Geburten im Sana-Klinikum

Lilien und Lilly sind die Neujahrsbabys in Remscheid

Die ersten Babys 2022 im Sana-Kreißsaal: Sana-Oberarzt Dr. Thomas Büsser mit Alicja Bozena Desol und ihrer Tochter Lilien (linkes Bild); rechts Henning und Anna Denkler mit ihrer Tochter Lilly. Fotos: Doro Siewert
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Henning und Anna Denkler mit ihrer Tochter Lilly: Die Kleine kam zwar nicht als Erste 2022, dafür aber zu einer sehr symbolträchtigen Uhrzeit zur Welt.

Viel Betrieb an Neujahr auf der Geburtsstation des Sana. Das erste Baby kam um 0.59 Uhr, das zweite zu einer symbolträchtigen Uhrzeit. Appell des Oberarztes an alle Schwangeren. Drei junge Mütter mussten beatmet werden.

Von Andreas Weber

Remscheid. Die Neujahrsbabys ließen nicht lange auf sich warten im Sana-Klinikum. Für Henning und Anna Denkler wird die Geburt ihrer Tochter auch aufgrund der Uhrzeit unvergesslich bleiben: Lilly Isabel kam am 1.1.2022 nachts um 1.22 Uhr zur Welt. Sie ist 53 Zentimeter groß und wiegt 3830 Gramm.

Erfahrungen im Kreißsaal sammelten ihre Eltern zwar noch nicht, gleichwohl sind sie mit Medizin beruflich vertraut. Henning Denkler (47) ist Apotheker in Remscheid, Anna (38) Unfallchirurgin im Sana-Klinikum Rade.

Dr. Thomas Büsser konnte Lilien Alicja als erstes Baby 2022 im Sana-Klinikum begrüßen: Mama Alicja Bozena Desol hatte sich für die Entbindung in Remscheid entschieden.

Exakt 23 Minuten vor Lilly wurde Lilien Alicja im Sana geboren, ebenfalls eine Remscheiderin. Die Tochter von Alicja Bozena Desol (36) wiegt 2850 Gramm, misst 47 Zentimeter, und hat mit Maximilian einen 21 Monate alten Bruder.

Für das Team in der Sana-Geburtsklinik begann 2022 arbeitsreich. Bis Sonntagmittag wurden kurz nach dem Jahreswechsel zehn Kinder geboren. „Wir haben stark angefangen, das ist ein hoffnungsvolles Zeichen für dieses Jahr“, freut sich Dr. Thomas Büsser, leitender Oberarzt in der Geburtshilfe.

Sana: Grund für weniger Geburten hat mit Corona zu tun

Insgesamt 1272 Geburten verzeichnete das Sana im vergangenen Jahr, 30 Prozent der Babys wurden davon mit Kaiserschnitt geholt, die Hälfte davon geplant, die andere mit einer „sekundären Sectio“ (bei auftretenden Komplikationen). Dass das Sana 17 Geburten weniger verzeichnete als 2020, hat einen Grund, erklärt der 56-jährige Gynäkologe.

Denn seine Klinik zählte in Covid-19-Zeiten zu den Häusern, die zur Jahresmitte den Schutz der Patienten und des Personals als strenges Gebot postulierte und vorübergehend auf Familienzimmer verzichtete, Väter zwar zur kompletten Geburt zuließ, selbst wenn diese zu einem zeitlichen Marathon wurde, aber den Komfort und Zauber der ersten gemeinsamen Stunden, das Bonding, untersagte. „Wir zählten zu den Letzten, die sich wieder geöffnet haben. Das hat uns einige werdende Mütter gekostet, die in Geburtskliniken gingen, wo es erlaubt war.“

70 Patientinnen entschieden sich deshalb um. „50 Geburten haben wir ab dem Juli schon wieder aufgeholt“, berichtet Dr. Thomas Büsser. Dabei lag das Sana mit den 1272 völlig im grünen Bereich. „Zwischen 1200 und 1400 Geburten im Jahr sind wir wirtschaftlich gut aufgestellt.“
Das 1000. Baby im Jahr 2021 war übrigens Henri.

Dr. Thomas Büsser: Dringender Appell für Impfung

Einen Appell richtet Büsser an Schwangere, einen Trugschluss widerlegend: „Lassen Sie sich impfen. Denn wenn sie Corona bekommen, haben sie ein zehnfach höheres Risiko im Krankenhaus stationär behandelt werden zu müssen.“ Der Oberarzt hat im Frühjahr drei Fälle junger, gesunder Schwangerer im Haus erlebt, die positiv getestet, nach dem Kaiserschnitt intensivmedizinisch betreut und beatmet werden mussten.

Standpunkt von Andreas Weber: Das geht richtig gut los

andreas.weber@rga.de

In jedem Anfang wohnt ein Zauber. Nirgendwo gilt dies mehr als in einem Kreißsaal. Ständig wird dort neues Leben geschenkt. Auch das Sana-Klinikum in der Burger Straße konnte am ersten Wochenende 2022 mit Recht sagen: Das ging richtig gut los.

Für Hebammen und Ärzte verlief es extrem arbeitsam, aber erfüllend. Die „Cheerleader am Wegesrand, die werdende Mütter auf dem langen Berganstieg bis zum Geburtsgipfel begleiten“, wie Oberarzt Dr. Thomas Büsser bildlich ausdrückt, dass Geburtshilfe viel mit Psychologie und der Vermittlung von Vertrauen zu tun hat, können zufrieden sein. Denn volle Betten in der Geburtsstation stehen für Nachwuchs, für glückliche Eltern, für Meilensteine in der Familie und für unser aller Zukunft.

In diesen schweren Zeiten signalisieren die jungen Erdenbürger: Es geht weiter, Corona zum Trotz. Natürlich bringt Covid-19 viel Leid, aber die Welt steht deshalb nicht still. Neue Generationen wachsen heran, die diese Pandemie nur noch vom Hörensagen kennen. Zum zweiten Mal berichtet der RGA über Neujahrsbabys in Corona-Zeiten, zum zweiten Mal ist die Geschichte ein Mutmacher zum Auftakt des Jahres.

Dazu auch: Sana-Klinikum führt Hebammen-Visite ein

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