Aktion

„Lenneper Löffelfest“ auf dem Alten Markt kommt an

Es darf gelöffelt werden: (v.l.) das Ehepaar Dorothee und Udo Dalitz sowie Cathrin Christians mit Tochter Lia und Sabine Dalitz. Foto: Doro Siewert
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Es darf gelöffelt werden: (v.l.) das Ehepaar Dorothee und Udo Dalitz sowie Cathrin Christians mit Tochter Lia und Sabine Dalitz.

Pilgerfreunde und katholische Kirchengemeinde St. Bonaventura hatten am Sonntag eingeladen.

Von Sabine Naber

Remscheid. Eine Stärkung bei einem gemeinsamen Mahl gehört zur Pilgerkultur dazu: „Man kommt ins Gespräch, tauscht die Erlebnisse des Tages miteinander aus und lernt sich und den anderen dabei neu kennen“, ist Willi Oberlis, Vorsitzender der Lenneper Pilgerfreunde überzeugt.

Dass Pilgerkultur und gesellschaftliches Leben etwas miteinander zu tun haben, das wollte der Verein gemeinsam mit der katholischen Kirchengemeinde beim ersten „Lenneper Löffelfest“ deutlich machen. Ab 11 Uhr war am Sonntag der Treffpunkt auf dem Alten Markt. Und es war gut, dass die roten Zelte, unter denen Tische und Stühle standen, den Regen nicht durchließen, anders wäre es ungemütlich beim Suppelöffeln geworden.

Nachmittags spielte die Folk-Band „Rionn“

„Das Wetter ist doch optimal für so eine heiße Suppe. Wenn heute ein richtig sonniger Sommertag wäre, würde es doch nicht so gut schmecken und passen“, befand Familie Dalitz. „Aber wir sind auch gar keine Pilger, nur hungrige Lenneper“, gab Sabine Dalitz zu. Sie hatte sich für eine Kartoffelsuppe entschieden, ihre Mutter Dorothee für die Zucchini-Cremesuppe. Die Entscheidung fiel nicht leicht, angeboten wurden 13 verschiedene Suppen. Angefangen bei einer exotischen Reissuppe, über eine rote russische Suppe bis hin zu einer Linsen-Curry-Variante hatten sich sowohl die Pilgerfreundinnen, als auch die Stadtküche Lennep, die Gaststätte „König von Preußen“ und die Fair-Trade-Town Remscheid fantasievolle Kreationen einfallen lassen.

„Und hier ist alles so hübsch gemacht worden mit den Blumen auf den Tischen. Was gäbe es hier alles nicht, ohne die Ehrenamtler“, waren sich zwei Freundinnen einig. Wer einen Lenneper Löffel – das Symbol zum Festival – gekauft hatte, fand am Sonntag einen Gutschein daran befestigt und bekam einen Teller Suppe, der sonst 2,50 Euro kostete, gratis. Dass es auch noch ein Brötchen dazu gab, dafür hatte die Bäckerei Beckmann gesorgt, die spontan 250 Rundlinge gesponsert hatte.

Am Nachmittag sorgte die Folk-Band „Rionn“ auf der Bühne für Stimmung. Die fünf Musiker Kurt Schäfer (Banjo), Frank Schäfer (Mandoline), Ronald Gensicke (Geige), Peter Ochse (Percussion) und Beate Wille (Gesang, Gitarre) spielten Lieder aus Irland, Schottland und Deutschland, hatten aber auch Gospels aus Amerika in ihrem Programm.

Die Idee zu diesem Löffelfest hatte Andy Dino Iussa von der katholischen Kirche St. Bonaventura. Gemeinsam mit den Pilgerfreunden hat er das Festival zum Heiligen Jakobusjahr – davon spricht man in den Jahren, in denen der Jakobustag am 25. Juli auf einen Sonntag fällt – gestaltet.

„Viele Themen, die auf den ersten Blick die Pilger betreffen, sind für jeden von uns relevant. Dazu gehört sicherlich die Nächstenliebe, das Helfen und Teilen“, fasst er es zusammen. Und bei diesem Löffelfest stehen ja auch Begegnung und Gespräche miteinander im Vordergrund.“

Der Lenneper Löffel, er ist ein für die Pilgerfreunde angefertigter Holzlöffel mit eingebrannter Jakobsmuschel und Hinweis auf das Heilige Jahr 2021, soll symbolisch für das Festival stehen und die damit verbundene Gastfreundschaft und die Offenheit dem Fremden gegenüber.

Knapp 40 Veranstaltungen habe man insgesamt in diesem Heiligen Jahr „vor der Brust“, bis das Festival im Dezember endet. Dazu gehören spirituelle, informative, kulturelle, theologische oder auch soziale Formate. Die Suche nach Sinn, Orientierung und Identität soll so neu beleuchtet werden.

Lenneper Löffel

Der Löffel ist auch weiterhin im Lennep Laden, im Lotsenpunkt und im Pfarrbüro St. Bonaventura erhältlich. Zumindest solange der Vorrat reicht. Er kostet 5 Euro. Dazu gibt es außerdem auch einen Gutschein für eine Gratis-Suppe.

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