Serviceclub

Lions Club unterstützt Kinder und Jugendliche mit Rekordsumme

Karl-Richard Ponsar (Kinderschutzbund), Sandra Engelberg (Caritas), Dorothea Schauf und Martin Roggenkamp (beide Ärztliche Kinderschutzambulanz) nahmen die Spenden von Lions-Kalender-Organisator Joachim Marx und Lions-Präsident Oliver Teubler (v. l.) entgegen. Foto: Roland Keusch
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Karl-Richard Ponsar (Kinderschutzbund), Sandra Engelberg (Caritas), Dorothea Schauf und Martin Roggenkamp (beide Ärztliche Kinderschutzambulanz) nahmen die Spenden von Lions-Kalender-Organisator Joachim Marx und Lions-Präsident Oliver Teubler (v. l.) entgegen.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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18 000 Euro kamen durch den Adventskalenderverkauf zusammen – Dieses Jahr ist eine Postkartenedition geplant.

Remscheid. Der Lions Club „Wilhelm Conrad Röntgen“ unterstützt erneut diejenigen Einrichtungen in Remscheid, die sich gezielt um das Wohl von Kindern und Jugendlichen kümmern. Die Ärztliche Kinderschutzambulanz erhält 9000 Euro, der Verein „Notbremse“, die Familienberatungsstelle des Kinderschutzbundes sowie die Familienberatung der Caritas Remscheid jeweils 3000 Euro.

Der Erlös stammt aus dem traditionellen Adventskalenderverkauf 2020 – der Wert markiert ein neues Rekordergebnis, sagt Lions-Präsident Oliver Teubler. Noch nie sei der Kalender so schnell ausverkauft gewesen. „Firmen haben uns den Kalender zudem abgekauft, weswegen er dieses Mal auch schnell weg war“, sagt Joachim Marx, der das Kalenderprojekt im 15. Jahr betreut. Sogar nach Australien oder England seien die Pappkalender mit Lüttringhauser Titelfoto von Gerd Krauskopf versandt worden. „Vielen Leuten geht es gar nicht so sehr um die Gewinne darin, sie wollen vielmehr den guten Zweck unterstützen“, erklärt Marx. „Mittlerweile reißen uns die Menschen den Kalender aus den Händen“, freut er sich. Seit 2019 ist dieser nicht mehr mit Schokolade oder Tee gefüllt – der Lions Club möchte Müll vermeiden. Diesen Ansatz unterstützten viele Käufer, sagt Marx. Dennoch gab es mit etwas Glück einen Gewinn: Jeder der Adventskalender fungierte dank einer Nummer als Los. So versteckten sich 125 Sachspenden im Gesamtwert von rund 6500 Euro hinter den Türchen.

Die Spendenempfänger sind dankbar. „Wir möchten das Geld einsetzen, um unsere digitale Infrastruktur und technischen Möglichkeiten in der Beratung auszubauen“, sagt Karl-Richard Ponsar vom Kinderschutzbund.

„Wir haben verstärkt mit aggressiven Kindern in Kitas zu tun.“

Karl-Richard Ponsar

Vor allem geräuscharme Luftfilter musste die Einrichtung gerade anschaffen – denn für manche Beratung im präventiven Bereiche müsse man das Kind einfach vor Ort sehen. „Wir haben verstärkt mit aggressiven Kindern in Kitas zu tun“, berichtet er.

Die „Notbremse“, ein Projekt von Caritas, Kinderschutzbund, Schlawinern und Diakonischem Werk, unterstützt Kinder und Jugendliche, die finanziell in Not sind. „Das Geld könnten wir gut für digitale Endgeräte einsetzen“, sagt Caritas-Geschäftsführerin Sandra Engelberg. In der Familienberatung möchte die Caritas die Spenden für Familien einsetzen, die gerade wegen Corona auf Hilfe angewiesen sind. Und die Ärztliche Kinderschutzambulanz möchte die Büro- und Therapieräume für die anderthalb neuen Psychologenstellen einsetzen. Zudem müsse in einen neuen Server investiert werden.

Auch dieses Jahr will der Lions Club „Wilhelm Conrad Röntgen“ den Kalender wieder drucken lassen. Geplant ist zudem ein Postkartenverkauf: Zusätzlich zum Kalender soll an den Verkaufstagen eine Karten-Edition mit den Titelbildern der einstigen Kalender an den Mann gebracht werden, ebenfalls für den guten Zweck. Diese beiden Aktionen werden wohl die einzigen sein, die dieses Jahr wegen Corona machbar sind, sagt Teubler. „Jegliche andere Activity verbietet sich.“ Die 35 Mitglieder können sich zurzeit nur virtuell treffen.

Der Club

Der Lions Club Remscheid „Wilhelm Conrad Röntgen“ wurde am 26. April 2004 gegründet. Er ist ein gemischter Serviceclub: Männer und Frauen arbeiten gleichermaßen mit. Der Club hat zurzeit 35 aktive Mitglieder. Auf der Lions-Landkarte gehört er zum Multi-District MD 111 Westfalen-Ruhr. Ziel ist es, mit dem Erlös aus Projekten besonders Kinder und Jugendliche in Remscheid zu unterstützen.

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