3. Oktober

„Machen Sie bitte genauso weiter“

Diese drei wurden für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet (v. l.): Kai Mosner, Friederike Pohl und Bernhard Ruthenberg.
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Diese drei wurden für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet (v. l.): Kai Mosner, Friederike Pohl und Bernhard Ruthenberg.

Festakt zum Tag der Deutschen Einheit: Oberbürgermeister verleiht Bürgermedaillen an drei Remscheider.

Von Daniel Diekhans

Remscheid. Soziales Engagement stärkt den Zusammenhalt in einer Gemeinde. Auch deshalb verleiht der Rat der Stadt Remscheid seit 2005 regelmäßig Bürgermedaillen, um ehrenamtliche Tätigkeiten zu würdigen. Schon im April beschloss der Rat, mit Friederike Pohl, Bernhard Ruthenberg und Kai Mosner gleich drei Engagierte zu ehren. Jetzt überreichte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) die Bürgermedaillen bei der Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit im Teo Otto Theater.

„Wer kennt Frau Pohl nicht in unserer Stadt?“, fragte Mast-Weisz die 550 Gäste im Saal. Als die Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Behinderung neben ihm auf der Bühne stand, lobte er ihren „hohen Einsatz“. In ihrem Amt spreche Pohl Klartext und kämpfe „kompromisslos“. Ihr Ziel, erklärte der Redner, sei eine Stadtentwicklung, die die Interessen von Menschen mit Behinderung produktiv berücksichtige.

„Er hilft, wo er kann“ – mit diesen Worten stellte der OB Bernhard Ruthenberg vor. Tatsächlich engagiert sich der Dachdeckermeister im Ruhestand beim Bürgerbus – und darüber hinaus. Über Jahre hinweg ist er in das kriegszerstörte Bosnien gefahren, um dort Aufbauhilfe zu leisten. Nach der Flutkatastrophe fuhr er an die Ahr, um den Betroffenen beizustehen. „Er war dort wochenlang tätig“, berichtete Mast-Weisz.

Geehrte trugen sich ins Goldene Buch der Stadt ein

Mit Kai Mosner wurde zudem ein Bürger geehrt, dem das Wohl von Kindern am Herzen liegt. Neben dem Engagement für die Kinderschutzambulanz und das Kinderhospiz Burgholz ist der Unternehmer in der Bewegung, setzt sich vor allem für die Alleestraße ein und ist bei „Wir sind Remscheid“ aktiv. „Machen Sie bitte genauso weiter“, sagte Mast-Weisz zu Mosner – diese Bitte richtete sich an alle Ehrenamtler. Die neuen Träger der Bürgermedaille folgten seiner Bitte, sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen.

Bürgerschaftliches Engagement, sagte der OB, sei besonders wichtig in einer Zeit, in der „Krise scheinbar der Normalzustand ist“. Die wegen des Ukrainekrieges steigenden Energiekosten brächten viele Familien in Remscheid an den „Rand der Belastbarkeit“. Zugleich wies er auf lokale Unternehmen hin, „die bis heute keinen Energievertrag für das nächste Jahr haben“. Mit Blick auf die Deutsche Einheit vom 3. Oktober 1990 erinnerte er daran, dass ein demokratisches Gemeinwesen nicht selbstverständlich sei. Bürgermeister ostdeutscher Kommunen hätten ihm berichtet, wie dort sozialer Protest von „politischen Trittbrettfahrern“ vereinnahmt werde. Intoleranz, Ausgrenzung und Hass, betonte Mast-Weisz, „müssen wir uns in aller Klarheit und Eindeutigkeit entgegenstellen“.

Symphoniker präsentierten ein originelles Programm

Die Bergischen Symphoniker setzten den musikalischen Rahmen zum Tag der Deutschen Einheit, der am Montag im Teo Otto Theater begangen wurde.

Die Einheitsfeier rundeten die Bergischen Symphoniker mit einem originellen Programm ab. Denn ein Konzert für Akkordeon hört man eher selten. Dabei hat bereits Bernhard Molique (1802–1869) ein solches komponiert. Als Gastsolisten präsentierte Generalmusikdirektor Daniel Huppert Maciej Frackiewicz, der mit seinem Akkordeonspiel zahlreiche Auszeichnungen gewonnen hat. Klasse fand das Publikum, mit welcher Geläufigkeit der 33-Jährige von zart hingehauchten zu vital-tänzerischen Klängen wechselte. Großen Applaus gab es auch für die heiteren Stücke, die das mollgetönte Akkordeonkonzert umrahmten - Mozarts Ouvertüre aus dem Singspiel „Der Schauspieldirektor“ und Poulencs Sinfonietta.

Termine

8. Oktober: Ein Wiederhören mit den Bergischen Symphonikern gibt es am Samstag. Im Teo Otto Theater gibt es dann die „Italienischen Operngala“. Drei Gastsolisten singen neben Opern Schlager und Evergreens. Tickets: 28 Euro, Jugendtickets 6,50 Euro).

19. Oktober:Asya Fateyeva (Sopransaxophon) gastiert beim 3. Philharmonischen Konzert - mit einer Gregson-Welturaufführung. Zudem: Haydn und Sibelius.

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