Livemusik verschönert Adventsgottesdienst

Sie traten in der Heilig-Kreuz-Kirche auf (v. l.): Marijke Wiesenekker, Michiel Wiesenekker und Christine Bär. Foto: Doro Siewert
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Sie traten in der Heilig-Kreuz-Kirche auf (v. l.): Marijke Wiesenekker, Michiel Wiesenekker und Christine Bär. Foto: Doro Siewert

Kantor Peter Bonzelet gewinnt freiberufliche Künstler für Auftritte in der Kirche Heilig Kreuz

Von Sabine Naber

Lüttringhausen Zwei dicke rote Kerzen brannten am Adventsgesteck in einer großen Wurzel im Altarraum der katholischen Kirche Heilig Kreuz in Lüttringhausen und verbreiteten feierliche Stimmung. Bei der auch die Musik nicht fehlte. Dass das in Corona-Zeiten möglich war, dafür hatte Kantor Peter Bonzelet gesorgt.

Denn er hat in diesem Jahr den Kirchenmusiketat nicht gebraucht, so dass dreieinhalb tausend Euro aus dem Budget noch unangetastet waren. „Ich habe dann freiberufliche Sänger und Musiker, die in der Vergangenheit schon mal bei uns gespielt und es ja zurzeit schwer haben gefragt, ob sie Lust haben, zu uns zu kommen“, erzählt der Kantor. Und die seien dankbar gewesen, dass sie spielen konnten. Am gestrigen Vormittag eröffneten die Lenneperin Christine Bär (Gesang), Marijke Wiesenekker (Mandoline) und Michiel Wiesenekker (Bassgitarre) den feierlichen Gottesdienst mit „Music for a while“ von Purcell. Da heißt es tröstlich gleich zu Beginn: „Musik für eine Weile soll alle Ihre Sorgen betören.“ Peter Bonzelet spielte die Orgel auf der Empore und sang zu „Richtet euch auf“. Denn gemeinsamer Gesang wäre in einem einstündigen Gottesdienst höchstens für vier Minuten erlaubt. „Das haben wir einmal mit Maske ausprobiert. Aber dann waren wir uns einig, dass das keine gute Idee ist“, machte der Kantor deutlich.

Pfarrer Jürgen Behr stellte in seiner Predigt am Nikolaustag Johannes den Täufer in den Mittelpunkt. Er ruft im Evangelium die Menschen zur Umkehr auf. Es gehe ihm darum, dass die Menschen ihr Verhalten überdenken und, wo es erforderlich ist, ändern. Der Geistliche schlug damit eine Brücke zu Corona-Zeiten und den bevorstehenden Impfungen, in denen Solidarität nötig ist. „Ich glaube, das gehört alles zur Adventszeit dazu. Das hat auch der Nikolaus, neben St. Martin einer der bekanntesten Heiligen, geleistet. Er hat solidarisch mit den anderen Menschen gelebt.“

Das Musikensemble glänzte mit dem geistlichen Lied „Amazing Grace“, das zu den beliebtesten Kirchenliedern der Welt zählt. Wunderbar harmonisch erklang „Aria Cantilena, ein Lied des brasilianischen Komponisten Heitor Villa-Lobos bevor zum krönenden Abschluss Max Regers bekannte Komposition „Mariä Wiegenlied“ zu hören war.

Am dritten Advent werden Florian Höck am Saxophon und Kantor Peter Bonzelet an der Orgel in den Gottesdiensten St. Bonaventura (10 Uhr) und Heilig Kreuz (11.30 Uhr) für Musik sorgen. Am vierten Advent ist Jana Mosemann mit der Querflöte zu Gast.

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