Prüfungen laufen bisher weitestgehend glatt

Mehr Zulassungen für das Abi 2022

Klaus Haberstroh und Schulleiter Michael Pötters (Sophie-Scholl) haben die verpackten Klausuren aus dem Tresor geholt.
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Klaus Haberstroh und Schulleiter Michael Pötters (Sophie-Scholl) haben die verpackten Klausuren aus dem Tresor geholt.

Wenig krankheitsbedingte Ausfälle wegen Corona.

Von Michelle Jünger

Remscheid. Am heutigen Dienstag werden noch die letzten regulären Abiturklausuren des Jahres 2022 geschrieben, danach beginnt der Nachschreibeblock. Abgeschlossen wird mit den mündlichen Prüfungen des vierten Faches. Mit den Hürden der Corona-Pandemie im Rücken könnte man fragen, ob an Remscheids Schulen schon vorab weniger Zulassungen vergeben wurden sind als gewöhnlich.

Nein, lautet die Antwort der meisten Schulen, an denen die Allgemeine Hochschulreife absolviert werden kann. Es gebe sogar mehr Zulassungen, sagt Klaus Haberstroh, Oberstufenkoordinator an der Sophie-Scholl-Gesamtschule. Der Jahrgang der Gesamtschule sei groß dieses Jahr, dort hätten es mit 115 von 117 Schülerinnen und Schülern diese Hürde vor den Prüfungen geschafft.

Entscheidend seien aber letztlich die absolvierten Prüfungen. „Eine Durchfallquote von drei bis vier Prozent ist zu erwarten“, fügt Haberstroh hinzu. Abschätzen, ob es bei dieser normalen Quote bleibt, vermag er noch nicht, bisher ginge es um das Ablegen und nicht das Korrigieren.

Am GBG gab es keine coronabedingten Ausfälle

Auch an anderen Schulen zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Besonders überrascht zeigen sich auch andere Schulleitungen, dass sie bisher zum Teil weniger Nachschreibeklausuren organisieren müssten als allein im Jahr 2021. Obwohl die Infektionszahlen nicht mit dem letzten Jahr vergleichbar seien, hätten die meisten Schulen keine Ausfälle aufgrund eines positiven Coronatests gehabt. Wenn überhaupt.

Das Gertrud-Bäumer-Gymnasium verzeichnt laut Schulleiter Stephan Döring keine Ausfälle, nur ein Schüler einer kooperierenden Schule habe eine Prüfung nicht antreten können. Die Abiturprüfungen liefen dort ruhig ab, auch wenn die jüngeren Jahrgänge langsam kratzen würden, da sie in den großen Pausen wieder spielen wollten.

Das Leibniz muss vielleicht selbst Nachschreibeklausuren stellen

Viel nachgeschrieben werden muss allerdings am Leibniz-Gymnasium in Lüttringhausen. Schulleiter Dr. Thomas Giebisch habe dort bisher acht Abiturientinnen und Abiturienten, die eine Prüfung nicht antreten konnten. Allerdings seien es keine Ausfälle wegen Corona. Tatsächlich handele es sich teils um längerfristige Erkrankungen.

Erstmalig seit der Einführung des Zentralabiturs müsse sich der Lehrkörper des Gymnasiums darauf gefasst machen, wieder eigene Prüfungen zu stellen, um den Prüflingen einen Nachholtermin anbieten zu können. „Solange eine Hand gebrochen ist, kann eben keine Klausur geschrieben werden“, sagt Giebisch.

Wenn die angedachte Nachschreibezeit mit den dafür vorgesehenen Klausuren vom Land in solchen Fällen nicht wahrgenommen werden können, müsse die Schule einspringen. Die Lehrerinnen und Lehrer würden Aufgaben stellen und zur Genehmigung vorher beim Land einreichen. Auch müsse man dafür Termine finden. In Anbetracht des extrem kurzen Sommerhalbjahres wäre das nun auch sportlich, so Schulleiter Giebisch.

Abiturklausuren beinhalteten wenig Rechtscheib- und keine Rechenfehler

Positiv sieht er allerdings, dass die Fehler in den gestellten Klausuren weniger würden. In Erdkunde habe es zwei Tippfehler gegeben, keine groben Rechenfehler im Fach Mathematik.

Auch an den Remscheider Berufskollegs läuft es eigentlich rund. Die knapp 50 Abiturientinnen und Abiturienten an den drei Berufskollegs sind zum größten Teil in die Prüfungen gerutscht.

Von den 34 zugelassenen Schülerinnen und Schülern, wisse sie nur von zwei Erkrankungen, weshalb diese nicht an den Prüfungen teilnehmen konnten, sagte die Schulleiterin des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung Cornelia Berghaus-Biermann.

Einer der Ausfälle stehe im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung. Ansonsten sei es aber auch dort im Abitur entspannt, die Nachschreibetermine seien auch schon geplant.

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