Verkehr

Wird die Kölner Straße zur Einbahnstraße?

Stadtplanerin Christina Kutschaty (l.) sammelte Ideen für die Kölner Straße.
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Stadtplanerin Christina Kutschaty (l.) sammelte Ideen für die Kölner Straße.
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Eine Hauptverkehrsader der Lenneper Innenstadt rückt in den Mittelpunkt der Ortspolitik.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Eine Hauptverkehrsader der Lenneper Innenstadt rückt in den Mittelpunkt der Ortspolitik: Es geht um die Kölner Straße, die sich nach Jahren des Niedergangs der dortigen Geschäftswelt wieder zum Positiven verändern soll. Dabei rückt eine Frage ins Zentrum: Kann sie – jedenfalls in Teilbereichen – zur Einbahnstraße werden? Darum wird es am kommenden Mittwoch, 23. November, in der Sitzung der zuständigen Bezirksvertretung gehen.

Wie Stadtplanerin Christina Kutschaty berichtet, werde derzeit die Machbarkeit untersucht. Ein Fachbüro erkunde dazu unter anderem, welche Auswirkungen die veränderte Verkehrsführung auf die Nebenstraßen hätte. Es sei aber noch kein Ergebnis zu erwarten, das ins Detail gehe. Allerdings habe aus Sicht der Planer die Einbahnstraßenregelung einen großen Vorteil: Sie erhalten deutlich mehr Gestaltungsspielraum: „Bei dem Planungsspaziergang vor einigen Wochen haben wir ja viele Anregungen entgegengenommen“, blickt Christina Kutschaty auf die Bürgerbeteiligung Ende September zurück. Mehr Grün, mehr Platz für Außengastronomie und für Radfahrer – all das steuerten die rund 45 Teilnehmenden als Ideen bei. Aber: Um zumindest einiges davon verwirklichen zu können, muss dem Straßenverkehr Raum genommen werden. „Es geht hier um Aufenthaltsqualität“, erläutert die Planerin.

Christina Kuschaty: „Wir müssen eine zukunftsfähige Straße schaffen“

Im Fokus steht dabei der Abschnitt zwischen dem Kreishaus und der Kreuzung am Edeka-Supermarkt, wobei es noch offen sei, ob die denkbare Einbahnstraßenregelung bergauf oder bergab führen sollte. Wie am Rande des Planungsspaziergangs verlautete, sind diese Überlegungen auch von der Linienführung der Busse abhängig, für die das Kreishaus Dreh- und Angelpunkt in Lennep ist.

Wie Christina Kutschaty hinzufügt, stehe ein Ziel im Mittelpunkt: „Wir müssen eine zukunftsfähige Straße schaffen.“ Und dazu gelte es, den Durchgangsverkehr zu reduzieren. Dies wäre auch im Sinne der Anwohner. Sie nähmen die Verkehrsader als „überlastet, laut und unsicher“ wahr, heißt es in einem Fazit der Verwaltung nach dem Planungsspaziergang.
Auch interessant: Zukunftsmanager sucht nach Perspektiven für Lennep

Weniger Raum für Autos stößt aber nicht nur auf Gegenliebe in Lennep. Es herrscht eine Gemengelage unterschiedliche Interessen – insbesondere was die Zahl der Parkplätze betrifft, die sich in unmittelbarer Nähe zu den Geschäften an der Kölner Straße befinden. „Die Frage ist, ob der Anspruch auf einen Parkplatz direkt vor der Ladentür in jedem Fall gerechtfertigt ist“, hatte Christina Kutschaty bereits beim Ortstermin für die Bürgerbeteiligung angemerkt. Konfliktpotenzial zeichnet sich auch bei der Frage ab, ob die Altstadt zur Fußgängerzone erklärt werden sollte – oder ob die Erreichbarkeit mit einem Kreisverkehr an der Edeka-Kreuzung für Pkw-Fahrer sogar verbessert werden müsste.

Beratungen

Die Bezirksvertretung Lennep erwartet eine lange Tagesordnung. Am kommenden Mittwoch, 23. November, geht es unter anderem um den Erhalt von Rosskastanien an der Wülfingstraße, deren Bestand durch ein Bauprojekt gefährdet ist. Neue Parkregelungen am Hardtpark werden ebenso Thema wie die Arbeit der Planungsbüros, die nach dem Aus für das Designer Outlet Center helfen sollen, für Lennep neue Perspektiven zu finden. Die öffentliche Sitzung unter dem Vorsitz von Bezirksbürgermeister Markus Kötter (CDU) beginnt um 17.30 Uhr im Röntgen-Gymnasium.

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