„Lockdown light“

Remscheid wird wieder runtergefahren

Hochgeklappte Tische und Stühle statt vieler Gäste – so wird es in den kommenden vier Wochen wieder in Remscheid und dem Rest der Republik aussehen.
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Hochgeklappte Tische und Stühle statt vieler Gäste – so wird es in den kommenden vier Wochen wieder in Remscheid und dem Rest der Republik aussehen.
  • VonKerstin Neuser
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Erste Reaktionen auf die Beschlüsse.

Berg. Land. Ab Montag, 2. November, und vorläufig bis zum Ende des kommenden Monats werden sich die Remscheider auf einen teilweisen Lockdown einstellen müssen. Bund und Länder haben sich auf Maßnahmen geeinigt, mit denen das Ziel verfolgt wird, private Kontakte möglichst zu vermeiden. Diese sind auch in Remscheid angesichts des Inzidenzwertes von mittlerweile 206,6 nicht mehr lückenlos nachzuverfolgen. Allein am Mittwoch stieg die Zahl der bestätigten Neuinfektionen um 51 Fälle.

Während Schulen, Kindergärten sowie der Groß- und Einzelhandel geöffnet bleiben, dürfen zum Beispiel Gastronomiebetriebe Speisen nur noch liefern oder für den Verzehr zu Hause ausgeben. Der Teil-Lockdown im November betrifft außerdem das Teo Otto Theater, das H2O und alle anderen Bäder, sowie den Freizeit- und Amateursportbetrieb. Spiele des Bergischen HC sind im November nur ohne Zuschauer erlaubt.

Auch der RTV muss, wie alle anderen Vereine, seine Hallen und Vereinsstätten für die kommenden vier Wochen schließen. „Dieser Beschluss trifft den Verein hart, denn obwohl ein vorbildliches Hygienekonzept vorliegt und gepflegt wird, ist es den Mitgliedern nicht gestattet, Sport zu treiben oder sich im Vereinsleben zu beteiligen“, schreibt Vorstandsmitglied Christoph Heinsch in einer ersten Stellungnahme: „Es wird alles ermöglicht, dass, sobald es Änderungen der Regelungen es zulassen, wieder Sport stattfinden kann.“

Kritischer sieht Michael Wenge, Hauptgeschäftsführer der Bergischen Industrie- und Handelskammer, die Vereinbarungen des Corona-Gipfels. „Eine komplette Schließung im Gastronomie- und Freizeitsektor kommt einem selektiven Lockdown für diese Branchen gleich und ist aus unserer Sicht unverhältnismäßig. Gleiches gilt für das Verbot privater Übernachtungen in Hotels. Erfreulich ist, dass Schulen und Kindertagesstätten laut der Beschlussvorlage zumindest weiterhin geöffnet bleiben sollen“, sagt Wenge. Statt das Fehlverhalten Einzelner auf eine gesamte Branche abzuwälzen, müssten gezielte Maßnahmen getroffen werden, sonst drohten zahlreiche Insolvenzen. ab/neu

Verfolgen Sie alle Entwicklungen in unserem Live-Blog zur Corona-Situation in Remscheid.

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