Möglichkeiten für frischgebackene Mütter

„Mama Mia“ hat nun eine gemütliche Still-Ecke

Michelle (20) ist gerade Mama von eineiigen Zwillingen geworden. Hier, in der gemütlichen Stillecke bei „Mama Mia“, testet die Remscheiderin gerade den gemütlichen Sessel samt Stillkissen. Der kleinen Sophie (3 Monate alt) gefällt es: Sie gluckst vergnügt.
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Michelle (20) ist gerade Mama von eineiigen Zwillingen geworden. Hier, in der gemütlichen Stillecke bei „Mama Mia“, testet die Remscheiderin gerade den gemütlichen Sessel samt Stillkissen. Der kleinen Sophie (3 Monate alt) gefällt es: Sie gluckst vergnügt.
  • Melissa Wienzek
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Getrennter Bereich im Müttercafé an der Elberfelder Straße ist für jede Frau nutzbar.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Viele Möglichkeiten für Mütter in der Remscheider Innenstadt, ihre Babys in Ruhe zu stillen, gibt es nicht. Nun konnte die Fachstelle Frühe Hilfen an der Elberfelder Straße dank Fördergeld aus dem Bundesprogramm „Aufholen nach Corona“ eine gemütliche, geschützte Still-Ecke einrichten.
Lesen Sie passend dazu: In Remscheid fehlen geschützte Räume für das Stillen und Wickeln

Wann ist die Still-Ecke geöffnet?

Die neue Still-Ecke bei „Mama Mia“, Elberfelder Straße 41 (Hinterhof), ist montags bis donnerstags von 9.30 Uhr bis 14 Uhr/14.30 Uhr nutzbar. Immer dann, wenn Annette Stevens und/oder Alexandra Krause von der Fachstelle Frühe Hilfen da sind. „Sollte die Ecke einmal nicht nutzbar sein, weil wir zum Beispiel eine Besprechung haben, hängen wir draußen ein Schild auf“, erklärt Annette Stevens. Denn der Raum wird vielfältig genutzt. In der rechten Ecke, direkt unter dem Apfelbaum mit der Katze, können die Mamas nun in einem gemütlichen Sessel Platz nehmen und ihre Füße auf einem Hocker ablegen. Auch ein Stillkissen sowie Stilltee und Pflegeprodukte stehen bereit. In gemütlicher Atmosphäre mit gedämpftem Licht können die Frauen hier in Ruhe hinter dem Paravent stillen. In den „Mama Mia“-Räumen gibt es zudem eine Wickelmöglichkeit.

Was ist „Mama Mia“?

Ein offenes Müttercafé in der Elberfelder Straße 41 für Mamas von kleinen Kindern im Alter von null bis drei Jahren. Es öffnet aktuell dienstags und donnerstags jeweils von 10 bis 12 Uhr. Hinter „Mama Mia“ stehen die Caritas und der Kinderschutzbund Remscheid. Wer teilnehmen möchte, sollte bitte kurz anrufen: Tel. (0 21 91) 7 91 41 70.

Und was macht die Fachstelle Frühe Hilfen, die auch dort sitzt?

In der Fachstelle Frühe Hilfen von Kinderschutzbund und Caritas an der Elberfelder Straße erhalten werdende Eltern und Eltern von Kindern bis zu drei Jahren kostenfreie Beratung bei allen Fragen rund um Entwicklung, Gesundheit und Ernährung ihres Kindes. Annette Stevens und Alexandra Krause vermitteln, unterstützen und koordinieren je nach Bedarf den Einsatz der Familienhebammen. „Die erste Zeit nach der Geburt ist die vulnerabelste im Leben eines Kindes“, sagt Stevens. Alles, was gefördert und begleitet werden könne, müsse jetzt passieren, damit sich das Kind gut entwickle.

Was sind Familienhebammen?

Familienhebammen sind Hebammen mit einer qualifizierten Zusatzausbildung. Sie betreuen Familien mit erhöhtem Unterstützungsbedarf von der Schwangerschaft bis zum Ende des ersten Lebensjahres des Kindes. „Unsere Tätigkeit geht über die originäre Arbeit einer Hebamme hinaus, was Häufigkeit, Dauer und Inhalte angeht“, erklärt Petra Conrad-Meding, eine der beiden Familienhebammen. Erhöhter Unterstützungsbedarf besteht aufgrund einer belasteten Biografie, aufgrund von psychischen Problemen oder aufgrund von Mehrlingen. „Dann ist es gut, wenn noch zwei Arme mehr da sind“, sagt die zweite Familienhebamme Simone Picard. Das Angebot ist für Familien kostenfrei, freiwillig und unterliegt der Schweigepflicht.

Was machen Familienhebammen?

Sie besuchen die Familien vor Ort und begleiten sie. Sie beantworten Fragen zur Gewichtsentwicklung des Kindes, zum Stillen, zur Ernährung des Babys. Der Fokus liegt hier auf der psychosozialen Arbeit. Die Familienhebammen stärken vor allem die Elternkompetenz. „Wir unterstützen sie dabei, feinfühlig auf ihr Kind zu reagieren“, erklärt Picard. Die Familienhebammen sind zudem Lotsinnen für das Sozial- und Gesundheitswesen. Kontakt: Tel. (0 21 91) 7 91 41 70.

Still- und Wickelmöglichkeiten

Öffentliche Gebäude: Laut Remscheids Sprecherin Viola Juric gibt es im Ämterhaus bei der VHS innerhalb der Behinderten-WC-Anlage eine Wickelmöglichkeit. Zudem bei der VHS in den Allee-Arkaden. Auch kann hier gestillt werden.

Familiencafé: Im „Kamelinchen“, Beethoven-straße 1, ist Wickeln und Stillen möglich.

Allee-Center: Im WC-Bereich im Center ist eine Wickelauflage vorhanden.

Café Sahnetörtchen: Wickeltisch vorhanden. Das familienfreundliche Café lässt Mütter auch stillen.

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