Casting-Show

Lenneper singt bei „Voice of Germany“

Tritt am 8. November bei „The Voice of Germany“ auf: Sänger Florian Alexander Kurz. Foto: Roland Keusch
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Tritt am 8. November bei „The Voice of Germany“ auf: Sänger Florian Alexander Kurz.
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Der 17-jährige Florian Alexander Kurz tritt am Donnerstag bei der Musikshow von Pro 7 im Fernsehen auf.

Von Andreas Weber

Das lange Warten hat ein Ende. Drei Wochen, nachdem die achte Staffel von „The Voice of Germany“ bei Pro 7 angelaufen ist, wird der Auftritt von Florian Alexander Kurz im Fernsehen gezeigt. Am Donnerstag, 8. November, steht der 17-jährige Lenneper auf der Bühne, um sich bei den „blind auditions“ vor der Jury zu beweisen.

Mark Forster, Yvonne Catterfeld, Michael Patrick Kelly sowie Michi Beck und Smudo von den Fanta 4 drücken mit dem Rücken zum Teilnehmer den Buzzer, entscheiden nur aufgrund des akustischen Eindrucks, ob dieser eine Runde weiterkommt. 8000 Talente haben sich für die Show beworben, 150 sind ins Rampenlicht vorgestoßen. Florian Alexander Kurz zählt zu den Besten, die sich einem Millionenpublikum präsentieren.

Im Sommer 2018 hat der 1,96 Meter große Hüne am Leibniz-Gymnasium sein Abitur gebaut. Ein Jahr hat sich der junge Sänger danach gegeben, um seine musikalischen Ambitionen voranzutreiben. Kurz hat sich als Gymnasiast durch die Lenneper Boygroup Acoustic Arts erste überregionale Meriten verdient, danach solo als Singer/Songwriter weitergemacht. „The Voice of Germany“ begreift Florian in dem Sabbatjahr nach der schulischen Reifeprüfung als Chance.

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Diese zu nutzen, ist mit einem langen Weg verbunden. Er begann im Februar mit dem ersten Casting in Köln. Damals noch ohne die Promi-Juroren. Professionelle Vocal-Coaches hörten sich die Bewerber an. „Wir waren 50 in einem Raum, die jeweils dreißig Sekunden vorsingen durften“, erinnert sich Florian. Danach begann das erste Warten auf grünes Licht vom Sender. „Am 22. März, meinem Geburtstag, kam die Nachricht, dass ich weiter bin. Ich habe sie von meinen Eltern bei McDonald´s erhalten, versteckt in den Chicken Nuggets.“

Die finale Auswahl in Berlin fiel im Mai in seine Abi-Prüfungszeit. Freitag schrieb er seine Englisch-Klausur, am Tag danach ging es nach Berlin.

PUBLIC VIEWING

TV-SHOW Der Auftritt von Florian Alexander Kurz bei der TV-Show „The Voice of Germany“ am Donnerstag, 8. November (20.15 Uhr, Pro 7) wird bei einem „Public Viewing“ im Lenneper Rotationstheater, Kölner Straße 2c, übertragen. Mit Unterstützung der Firma Noise Toys hat die Familie von Florian Beamer und Leinwand organisiert. Es wird Getränke und Knabbereien geben. Florian wird auch ein paar Lieder live Singen. Der Eintritt ist frei.

Eine lange Liste von Liedern hatte er zugeschickt bekommen, eine Handvoll bereitete er für seinen zweiten Auftritt vor, überlegte sich außerdem etwas Eigenes. „Erst wurde ein kleines Interview mit mir gemacht, danach folgte ein kurzes Vocal Coaching, um schließlich vor den gleichen Leuten wie in Köln vorzusingen“, blickt der Remscheider zurück. Die Bestätigung, dass es gereicht hat, erhielt er nach ein paar Wochen als Nachricht auf dem Handy, während er ein Fußballturnier in Hackenberg besuchte. Es folgte ein Gesangs-Coaching in den Filmstudios Adlershof in Berlin mit ersten Interviews und Styling-Beratung.

Im Sommer wurde der TV-Auftritt von Florian Alexander Kurz aufgezeichnet. Mit Vater Michael und Mutter Birgit, Bruder Benjamin und dessen Freundin sowie seinem besten Kumpel Thorben ging´s in die Hauptstadt. Mit welchem Lied er sich bewarb, darf er nicht verraten. Nervosität spürte er erst beim Gang zum Mikro, um „Bis meine Welt die Augen schließt“ von Alexander Knappe vorzutragen. „Auf der Bühne zu stehen, ist hammergeil, das Herz rast. Man versucht, alles auszublenden.“ Ob er nach anderthalb Minuten Präsentation in die Battles vordrang, darf Florian vorab nicht preisgeben. Dass er mit seiner Familie am 8. November ein „Public Viewing“ im Rotationstheater (siehe Info-Kasten) veranstaltet, lässt erahnen, dass es so schlecht nicht gelaufen sein kann.

Durchstarten ist sein Motto: als Pilot oder im Musik-Business

So viel kann Florian Alexander sagen: Das Niveau ist hoch. „Jeder kann singen, am Ende entscheidet der Geschmack der Juroren.“ Der Lenneper bleibt auf dem Boden: „Berühmt sind die Wenigsten durch die Show geworden, aber dass man im Fernsehen war, hilft weiter.“ Für Florian, wie für viele andere, zählen die Erfahrung und die Kontakte, die geknüpft werden. Und die Atmosphäre bei den Dreharbeiten sei einfach toll, findet er: „Wir sind wie eine große Familie.“

In dem Jahr nach dem Abi stellt Florian die Weichen. Entweder er packt den Einstieg ins Musik-Business oder versucht, sich einen anderen Traum zu erfüllen. Beides hat mit Durchstarten zu tun. Pilot will er werden. „Sobald ich 18 bin, möchte ich mit dem Schein beginnen. Bei der Lufthansa oder einer privaten Flugschule.“

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