Lenneper Christdemokraten demonstrieren Geschlossenheit

Unter anderem präsentierten Alexander Schmidt (v. l.), Markus Kötter, Gabriele Kemper-Heibutzki und Alexander Schmidt ihre Ideen für Lennep. Foto: Roland Keusch
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Unter anderem präsentierten Alexander Schmidt (v. l.), Markus Kötter, Gabriele Kemper-Heibutzki und Alexander Schmidt ihre Ideen für Lennep. Foto: Roland Keusch

Bezirksbürgermeister Markus Kötter blickt zufrieden auf die ablaufende Ratsperiode zurück

Von Manuel Böhnke

Lennep Markus Kötter bemühte eine Fußball-Metapher: „Die Bezirksvertretung Lennep spielt in der Champions League.“ Die Vertretung der Ortspolitiker sei eine der aktivsten, die Zusammenarbeit der Fraktionen verdiene in Schulnoten eine glatte Eins. Und auch mit der Leistung der eigenen Partei zeigte sich der CDU-Bezirksbürgermeister – kaum überraschend – zufrieden: „Wir haben umgesetzt, was wir umsetzen wollten.“

Selbstbewusst gaben sich die Christdemokraten gestern bei einem Pressegespräch, zu dem die Lenneper CDU-Kandidaten für Rat und Bezirksvertretung eingeladen hatten. Kötter verwies auf die „starken kommunalpolitischen Persönlichkeiten“ aus der Röntgenstadt wie Tanja Kreimendahl, Kai Kaltwasser und Alexander Schmidt. Sie alle tragen Verantwortung in verschiedenen politischen Gremien.

Eineinhalb Seiten umfasst die Auflistung der Erfolge, die die CDU in der zurückliegenden Ratsperiode aus ihrer Sicht erzielt hat – viele davon mit der Unterstützung der übrigen Fraktionen. Die Umwandlung der Krankenhaus-Ruine in ein Wohngebiet wird genannt, die Begleitung des Planungsprozesses für das Designer-Outlet-Center (DOC) ebenfalls. Zufrieden zurücklehnen möchten sich Kötter und Co. dennoch nicht: „Zu tun gibt es immer etwas.“

Ganz oben auf der Liste steht, dass die Vorschläge für die Altstadt aus der Zukunftswerkstatt alsbald umgesetzt werden müssen. Auch fordert er, die Revitalisierung der Kölner Straße nicht aufzuschieben, bis das DOC steht. Die Verwaltungsspitze habe beide Projekte „in eine Art Dauerwarteschleife gesetzt“. Überhaupt mahlen Kötter die Mühlen im Rathaus häufig zu langsam. „Wenn wir auf der Kölner Straße nicht bald etwas unternehmen, wird uns das langfristig viel teurer zu stehen kommen.“ Die dortigen Maßnahmen sollen nicht zuletzt der „Auto-Poser- und Raser“-Szene Einhalt gebieten.

Im Phantasialand stimmen sich die Christdemokraten ein

Lennep ist ein Hotspot, in dem viele Projekte geplant sind, sagte der Bezirksbürgermeister. Das sei zwar grundsätzlich eine gute Nachricht. Aber beispielsweise mit Blick auf die Gewerbeflächeentwicklung bemängelter er: „Man kann nicht die komplette Belastung auf einen Stadtteil abwälzen, während sich andere die Hände in den Schoß legen.“

Bei den Überlegungen über Lenneps Zukunft handele es sich beim DOC um eine „wichtige Initialzündung“, um Auswärtige in den Stadtteil zu locken. Andererseits dürfe man sich nicht hinter dem Projekt verstecken: Konzepte – etwa für Tourismus und Marketing – seien auch vor Eröffnung des Outlet-Centers sinnvoll.

Fragt man Markus Kötter danach, wie Lennep vor der übernächsten Kommunalwahl in fünf Jahren aussieht, muss der Politiker nicht lange überlegen. Ein fertiges DOC und eine herausgeputzte Altstadt, deren Gastronomen und Einzelhändler von Touristen profitieren, schweben dem CDU-Politiker vor. „Die Immobilienbesitzer sollen sich ihre Mieter aussuchen können.“

Doch nun stehen erst einmal die diesjährigen Wahlen an. Knapp eine Woche vor dem Urnengang demonstriert die Lenneper CDU Geschlossenheit und Optimismus. „Wir sind nicht bange“, betonte Kötter. Um sich auf den Wahlabend vorzubereiten, gehen er und seine Mitstreiter einen besonderen Weg. Am 13. September machen sich einige Christdemokraten aus der Röntgenstadt gemeinsam auf den Weg ins Phantasialand. Auf den Fahrgeschäften des Brühler Freizeitparks stimmen sie sich auf die emotionale Achterbahnfahrt ein, die sie nur wenige Stunden später erwartet.

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