RGA vor Ort

Lenneper nennen Probleme beim RGA-Ortstermin

Beim RGA-Vor-Ort-Termin in der Lenneper Altstadt kamen Probleme und Anregungen zur Sprache.
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Beim RGA-Vor-Ort-Termin in der Lenneper Altstadt kamen Probleme und Anregungen zur Sprache.
  • Frank Michalczak
    VonFrank Michalczak
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Sprechstunde stieß auf reges Interesse - Markus Kötter will wieder Bezirksbürgermeister werden.

Remscheid. Große und kleine Sorgen der Lenneper standen im Mittelpunkt beim RGA-Vor-Ort-Termin in der Altstadt, bei dem sich über 20 Interessierte zu Wort meldeten. Da wurde der Zustand der Bäume an der Rotdornallee ebenso zum Thema wie die Frage, ob mit einem Halteverbot die Schulkinder in Hackenberg vor Gefahren geschützt werden könnten. Denn: Abgestellte Fahrzeuge behinderten ihre Sicht, wie eine Leserin anmerkte.

Mit dabei waren Klaus Kreutzer, Vorsitzender des Verkehrs- und Fördervereins, und der stellvertretende Bezirksbürgermeister Markus Kötter (CDU), der die Gesprächspartner am Rande des Wochenmarkts auf einen wichtigen Termin einstimmte: Am Mittwoch, 10. August, tagt die Lenneper Bezirksvertretung (BV), die darüber entscheiden wird, wer Nachfolger von Rolf Haumann (Grüne) wird.

Der Bezirksbürgermeister hatte Ende Mai sein Amt niedergelegt. Kötter interessiert sich für den Posten, den er von 2014 bis 2020 bekleidete - und nach der letzten Kommunalwahl abgeben musste. Denn: Er führt zwar die größte Fraktion in der BV an - ist aber auf Unterstützung anderer politischer Gruppen in der Bezirksvertretung angewiesen, um in geheimer Abstimmung die Mehrheit zu erzielen. „Ich gehe aber davon aus, dass ich kandidieren werde“, erklärte der CDU-Politiker, der die Sitzung im Gemeindehaus Bergisch Born einleiten wird. Sie beginnt um 17.30 Uhr.

Das Gremium wird sich nicht nur mit dieser Personalfrage befassen, sondern steht auch vor Weichenstellungen, was aus den Flächen für das Outlet-Center nach dem Aus für das Großprojekt werden soll. Eine Mischung aus Gewerbe, Wohnraum und Natur schwebt Stefan Switala vor, wie er beim Vor-Ort-Termin deutlich machte. Es sei auf der einen Seite wichtig, die Wirtschaft gut durch die Krise zu bringen, wobei in Lennep kleine Betriebe angesiedelt werden könnten. Zum anderen gelte es aber, dem Klimawandel Rechnung zu tragen, den Lennepe Bach zu renaturieren, sei dabei sinnvoll. „Vor allem sollte neuer Wohnraum so konzipiert sein, dass er sich neu zuschneiden lässt“, regte der RGA-Leser an. „Wenn Hausbesitzer älter werden, sollten sie eine Etage vermieten können.“

Klaus Kreutzer übt Kritik an Länge von Planungsverfahren

Leser Gerhard Völtl beklagte, dass „eine schweigende Mehrheit“ für das DOC gewesen sei, die Gerichte aber aus formalen Gründen dagegen entschieden hätten. Da stimmte ihm Klaus Kreutzer ausdrücklich zu. Es gebe aber ein anderes Grundproblem. „Das ist die Dauer der Verfahren. Es kann nicht sein, dass es zwölf Jahre dauert, bis über ein Großprojekt wie dieses entschieden wird.“ Das habe weit über das Bergische hinaus Signalwirkung. Und: Neue Perspektiven für Röntgen-Stadion, Kirmes- und Jahnplatz seien davon abhängig, dass sich Investoren finden, die dort Finanzmittel einsetzen. Die Chancen seien nach dem Aus für das DOC zumindest nicht gestiegen.

Standpunkt von Frank Michalczak: Management gefragt

frank.michalczak@rga.de

Wer am Samstag in der Lenneper Altstadt unterwegs war, konnte sich nur sehr bedingt mit frischen Waren eindecken: Auf dem Wochenmarkt, der einst pulsierender Publikumsmagnet, verloren sich nur wenige Händler im Rundling. So schwelgten die Teilnehmer beim RGA-Vor-Ort-Termin in Erinnerungen an glorreiche Zeiten, als es noch bis zu 80 Stände gab, die Tausende Kunden anlockten.

Mit diesem Phänomen steht Lennep nicht allein. Aber: Hier ist es besonders überraschend. Denn die Lenneper Altstadt mit ihrem Ambiente liefert weiterhin den idealen Rahmen für einen Bummel über den Markt. Beschicker lassen sich nicht zwingen, ihre Waren in Lennep anzubieten. Ein City-Manager, den der Handelsverband schon seit langem fordert, könnte jedoch durch gezielte Ansprache Überzeugungsarbeit leisten.

Schade, dass es ihn nicht gibt. Denn es mangelt am Marketing für das Kleinod, das die Lenneper Vereine alleine nicht leisten können.

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