Lenneper Büchereifreunde verabschieden Bibliothekarin

Im Einsatz für die Bücherei: Klaus Mathies. Foto: Roland Keusch
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Im Einsatz für die Bücherei: Klaus Mathies. Foto: Roland Keusch

Vorsitzender Klaus Mathies musste Hauptversammlung verschieben

Von Frank Michalczak

Lennep Die Lenneper Büchereifreunde haben wegen der Corona-Pandemie ihre Hauptversammlung auf unbestimmte Zeit verschoben, teilt deren Vorsitzender Klaus Mathies mit. Eigentlich sollte das Treffen im Januar auf dem Programm stehen: „Aber uns geht es eben wie allen anderen. Wir müssen uns in Geduld üben“, erklärt Klaus Mathies, der die Initiative seit fünf Jahren anführt.

Deren 200 Mitglieder tragen maßgeblich dazu bei, den Betrieb in der Lenneper Stadtteilbibliothek aufrecht zu erhalten. Zum einen, indem Ehrenamtler das städtische Personal unterstützen. Zum anderen, indem die Initiative durch die Mitgliederbeiträge und Spenden Literatur und sonstige Ausleihangebote erwirbt.

27 000 Medien – also Bücher, Zeitschriften, DVDs und Co. – warten auf Interessenten. „Wie wichtig dieses Angebot ist, zeigte sich in den Tagen vor dem Lockdown im Dezember. Es hatten sich lange Warteschlangen gebildet, weil sich viele noch mit Büchern eindecken wollten“, berichtet Mathies über den Hochbetrieb im Haus an der Berliner Straße in der Lenneper Altstadt.

Für ihn endete das vergangene Jahr mit einem Abschied: Die langjährige Leiterin der Bibliothek Corinna Holthausen hatte im Dezember ihren Ruhestand erreicht, die sich für die Unterstützung der Lenneper Büchereifreunde während der zehn gemeinsamen Jahre bedankte. Zuvor stand die Einrichtung wegen des städtischen Sparzwangs vor dem Aus, wie Klaus Mathies zurückblickt.

In die Zukunft wird sie nun von der neuen Leiterin Andrea Switala geführt, die ihre Aufgabe in schwierigen Zeiten antritt. Die 50-Jährige würde gerne die Türen der Bibliothek öffnen, sie darf es aber nicht, weil der Betrieb wegen der Pandemie ruht. „Deshalb gab es leider auch noch keine Gelegenheit, die ehrenamtlichen Mitarbeiter näher kennenzulernen“, bedauert Andrea Switala, die als Fachhändlerin jahrelang in einer Lenneper Buchhandlung gearbeitet hat und somit einen Bezug zur Literatur mitbringt.

In der Lenneper Einrichtung, aber auch in der Stadtteilbücherei Lüttringhausen und in der Zentralbibliothek an der Scharffstraße besteht in Zeiten des Lockdowns die Möglichkeit, einen Bestell- und Abholservice für Medien zu nutzen. Das funktioniert per Mail oder telefonisch. Eine Übersicht über das Angebot liefert die Homepage der Stadt www.remscheid.de/bibliothek. Dort ist der Online-Medienkatalog „webOPAC“ einsehbar. Die Übergabe erfolgt kontaktlos. „Leider gibt es dabei noch nicht einmal die Gelegenheit für einen kleinen Plausch“, bedauert die Lenneperin.

Kontakt: Tel. 20 97 012 oder per E-Mail:

biblen@remscheid.de

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