Rat lobt Umzugspläne für Stadtteil-Bücherei

Hier könnte die Stadtteil-Bücherei in Lüttringhausen ihr neues Domizil finden. Archivfoto: Roland Keusch
+
Hier könnte die Stadtteil-Bücherei in Lüttringhausen ihr neues Domizil finden. Archivfoto: Roland Keusch

Bibliothek soll in Feuerwehrhaus ziehen

Von Frank Michalczak

Lüttringhausen. Die Stadtteil-Bücherei in Lüttringhausen könnte in einigen Jahren von der Gertenbachstraße in das ehemalige Feuergerätehauses an der Richard-Königs-Straße ziehen. Literaturfreunde sollen sich dort künftig über moderne Räume freuen. Diese wären, anders als an der Gertenbachstraße, barrierefrei. Vorgesehen sind moderne Technik und auch die Möglichkeit zum Verweilen, außerhalb des eigentlichen Büchereibetriebes.

Zum Thema wurde dies zuletzt im Rat, wo Stadtdirektor Sven Wiertz den Politikern erklärte, dass eine Machbarkeitsstudie für den Umbau in Auftrag gegeben wurde. Kernaussage: „Eine Verlagerung in die Feuerwache ist möglich. Und dies wird von der Verwaltung begrüßt“, sagte Wiertz.

Eine Voraussetzung für die konkreteren Planungen müsse aber erfüllt sein: Mit langjährigen Mietern, die oberhalb der eigentlichen Wache eine Wohnung haben, gelte es, eine Einigung zu finden. „Dazu laufen Gespräche. Aber: Ohne eine zusätzliche Etage würde das Konzept nicht funktionieren“, erläuterte der Kämmerer, der im Rat Einwohnerfragen zum Thema beantwortete.

Vorgetragen wurden sie von Wolfgang Luge, der sich für die Initiative „Die Lütteraten“ engagiert. Der Verein trägt ehrenamtlich die Einrichtung, die in Lüttringhausen beliebter Treffpunkt ist. Unter anderem wollte er wissen, ob es denn einen Plan B gebe, sollten die Umbaupläne in der Feuerwache dann doch nicht funktionieren. „Es wurde bisher ein alternativer Standort in einem ebenfalls städtischen Gebäude vorgeprüft, und zwar die ehemalige Post an der Richard-Pick-Straße. Eine Machbarkeitsstudie wurde aber nicht erstellt“, erklärte Wiertz.

Die Konturen für eine Bücherei-Zukunft im Feuerwehrgerätehaus sind da schon wesentlich schärfer: Unter anderem sei der Einbau eines Aufzugs geplant, mit dem die Besucher vom ersten ins zweite Stockwerk gelangen können, wie der Stadtkämmerer im RGA-Gespräch hinzufügte.

Wirtschaftlichkeitsberechnung muss noch vorgenommen werden

Sein Ziel ist es, die Investition im Doppelhaushalt 2021/2022 aufzunehmen. Für die Finanzierung will er unter anderem Rücklagen verwenden, wobei eine Wirtschaftlichkeitsberechnung noch vorgenommen werden müsse. Flexibel sei derweil der bestehende Mietvertrag an der Gertenbachstraße gestaltet – mit einer einjährigen Kündigungsfrist.

Auf viel Zustimmung stieß das Ganze bei den Vertretern der Ratsfraktionen und -gruppen. Für die CDU merkte deren Fraktionsvorsitzender Jens Nettekoven an, „den Plänen sehr positiv gegenüberzustehen“. SPD-Fraktionschef Sven Wolf urteilte, dahinter stecke „eine kluge Idee“. Wolf Lüttinger (FDP) sah einen weiteren Vorteil darin, eine Nachnutzung für eine „schwierige Immobilie“ zu finden. Denn seit dem Bau des neuen Gerätehauses Am Schützenplatz 2016/2017 ist das Denkmal verwaist – bis auf die zwei Mietparteien, die hier noch leben. Ebenfalls wohlwollend äußerten sich David Schichel (Grüne), Fritz Beinersdorf (Linke) und Waltraud Bodenstedt (WiR).

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Corona: Ab Freitag gilt Inzidenzstufe 1 - Inzidenz nicht weiter gestiegen
Corona: Ab Freitag gilt Inzidenzstufe 1 - Inzidenz nicht weiter gestiegen
Corona: Ab Freitag gilt Inzidenzstufe 1 - Inzidenz nicht weiter gestiegen
Inzidenzstufe 1: Diese Corona-Regeln gelten in Remscheid ab Freitag
Inzidenzstufe 1: Diese Corona-Regeln gelten in Remscheid ab Freitag
Inzidenzstufe 1: Diese Corona-Regeln gelten in Remscheid ab Freitag
Die Vergessenen aus dem Morsbachtal
Die Vergessenen aus dem Morsbachtal
Die Vergessenen aus dem Morsbachtal
Feuerwehr rüstet nach Hochwasser auf - Neues Fahrzeug vom Land
Feuerwehr rüstet nach Hochwasser auf - Neues Fahrzeug vom Land
Feuerwehr rüstet nach Hochwasser auf - Neues Fahrzeug vom Land

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare