Mein Blick auf die Woche in Remscheid

Remscheid startet durchwachsen in das neue Jahr

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Eine gute Nachricht im neuen Jahr: Die Schandflecke in Hasten verschwinden. Auf der Alleestraße hat sich der Billigheimer Bingo dagegen zum Groschengrab entwickelt. In den sozialen Netzwerken wird das mit der üblichen Häme quittiert. Doch zur Schadenfreude besteht kein Anlass, findet RGA-Lokalchef Axel Richter.

Die „Gast-Häuser“ vom Hasten verschwinden. Das ist eine gute Nachricht zum Jahresbeginn. Denn Schrottimmobilien machen einen Standort kaputt. Und die Städte können ihre Eigentümer nicht ohne weiteres zur Sanierung zwingen. Wohin das führt, lässt sich in Lennep beobachten, wo das alte Möbelhaus am Bahnhof trotz gegenteiliger Ankündigungen des Eigentümers in Düsseldorf ungehindert vor sich hin gammelt.

Wollen wir hoffen, dass die Alleestraße von ähnlichen Entwicklungen 2022 verschont bleibt. Allerdings gab es von dort zu Jahresbeginn wenig gute Nachrichten. Der Billigheimer Bingo erweist sich für seinen Eigentümer Leo Schönhals als Groschengrab, nach neuen Mietern sucht er augenblicklich vergebens.

In den sogenannten sozialen Netzwerken wurde das mit der üblichen Häme quittiert. Dazu besteht kein Anlass. Zumal: Wer seine Einkäufe vorzugsweise im Internet tätigt, der trägt seinen Teil mit dazu bei, dass der hochwertige Einzelhandel aus den Innenstadtlagen verschwindet und Billigläden mit Billigware an seine Stelle treten.

Fakt ist allerdings auch, dass der Alleestraße schon vor beinahe 19 Jahren attestiert wurde, zu lang und zu breit zu sein, um von den verbliebenen Einzelhändlern, die noch mit Qualität und Fachverstand aufwarten, „bespielt“ zu werden. „Bauen Sie Ihre Einkaufsmeile zurück“, hieß deshalb bereits 2003 der Rat eines anerkannten Städtetesters.

Lange, zu lange ist dem Niedergang nur zugeschaut worden. 2022 soll die Allee nun immerhin neu beleuchtet werden. Die ersten Laternen stehen in der Alten Bismarckstraße, deren Gastronomen in diesem Jahr zudem die ihnen versprochenen Terrassen erhalten sollen. Mehr wird aber wohl auch Ende 2022 nicht zu sehen sein von der angekündigten Sanierung der Innenstadt. Bezirksbürgermeister Otto Mähler dämpfte im RGA-Interview jedenfalls bereits die Erwartungen.

Und das DOC in Lennep? Am 25. Januar soll das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entscheiden, ob es gebaut werden darf oder nicht. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Richter den Fall an ihre erstinstanzlichen Kollegen in Münster zur neuerlichen Prüfung zurückverweisen.

Vermutlich wäre das die mit Abstand schlechteste Nachricht zum Jahresbeginn 2022. Denn dann wäre das DOC für weitere Jahre auf die lange Bank geschoben. Der Investor hält an seinem Projekt fest, beteuert Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz wieder und wieder. Fragt sich´s nur, wie lange noch.

TOP Impfturbo: Zahl der Impfstellen steigt auf fünf.

FLOP Strom- Discounter: Billiganbieter schocken ihre Kunden.

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