Baumgeschichte

Lenneper zieht Linde seit 35 Jahren auf

Aus einem Setzling wurde ein Prachtbaum: Peter Honsberg hegt und pflegt am Hackenberg bereits seit 35 Jahre seine Linde.
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Aus einem Setzling wurde ein Prachtbaum: Peter Honsberg hegt und pflegt am Hackenberg bereits seit 35 Jahre seine Linde.

Peter Honsberg erzählt seine Baumgeschichte.

Zahlreiche Leser haben uns in den vergangenen Wochen ausgehend von der RGA-Serie „Bäume in der Stadt“ ihre persönliche Geschichte über ihren Lieblingsbaum erzählt. So hat auch RGA-Leser Peter Honsberg eine E-Mail an den Tüpitter geschrieben. Heute veröffentlichen wir an dieser Stelle unsere letzte „Baumgeschichte“ von Peter Honsberg:

Kein Geringerer als Martin Luther sagte schon: „Und wenn Du wüßtest, daß morgen die Welt unterginge, so sollst Du heute noch einen Baum pflanzen.“ In diesem großen Wort eines großen Mannes spiegelt sich die Bedeutung des Baumes für die Menschheit wider. Man soll bekanntlich im Leben auch erstens Kinder in die Welt setzen, zweitens ein Haus bauen und drittens einen Baum pflanzen. Da ist schon wieder mein Freund der Baum, der so mal eben gratis und franko mittels der Photosynthese den lebensnotwendigen Sauerstoff für uns spendet, und vieles mehr. Hat vielleicht deshalb der Mensch heutzutage nichts Besseres zu tun, als in allen Erdteilen die Bäume abzuholzen, um zum Beispiel Monokulturen wie Ölpalmen anzupflanzen?

Als Freund des Baumes beschloss auch ich ein Exemplar nicht nur zu pflanzen, sondern auch selbst aufzuziehen. Meine Wahl fiel auf die Linde, die maximal bis zu 1000 Jahre alt werden und Wuchshöhen von bis zu 40 Meter erreichen kann. Ich besorgte mir in der Natur einen Steckling von einer Linde, legte ihn in ein Glas Wasser und wartete und wartete, so über ein halbes Jahr, bis mein Lindensteckling anfing, Wurzeln zu bilden. Dann war wieder Warten und Warten angesagt, bis mir die Wurzeln lang und stark genug erschienen für das Umpflanzen in einen Blumentopf. Dann war wieder Warten und Warten angesagt, bis ein Miniwachstum erkennbar war.

Meine Geduld war überstrapaziert, bis ich die Linde das erste Mal umtopfen konnte. Es war mehrmals über mehrere Jahre Umtopfen notwendig, bis das Bäumchen eine Wuchshöhe von circa 2 Meter erreicht hatte. Was lange währt, wird endlich gut: Die Winterlinde erhielt ihren endgültigen Platz in meinem Garten und wächst und wächst – und das seit nunmehr 35 Jahren. Sie hat also noch viele Hundert Jahre an ihrem Plätzchen vor sich, und ich hoffe, dass sie niemals abgeholzt wird. -mw-

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