Extrabreit-Frontmann im Haus Eifgen

Lesung von Kai Havaii: Ex-Agent gerät ins Epizentrum einer globalen Verschwörung

Liest am 1. Februar im Haus Eifgen: Kai Havaii taucht mit „Hyperion“ ins Schattenreich der Geheimdienste ein.
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Liest am 1. Februar im Haus Eifgen: Kai Havaii taucht mit „Hyperion“ ins Schattenreich der Geheimdienste ein.
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
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Extrabreit-Sänger Kai Havaii liest im Haus Eifgen in Wermelskirchen aus seinem zweiten Thriller „Hyperion“

Wermelskirchen. Irgendwo zwischen Antalya und Beirut wacht Felix Brosch auf dem Mittelmeer auf. Eingepfercht in einer sargähnlichen Kiste auf einem kleinen Frachter, mit brummendem Schädel und einer Todesahnung. Mit der Mossad-Agentin Yael Rubin ist der ehemalige Agent des Militärischen Abschirmdienstes auf dem Weg in ein Verlies der Hisbollah. Von einer beschaulichen Berghütte in den bayerischen Alpen hat es den Koch aus seinem bürgerlichen Leben in die Hölle befördert, ins Epizentrum einer globalen Verschwörung. Seine Ruhe wollte Brosch haben, Wanderer verköstigen, nun spielt er als Undercover-Agent und Schauspieler um sein Leben.

Kai Havaii legt mit „Hyperion“ seinen zweiten Hochpräzisionsthriller vor, aus dem er am 1. Februar im Haus Eifgen in Wermelskirchen lesen wird. Hyperion, der Lichtbringer, ist der Kopf einer rechtsradikalen Terrororganisation, die mit weltweiten Anschlägen den Judenhass befeuert. Realistisch, detailreich und kompromisslos treibt der Sänger der Band Extrabreit einen Plot voran, der - wie sein Debüt „Rubicon“ (2019) - keine Atempausen einlegt. Das Schreiben ist ihm, wie Havaii sagt, zur zweiten Natur geworden. Dem 65-jährigen Hagener, der seit vielen Jahren in Hamburg heimisch ist, bedeutet die Autorentätigkeit mittlerweile so viel wie seine Live-Präsenz mit Deutschlands dienstältesten, aber quietschlebendigen Rock‘n’Roll-Urgesteinen.

Als Romanschreiber hat sein Arbeitsleben eine klare Struktur

Als begnadeter Texter hatte sich Havaii schon mit der Autobiografie „Hart wie Marmelade“ (2007) empfohlen, als Romanschreiber knüpft er daran an. Beide Krimis erhielten begeisterte Kritiken von Lesern, die das Suspense-Genre lieben. Intensive, mehrjährige Recherche ist die Basis. Ging es bei „Rubicon“ um den Afghanistan-Krieg und die kalabrische Verbrecher-Hydra ‘Ndrangheta, taucht „Hyperion“ in den Kosmos der Verschwörungstheoretiker und das zwiespältige Schattenreich der Geheimdienste ein. Eine faszinierende Welt, sagt Havaii, der er sich näherte, in der er tief grub. Havaii las Bücher, Zeitungsartikel, sah TV-Dokus, Filme, recherchierte online, führte Interviews mit Geheimdienstexperten und Reportern, die sich in der rechten Szene auskennen. Er fand Quellen, die ihm erklärten, wie man ein Auto kurzschließt oder Begriffe aus der libanesisch-arabischen Umgangssprache verrieten.

Akribie gehört für Havaii zum Handwerk. Er studierte Google Street View, Satellitenbilder, blickte auf dem Bildschirm in Speisekarten von Restaurants, zog Honig für seine Story aus Reiseblogs. Eigentlich wollte er nach Tel Aviv reisen, wo ein Teil der Handlung spielt, aber Corona kam dazwischen. „Was aber nicht so schlimm war, denn ich konnte mein Puzzle in weiteren Bereichen aus sekundären Quellen zusammensetzen.“

Sein Futter holt er sich am Schreibtisch. Der Mann, der früher ein wildes Leben als Rockmusiker führte, das ihn in den Abgrund blicken ließ, liebt klare Strukturen. Wenn nicht mit Extrabreit unterwegs, steht er morgens gegen 7 Uhr auf, trinkt Kaffee, sichtet E-Mails, liest im Internet Tagesnews. Danach geht Havaii 1000 Meter schwimmen in einem benachbarten Bad, frühstückt und beginnt mit Schreiben und Recherche. Immer vier, fünf Stunden, dann folgt ein Päuschen, Treffen mit Freunden oder alleine chillen. „Je nach Tagesform arbeite ich danach noch mal ein, zwei Stunden.“

Nach Beendigung der vielfach ausverkauften Weihnachts-Blitztournee mit seinen Hagener Kumpels stürzt sich Kai Havaii in Roman Nr. 3. Grobe Ideen hat er schon. In drei Jahren wird man wieder von ihm lesen bei seinem Verlag Rütten & Loening.

Lesung mit Kai Havaii im Haus Eifgen

Die Buchhandlung Gabi van Wahden lädt für Mittwoch, 1. Februar, 19.30 Uhr, ins Haus Eifgen in Wermelskirchen zu einer Lesung mit Kai Havaii ein. Der Hamburger Thrillerautor wird seinen zweiten Roman „Hyperion“ vorstellen, der im Oktober 2022 beim Berliner Verlag Rütten & Loening (512 Seiten) erschienen ist.

Der Eintritt kostet 13 Euro im Vorverkauf, 15 Euro an der Abendkasse.

Moderiert wird die Veranstaltung von dem Wermelskirchener Journalisten Armin Himmelrath.

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