Mein Leben als Papa

Warum in diesem Jahr drei Weihnachtsbäume in unserer Wohnung stehen

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RGA-Redakteur Gunnar Freudenberg erzählt vom Alltag mit seinen Söhnen Hannes (6) und Michel (3).

„Uns darf jetzt aber auch keiner beobachten“, bemerkte meine Frau, als wir den dritten Weihnachtsbaum aus dem Auto hievten. Das wirke doch sehr dekadent. Und so ganz glauben kann ich es selbst nicht, dass dieses Jahr drei Weihnachtsbäume in unserer Wohnung stehen. Geplant war das so allerdings nicht . . . Seit wir Kinder haben, sind wir früher dran: Der Baumkauf läutet Anfang Dezember, wenn ich Urlaub habe, endgültig die Weihnachtszeit im Hause Freudenberg ein. Auf der Liste standen bislang: ein großer Baum fürs Wohnzimmer, der bei den hohen Altbaudecken nicht gar so kümmerlich wirkt, und ein Mini-Weihnachtsbäumchen für Hannes’ Zimmer. Diesmal wollte verständlichweise aber auch Michel so ein kleines Bäumchen für seine eigenen vier Wände haben.

Direkt nach dem Kindergarten geht es los. Um ein bisschen Zeit zu sparen, steuern wir zum ersten Mal die Baumschule um die Ecke und nicht unseren bewährten Händler in Ennepetal an. Ein Fehler. Never change a running system! Die Bäume liegen lieblos auf dem Boden, sind viel zu kahl – und überhaupt: „Ich möchte lieber zum Weihnachtspark“, meckert Michel.

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Also gut. Wieder ins Auto und ab nach Ennepetal. Dort stehen die frisch geschlagenen Bäume aufrecht und ein bisschen wie ein Labyrinth angeordnet, was Michel eben Weihnachtspark nennt. Und während er dann auch freudig-jauchzend im dichten Grün verschwindet, hält Hannes Ausschau nach kleinen Exemplaren. Fündig wird er nicht. „Da gibt es auch Aktionsbäume“, lenkt die Mama unsere Aufmerksamkeit auf ein paar Fichten. Die sind nicht so beliebt, weil sie piksen, aber wirklich schön gewachsen. Und kosten nur 13 Euro, obwohl sie wirklich nicht klein sind.

„Der ist so schön!“ Hannes begeistert sich schnell für einen Baum und weicht ihm nicht mehr von der Stelle. Auch Michel ist wieder aufgetaucht und hat sich eine Fichte verliebt. „Aber Leute, wir können doch nicht zwei 1,60 Meter große Bäume für eure Zimmer und dann noch einen großen Baum fürs Wohnzimmer kaufen“, merke ich an. Aber es schwingt ein „Oder doch?“ mit. „Oder wir kaufen fürs Wohnzimmer diesmal auch einen kleineren“, antwortet meine Frau und überzeugt damit alle. Mit drei mittelgroßen Fichten, die wenigstens nach Weihnachten riechen und zusammen weniger kosten als die Nordmanntanne im letzten Jahr, fahren wir nach Hause.

Hannes schmückt seinen Baum ganz alleine, ich helfe Michel und meine Frau kann diesmal ganz in Ruhe den nur mittelgroßen Baum im Wohnzimmer verzieren. Alle sind glücklich und zufrieden.

Weihnachtspuristen, die das Schmücken des Weihnachtsbaumes erst ab Heiligmorgen zulassen, mögen beim Lesen dieser Zeilen vermutlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Aber hat nicht jede Familie ihre eigenen Weihnachtstraditionen? Ich bin mir jedenfalls ziemlich sicher, dass sich Hannes und Michel später gerne einmal an ihre Bäume erinnern werden.

Alle Folgen „Mein Leben als Papa“ finden Sie hier.

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