Mehr Radwege und 99 864 Mark fürs Schauspielhaus

Das stand vor 25, 50, 75 und 100 Jahren im RGA

Remscheid -wey- 1996 Der Maßnahmen- und Umsetzungsplan Radverkehr geistert derzeit durch die politischen Gremien der Stadt. Und auch vor 25 Jahren beschäftigte man sich dort schon mit dem Thema. Am 27. Januar berichtet der RGA unter der Überschrift „Mehr Radwege“, dass Remscheid zwar seit Jahren ein Radwegekonzept habe, „aber keinen Radweg in der Innenstadt“. Das müsse sich ändern, hatten die Mitglieder der Bezirksvertretung parteiübergreifend entschieden – und sich für mehr Radwege stark gemacht. Ein Vierteljahrhundert später ist das Thema immer noch aktuell. 1971 Eher ums Auto als um den Drahtesel drehte sich eine Meldung im Tüpitter am 28. Januar vor 50 Jahren. Die bergische Autobahn habe als Teilstück der Ruhrtangente ab sofort den Namen A11, ist da zu lesen. Das heute gängige Nummern-System für die deutschen Autobahnen war Mitte der 1970er Jahre eingeführt worden. Dabei gilt, vereinfacht gesagt: Je weniger Stellen die Zahl hinter dem A hat, desto wichtiger. Vielleicht war das der Grund, warum die Strecke, die an Remscheid vorbeiführt, nach einigen Lückenschlüssen heute A1 heißt. Die A 11 liegt inzwischen im Osten und führt von der polnischen Grenze bis fast nach Berlin. 1946 Gebaut wurden die ersten Autobahnen bekanntlich in den 1920er und 30er Jahren, auch von den Nazis, die erste Pläne noch als „Luxusstraßen der Reichen“ abgelehnt hatten. Was sie darüber hinaus hinterlassen haben, macht eine Meldung aus dem Amtlichen Mitteilungsblatt der Stadt Remscheid vom 2. Februar vor 75 Jahren deutlich: „Für die Betreuung der Ostflüchtlinge wird dringend eine größere Anzahl von Strohsäcken benötigt“, ist da zu lesen. 1921 Neben dem Radverkehr kümmern sich die Politiker derzeit auch um die Planungen für den städtischen Haushalt. Auch das gab es bereits vor 100 Jahren. Am 30. Januar meldet der Tüpitter, dass die Stadtverordnetenversammlung einige Zahlungen zu bewilligen habe. Darunter 359 000 Mark für Schulzwecke und genau 99 864 Mark fürs Schauspielhaus. Das Problem: Der Haushalt hatte da schon einen Fehlbetrag von 180 000 Mark. Auch das gibt es heute noch.

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