Nächtlicher Einsatz der Feuerwehr

Dachstuhlbrand: Fahrlässige Brandstiftung gilt als Ursache

Von der Wohnung blieben nur rauchende Trümmer. Foto: Patrick Gröne
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Von der Wohnung blieben nur rauchende Trümmer.

Montagearbeiter zieht sich schwere Verbrennungen zu. Er musste in eine Spezialklinik gebracht werden.

Update vom 25. November

Remscheid. Ursache des Feuers, bei dem in der Nacht zu Samstag ein Montagearbeiter schwere Verbrennungen erlitten hatte, ist vermutlich fahrlässige Brandstiftung. Ein Brandsachverständiger hatte gestern die Dachgeschosswohnung an der Wermelskirchener Straße betreten. Konkreter wollte sich die Polizei noch nicht zur Brandursache äußern: „Dafür ist es zu früh.“ ric

Update vom 22. November

Remscheid. Nach dem Dachstuhlbrand in einem Fachwerkhaus in der Wermelskirchener Straße hat die Polizei die Ursache für das Feuer noch nicht klären können. Am morgigen Dienstag soll ein Brandsachverständiger der Kriminalpolizei das Gebäude betreten. „Danach wissen wir hoffentlich mehr“, sagt Stefan Weiand, Polizeioberkommissar und Sprecher des Wuppertaler Präsidiums.

Wie berichtet, war bei dem Feuer in der Nacht zu Samstag ein Montagearbeiter aus Portugal schwer verletzt worden. Der Mann, dessen Alter die Polizei noch nicht hat ermitteln können, erlitt Verbrennungen am Rücken und an den Beinen. Er befindet sich zur Behandlung in einer Duisburger Spezialklinik. Der Portugiese hatte mit fünf weiteren Arbeiten in dem Haus gewohnt. Unter eher einfachen Bedingungen, wie der RGA vor Ort festhalten konnte. An den Fenstern fehlen Gardinen, die Möbel wirken alt und abgewohnt. Die Polizei hat das Haus versiegelt.

Am Sonntag kamen Polizei und Feuerwehr an der Hans-Böckler-Straße zum Einsatz. Dort brannte es in einer Tiefgarage.

Die Befragung der fünf übrigen Arbeiter brachte die Ermittler aufgrund von Sprachschwierigkeiten noch nicht weiter. „Wir haben noch keine belastbaren Aussagen“, sagt Stefan Weiand. Den Sachschaden an dem Fachwerkhaus schätzt er grob auf mehrere tausend Euro. ric

Update vom 21. November

Von Axel Richter

Schwere Verbrennungen erlitt ein Montagearbeiter aus Portugal in der Nacht zu Samstag bei einem Feuer in der Wermelskirchener Straße. Die Flammen zerstörten 20 Prozent seiner Haut. Die Rettungskräfte der Feuerwehr Remscheid brachten den Mann, den sie auf Mitte 30 schätzen, zur Behandlung in eine Duisburger Spezialklinik. Sie sprechen von Verbrennungen zweiten bis dritten Grades.

Wie es dazu kommen konnte, müssen die Ermittlungen der Kriminalpolizei klären. Zwei Tage nach der Brandnacht zeugen die schwarzen Dachbalken von dem Drama, das sich in der Wohnung unter dem Dach des Hauses mit der Nummer 39 zugetragen hat.

Remscheid: Stadt bringt fünf weitere Arbeiter in eine Notunterkunft

Gegen 1.40 Uhr erreichten mehrere Notrufe die Leitstelle Auf dem Knapp. Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Nord rückten aus. Den Bewohnern war es in der Zwischenzeit gelungen, sich selbst auf die Straße in Sicherheit zu bringen. Es handelte sich um Arbeiter aus Portugal, die auf einer Baustelle beschäftigt sind. Unter ihnen befand sich auch der Bewohner des brennenden Dachgeschosses.

Die Feuerwehr bekämpfte den Brand unter anderem mithilfe von Drehleitern.

Der Mann war ansprechbar, musste nach einer ersten Versorgung durch den Notarzt aber sofort von Spezialisten für Brandverletzungen versorgt werden. Zeitgleich nahm die Feuerwehr den Kampf gegen die Flammen auf. Von zwei Drehleitern spritzten sie Wasser auf die Flammen und gingen im Innenangriff unter Atemschutz gegen das Feuer vor.

Es gelang, den Brand auf das Dach und die Wohnung zu begrenzen und ein Übergreifen auf ein unmittelbar angrenzendes Haus zu verhindern. Das ältere Ehepaar, das darin wohnt, musste sein Zuhause allerdings verlassen. „Die beiden Menschen waren sehr aufgeregt“, berichtet Feuerwehr-Einsatzleiter Patrick Gröne. Die Feuerwehr betreute das Paar in einem Rettungswagen. Später in der Nacht konnten beide in ihre Wohnung zurückkehren.

Das Brandobjekt ist dagegen unbewohnbar. Die Stadt brachte die fünf übrigen Montagearbeiter, die mit dem Schwerverletzten in dem Haus gewohnt hatten, in eine Notunterkunft. Die Polizei versiegelte die Eingänge ins Haus. Ein Brandsachverständiger wird in dieser Woche seine Arbeit aufnehmen und nach der Ursache des Feuers suchen.

Die Feuerwehr konnte gegen 4.50 Uhr den Einsatzort wieder verlassen. Um den Grundschutz in der Stadt sicher zu stellen, hatte die Freiwillige Feuerwehr Lennep vorübergehend die Wache Auf dem Knapp besetzt. Der Rest des Wochenendes verlief ruhig für die Feuerwehr. Bis zum Sonntagnachmittag. Kurz nach 14 Uhr waren in einer Tiefgarage der Hans-Böckler-Straße ein Motorroller und ein Stapel Reifen geraten. Die Folge war eine starke Rauchentwicklung. Verletzt wurde dort niemand.

Unser Artikel vom 20. November

Remscheid. Bei einem Dachstuhlbrand an der Wermelskircher Straße in Remscheid ist in der Nacht zu Samstag ein Mann schwer verletzt worden. Wie die Feuerwehr am Samstag mitteilt, wurden die Einsatzkräfte in der Nacht gleich von mehreren Anrufern alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war für die anrückenden Kräfte der Feuerschein zu erkennen.

Alle Bewohner des Wohnhauses hatten sich bereits in Sicherheit gebracht. Ein Bewohner wurde durch die Polizei betreut und an den Rettungsdienst übergeben. Dabei handelte es sich um den Bewohner der betroffenen Dachgeschosswohnung, die komplett im Vollbrand stand. Der Mann wurde bei dem Brand schwer verletzt und nach der notärztlichen Behandlung vor Ort in eine Spezialklinik transportiert.

Wermelskirchener Straße in Remscheid: Haus nach Dachstuhlbrand unbewohnbar

Die Feuerwehr setzte zwei Drehleitern zur Brandbekämpfung ein. Zusätzlich gingen zwei Atemschutztrupps in das Gebäude. Aus dem angrenzenden Nachbargebäude rettete die Feuerwehr zwei Personen, die während der Löschmaßnahmen in einem Rettungswagen betreut wurden.

Insgesamt wurden sechs Atemschutztrupps eingesetzt. Das Feuer zerstörte den Dachbereich sowie die obere Wohnung. Eine Ausbreitung auf weitere Gebäudeteile sowie Nachbargebäude konnten die Wehrleute verhindern. Das Wohnhaus ist jedoch nicht mehr bewohnbar. Fünf Personen mussten die Nacht in einer Notunterkunft verbringen.

Polizei übernimmt Ermittlungen zur Brandursache

Die Wermelskirchner Straße war während des Feuerwehreinsatzes komplett gesperrt. Die Berufsfeuerwehr wurde durch die Freiwillige Feuerwehr Nord unterstützt. Um während der Einsatzdauer den Grundschutz sicherzustellen, besetzte die Freiwillige Feuerwehr Lennep die Hauptwache.

Zur Klärung der Brandursache wird die Polizei die Ermittlungen aufnehmen. red

Erst in der Nacht zuvor war die Feuerwehr zu einem Brand im Gewerbegebiet in Ueberfeld ausgerückt.

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