Geschäftsführer ist. „Mein Köln affiner Vater hat seine Spuren hinterlassen“, sagt der erklärte Fan des 1. FC Köln.

Aber auch die Musik bekam in Thorsten Greulings Leben ihren Platz. Und wen wundert es: Er schätzt Kölner Bands ganz besonders. „Ich habe ja auch noch in Köln studiert“, erzählt er, „und da lernte ich die Kölner Musik hautnah kennen. Brings, Höhner, BAP.“

Von Wolfgang Niedeckens Rockgruppe war er fasziniert, auch wegen des vorbildlichen sozialen Engagements des Kölner Musikers. Seine erste Platte war von BAP, gekauft in Remscheid. „Ende der 80er- oder Anfang der 90er-Jahre in einem Plattenladen am Remscheider Markt“, sagt er.

Typischer Radiohörer, der hauptsächlich Mainstream hört

Angesprochen darauf, dass zu diesem Zeitpunkt CDs schon fast normal waren, fügt er hinzu: „CDs kamen für mich erst später.“ Aber die große Liebe zwischen Thorsten Greuling und dem Medium CD ist nie entstanden. „Ich höre sehr wenig über CD“, erklärt der Remscheider, „ich bin der typische Radio-Hörer, der hauptsächlich Mainstream hört. Und natürlich die Bundesliga-Berichterstattung. Die moderne Popmusik, bei der die ‚Musiker’ auf ein Knöpfchen drücken und es erklingt Musik – die ist nichts für mich. Ich sage meinem Sohn immer: Musik muss eine Gitarre haben, ein Schlagzeug und einen Sänger. Maschinen machen keine Musik.“

An sein erstes Livekonzert erinnert er sich gut. „Udo Lindenberg in der alten Kölner Sporthalle, die es nicht mehr gibt. Ich muss 16 Jahre alt gewesen sein. Das war ganz groß. Später wollte ich unbedingt einmal Michael Jackson live sehen und hatte Karten für 80 Mark für das alte Parkstadion in Gelsenkirchen. Ich war auch dort, zusammen mit 80 000 anderen Menschen. Und dann sagt Jackson das Konzert ab, weil er wohl ein bisschen Husten hatte. Meine Sympathie für Jackson ist ab da merklich gesunken.“ Die Kölner Band Brings hat er auf der Opladener Bierbörse kennengelernt, „vor der Zeit, als sie in den Karneval ging. „Dass das funktioniert hat, konnte ich mir damals nicht vorstellen.“

Thorsten Greuling schätzt Musiker, die mit ihrer Popularität umgehen können und die ihre Herkunft nie vergessen haben, Wolfgang Niedecken als Paradebeispiel, Marius Müller-Westernhagen als Gegenpol dazu. „Eine Zeit lang mochte ich auch Phil Collins sehr gerne“, erzählt Greuling. „Aber seine Zeit ist ja wohl vorbei.“ Er schätzt Ray Garvey und dessen Band Reamonn („Ein cooler Typ, den ich gerne mal live sehen würde“.). Kerniger Rock á la ACDC. Techno und Rap gehen für ihn gar nicht.

Dafür kann er Schlager ganz gut ertragen. „Ben Zucker ist auch so einer, den ich mag“, bekennt der FCR-Geschäftsführer, „alleine wegen seiner rauchigen und sofort wiederzuerkennenden Stimme.“ Und natürlich Lindenberg. „Der wird zwar älter und kann nicht singen“, weiß Greuling. „Aber er füllt trotzdem die Hallen und wird dabei immer besser.“

Instrumente

Thorsten Greuling wurde 1976 in Remscheid geboren. Der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann lebt mit seinem 11-jährigen Sohn in Lüttringhausen. Er ist 2. Vorsitzender und Geschäftsführer des FC Remscheid und besitzt die Managerlizenz B des Deutschen Fußballbundes. Greuling ist Mitbegründer der „Vereinigung Gertenbachstraße“ und Beiratsmitglied des Lüttringhauser Heimatbunden.

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