Klosterkirche

Bei Udo Lindenberg stimmt einfach alles

Erster Auftritt nach der Corona-Pause in seiner alten Heimat Remscheid: Jörg Knör. Foto: Roland Keusch
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Erster Auftritt nach der Corona-Pause in seiner alten Heimat Remscheid: Jörg Knör.

Der Remscheider Parodist Jörg Knör spielte zwei Shows in der Klosterkirche. Das Beste kam zum Schluss.

Von Sabine Naber

Remscheid. Sein erster Arbeitstag nach dem Urlaub, der wegen Corona sechs Monate gedauert hatte, führte ihn in die Klosterkirche: „Ich konnte es kaum abwarten nach Lennep zu kommen und Ihren Applaus zu hören“, gab Jörg Knör freudestrahlend zu, als er Freitag zur Eröffnung der Saison zwei Shows hintereinander präsentierte. „Das hat ein bisschen Clubatmosphäre“, sagte der Entertainer mit Blick in den Saal.

Weil momentan nur 96 Gäste erlaubt sind und der Abstand eingehalten werden muss, hatte das Team um Sonja Tewinkel zwischen zwei Sitzplätze ein Tischchen installiert, auf dem eine Kerze und die Getränke Platz fanden. Beide Shows waren so gut wie ausverkauft. Das ist kein Wunder, denn der Parodist entführte „In 90 Minuten um die Promi-Welt“ und hatte die Reichen und Schönen fast alle im Repertoire.

Knör bringt Promis auf die Bühne

Ob Dieter Bohlen und Bruce Darnell, die im Wohnwagen auf Tour gehen oder Désirée Nick, die er sagen lässt: „Voriges Jahr habe ich eine Weltreise gemacht. Dieses Jahr wollte ich mal was anderes sehen“ - er bringt sie nicht nur stimmlich, sondern mit Gesten und Marotten perfekt auf die Bühne. Natürlich auch Reiner Calmund, der nach seiner Magenverkleinerung sicherheitshalber im Wohnmobil urlaubt: „Im Hotel wäre ich gefährdet mit den Buffets und dem leckeren Schmalzgebäck. Nächstes Jahr lasse ich mir auch die Augen verkleinern“, beschließt er.

In 90 Minuten um die Promi-Welt mit Jörg Knör 

Jörg Knör in der Klosterkirche.
Jörg Knör in der Klosterkirche. © Roland Keusch
Jörg Knör in der Klosterkirche.
Jörg Knör in der Klosterkirche. © Roland Keusch
Jörg Knör in der Klosterkirche.
Jörg Knör in der Klosterkirche. © Roland Keusch
Jörg Knör in der Klosterkirche.
Jörg Knör in der Klosterkirche. © Roland Keusch
Jörg Knör in der Klosterkirche.
Jörg Knör in der Klosterkirche. © Roland Keusch
Jörg Knör in der Klosterkirche.
Jörg Knör in der Klosterkirche. © Roland Keusch
Jörg Knör in der Klosterkirche.
Jörg Knör in der Klosterkirche. © Roland Keusch
Jörg Knör in der Klosterkirche.
Jörg Knör in der Klosterkirche. © Roland Keusch
Jörg Knör in der Klosterkirche.
Jörg Knör in der Klosterkirche. © Roland Keusch
Jörg Knör in der Klosterkirche.
Jörg Knör in der Klosterkirche. © Roland Keusch
Jörg Knör in der Klosterkirche.
Jörg Knör in der Klosterkirche. © Roland Keusch
Jörg Knör in der Klosterkirche.
Jörg Knör in der Klosterkirche. © Roland Keusch
Jörg Knör in der Klosterkirche.
Jörg Knör in der Klosterkirche. © Roland Keusch
Jörg Knör in der Klosterkirche.
Jörg Knör in der Klosterkirche. © Roland Keusch
Jörg Knör in der Klosterkirche.
Jörg Knör in der Klosterkirche. © Roland Keusch
Jörg Knör in der Klosterkirche.
Jörg Knör in der Klosterkirche. © Roland Keusch
Jörg Knör in der Klosterkirche.
Jörg Knör in der Klosterkirche. © Roland Keusch
Jörg Knör in der Klosterkirche.
Jörg Knör in der Klosterkirche. © Roland Keusch

Das Publikum amüsierte sich. Blitzschnell zeichnet Knör zwischendurch Karikaturen auf seiner Staffelei. „Optisch sieht man, was Politik mit den Menschen macht“, behauptet er, nachdem er Angela Merkel in die Klosterkirche geholt hat und sie einmal mehr durch den Kakao zieht. Daumen und Zeigefinger werden zur Raute, wenn er sie vom Mindestabstand erzählen lässt, der ihr bei Donald Trump viel zu kurz erscheint. „Bei Emmanuel - das klingt schon so erotisch - ist das anders“, heißt es dann, während Knör das Lied „Je t’aime“ trällert.

Tom Jones lässt er stimmgewaltig ein Lied für die Queen singen, die ihn zum Ritter geschlagen hatte. „Darum beneide ich ihn. Warum passiert mir das nicht. Sir Knör, das würde doch großartig klingen.“

Auch Schwarzeneggers österreichisch eingefärbtes Englisch beherrscht er perfekt. Und wechselt zwischen Arnold und seinem Übersetzer, der sich allerdings nicht genau ans Gesagte hält. Fehlen durfte auch Helmut Schmidt nicht, der von seiner Frau Loki gefragt wurde, was er im vergangenen Jahr zu seinem 100. Geburtstag gespürt hat. Knör steckte sich eine Zigarette an, blies den Qualm genüsslich in die Luft und sinnierte: „Ich hatte tatsächlich ein Kribbeln im Bauch. Aber ich brauche nur ‘ne Kippe und Rauch.“ Aber man habe die Sturmflut und zwei Weltkriege überstanden. „Und das kleine Ding kriegt uns auch nicht unter.“

Heinz Erhard brachte die Zuhörer zum Lachen, Lagerfeld ließ er zur Musik von „Ganz Paris träumt von der Liebe“ herrlich nuscheln und Gerhard Schröder von seiner jungen Kim schwärmen: „Asiatinnen sind im Pflegeberuf einfach die Besten.“

Er zeichnete Rudi Carrell, in dessen Show „Am laufenden Band“ 1975 erstmals auf einer Bühne stand und behauptete, Helmut Kohl dürfe er nicht mehr parodieren. „Das hat der Höllenhund Maike verboten.“ Dass der Stimmenimitator das auch ohne Text prächtig hinkriegt, bewies er im Anschluss.

Am Saxofon beweist Knör, dass er auch gefühlvoll Musik machen kann

Weil das Beste bekanntlich zum Schluss kommt, tänzelte nach 90 Minuten Udo Lindenberg auf die Bühne. Und man muss zweimal hingucken, ob es nicht der Echte ist. Im Hintergrund ist das Bild vom Hamburger Hotel Atlantic zu sehen, in dem Lindenberg lebt, der Song „Cello“ erklingt. Sein Outfit – lange Haare, Sonnenbrille, ganz in Schwarz gekleidet –, seine Mimik, die fahrige Motorik und natürlich die Stimme, es stimmte einfach alles. Bei dieser Parodie ist Knör fast noch besser als das Original. Dann greift der Entertainer noch zum Saxofon, denn auch Musik machen, kann er gefühlvoll.

Vorschau

Nächstens im Programm der Klosterkirche: Kommenden Donnerstag wird um 20 Uhr Dave Davis mit „Ruhig Brauner! Preview zum neuen Programm“ zu Gast in der Klosterkirche sein. Am 23. August ist um 17 Uhr Luiza Borac mit „Weltklasse am Klavier“ zu hören. Alle Infos zum Programm sowie den Ticketshop finden Sie unter: www.klosterkirche-lennep.de.

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