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Bergisches Wissensforum: Mehr erreichen dank positiver Gedanken

Das orangefarbene Hemd ist das Markenzeichen von Mentaltrainer Thomas Baschab. Er berät Topmanager und Spitzensportler – unter anderem hat er auch dem Bergischen HC schon aus einer sportlichen Krise geholfen, berichtete Moderatorin Nadin Buschhaus. Foto: Sprecherhaus
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Das orangefarbene Hemd ist das Markenzeichen von Mentaltrainer Thomas Baschab. Er berät Topmanager und Spitzensportler – unter anderem hat er auch dem Bergischen HC schon aus einer sportlichen Krise geholfen, berichtete Moderatorin Nadin Buschhaus.
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Mentaltrainer Thomas Baschab erklärte beim Wissensforum, warum jeder lieben sollte, was er tut.

Von Björn Boch

Remscheid. Falls Arbeitgeber im Bergischen Land in den nächsten Tagen mehr Kündigungen als sonst auf den Schreibtisch kriegen, dürfte Thomas Baschab der Grund dafür sein. Der Mentaltrainer forderte seine Zuhörer beim 1. Bergischen Wissensforum 2020 auf: „Wenn Sie nicht lieben, was Sie tun, hören Sie sofort auf damit. Kündigen Sie oder melden Sie ihr Gewerbe ab. Es ist mein voller Ernst.“

Warum davon nicht nur jeder Einzelne profitieren würde, sondern die ganze Gesellschaft, erklärte er am Beispiel von Hosenverkäufern. Verkäufer Nummer 1 will, dass der Kunde eine perfekte Hose bekommt – am besten die neue Lieblingshose. Verkäufer Nummer 2 will mit dem Kunden bloß Geld verdienen. „Fünf Sekunden beim Verkäufer, und wir wissen, ob er seinen Job aus Liebe macht oder weil er Geld damit verdient. Wir alle haben die Schnauze voll von Hosenverkäufer Nummer 2.“

Kündigen sei aber nicht die einzige Lösung, betonte Thomas Baschab, und kam zur zentralen Botschaft seines mehr als 90-minütigen Vortrags: Lieben, was man tut, ist erlernbar. Dafür müssen negative Gedanken und Einstellungen erkannt und überwunden werden. „Bilder, Worte und Gedanken beeinflussen unseren Körper und unsere Leistungen.“

Wie sich das physisch äußert, zeigte der Mentaltrainer anhand anschaulicher Beispiele. Da sein Vortrag am Dienstagabend wegen der Corona-Pandemie nicht vor Ort in der Solinger Stadtkirche, sondern per Livestream stattfand, hatte er einige Freiwillige im Sendestudio versammelt. Mit diesen testete er zum Beispiel Widerstand in der Armmuskulatur.

Unter normalen Umständen hielten die Teilnehmer dem Druck auf den ausgestreckten Arm stand. Bei negativen Bildern, Worten und Gedanken waren Kraft und Widerstand weg. „Das habe ich nicht geglaubt“, sagte einer der Teilnehmer, der das Experiment zunächst bei anderen beobachtet hatte und dann selbst an der Reihe war.

Bergisches Wissensforum 2020 mit Thomas Baschab

Bergisches Wissensforum © Sprecherhaus
Bergisches Wissensforum © Sprecherhaus
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Bergisches Wissensforum © Sprecherhaus
Bergisches Wissensforum © Sprecherhaus
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„Die Menschen, die das, was sie tun, lieben, verdienen auch am meisten Geld.“

Thomas Baschab, Mentaltrainer

„Jeder negative Gedanke setzt unser Leistungsniveau herab – erst dann werden aus unseren Aufgaben Mammutaufgaben, die wir glauben, nicht mehr bewältigen zu können“, erklärte Baschab. Und wollte seinen Vortrag keineswegs als naive Weltsicht verstanden wissen. „Es ist nicht alles rosarot. Wir dürfen bei den schlechten Dingen nicht wegschauen. Wir müssen sie ändern.“

In Wahrheit sei es doch aber so, dass viele Menschen sicher 1000 Dinge hätten, die gerade gut liefen, und fünf, die schlecht seien. Viele konzentrierten sich nur auf die fünf schlechten Dinge. Wer dagegen in der Lage sei, seinen Willen zu programmieren, könne Ziele erreichen, nur weil er sie sich vorstelle. „Menschen glauben immer wieder, sie seien an der Grenze, dabei sind sie es nicht. Mentales Training kann unsere Möglichkeiten ausdehnen.“

Was das Unterbewusstsein, der „eigentliche Chef“, so Baschab, leistet, zeigte er mit einem Pendelexperiment. Ein Schlüssel an einer Schnur bewegte sich genauso, wie die Probanden – auch zu Hause am Bildschirm – sich das vorstellten. Klingt esoterisch, ist es aber nicht, was der Autor hiermit gerne bestätigt. Das Unterbewusstsein sendet Impulse an die Muskeln. Wir nehmen nicht wahr, wie sich Hand und Arm bewegen, aber sie tun es – und führen den Schlüssel.

Wer positiv denkt, geht mit mehr Energie durchs Leben, erklärte Baschab. Und ist erfolgreicher. „Menschen, die lieben, was sie tun, verdienen auch am meisten Geld, weil ein positiver Sog entsteht.“ Seine Seminare besuchen Topmanager und Spitzensportler. Auch den Bergischen HC hat er schon beraten.

In einem weiteren Experiment versuchten vier Teilnehmer, einen 85-Kilo-Mann nur mit ihren ausgestreckten Zeigefingern in die Höhe zu heben. Das misslang – zunächst. Dann stellten sie sich unter Anleitung von Baschab vor, wie es gelingt, konzentrierten sich auf ihre Kraft – und hoben den Mann hoch: „Mit mentaler Vorbereitung haben sie ein besseres Ergebnis mit weniger Aufwand erreicht“, sagte Baschab. Wie in der alten Weisheit aus dem Sport: „Gewonnen und verloren wird zwischen den Ohren.“

Hinweis: Fast 300 Abrufe hat der Vortrag bislang. Karteninhaber können sich die Aufzeichnung des Abends vier Wochen lang mit ihren Zugangsdaten ansehen.

Nächster Termin und Karten

Termin: Das Wissensforum wird am Dienstag, 25. August, 19.30 Uhr, mit Persönlichkeitstrainer Cristián Gálvez im Livestream fortgesetzt. Thema: „Abenteuer Veränderung: Aufbruch, Motivation, Wachstum“.

Kosten: Eine Karte kostet 49 Euro, Inhaber der RGA-Karte zahlen nur 39 Euro.

Karten per Telefon: (0 25 61) 97 92 888

Karten per E-Mail: info@sprecherhaus.de

Karten online: t1p.de/19n9

Veranstalter: Das Bergische Wissensforum ist eine Reihe von Solinger Tageblatt und Remscheider General-Anzeiger in Zusammenarbeit mit der Volksbank im Bergischen Land, der Firma Walbusch und der Agentur Sprecherhaus.

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