Musiker- und Künstlerkolonie

Lennep wird zur Künstlerhochburg

Kai Heumann (M.) vom Gitarrenzentrum hat die Kolonie ins Leben gerufen. Maler, Autoren und andere Kunstschaffende machen mit. Foto: Roland Keusch
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Kai Heumann (M.) vom Gitarrenzentrum hat die Kolonie ins Leben gerufen. Maler, Autoren und andere Kunstschaffende machen mit.

Gründung einer Kolonie zieht Freischaffende an. Erstes Treffen folgt.

Von Elisabeth Erbe

Gemeinsam kann viel mehr bewegt werden. Unter diesem Motto hat Kai Heumann die Musiker- und Künstlerkolonie Lennep am Alten Markt gegründet. Er hofft, der Szene so eine bessere Lobby verschaffen zu können.

Heumann kennst sich aus in der Welt der Künste; leitet er doch seit anderthalb Jahren das Gitarrenzentrum in der Altstadt. Mit vier Jahren begann er Gitarre zu spielen, mit elf erhielt er Unterricht. Seine Vorliebe ist Lateinamerika. Mehrere Jahre verbrachte Heumann in Brasilien und Uruguay, bis er der Liebe wegen nach Lennep zog.

Ziel der Musiker- und Künstlerkolonie Lennep ist die Vernetzung des Einzelnen, um eine gemeinsame Werbeplattform zu errichten. „Wir wollen einander helfen und Nachwuchs ausbilden“, erklärte Heumann bei der Gründung. Lennep soll Künstlerstandort werden, wünscht sich der Macher.

Geplant sind Ausstellungen, Lesungen und Konzerte

Erika Bemme hat sich der Künstlerkolonie angeschlossen. Die Kunstporzellan-Malerin ließ sich in Meißen ausbilden und hat seit 1989 ihr Atelier in Lennep. Angela Peramato ist Mitglied im spanischen Literaturkreis, der seit 1981 in Remscheid aktiv ist. „Wir sind integriert, pflegen unseren Ursprung, damit die spanische Kultur nicht verloren geht“, sagt die Gedicht-Autorin. Durch die Künstlerkolonie erhofft sie sich mehr Aufmerksamkeit.

Unter den neuen Mitgliedern ist auch Peter von Falkenberg, Autor zahlreicher historischer Romane. Besonders gut findet er den Gedanken, dass die Einheimischen gebündelt erfahren, welche Kunst in Lennep vertreten ist. Im Oktober liest von Falkenberg aus seinem neuen Roman „Das steinerne Zeichen“, das in Dänemark, Flensburg, Köln und Lennep spielt.

Und Bildhauer José Marin-Simón wird künftig bei Johannes Küßner in der Galerie Rouge ausstellen.

Die ersten Mitglieder hatten sich schon vorab bei Heumann gemeldet. Anfang August wurde der Name mehrheitlich beschlossen. Musiker, Maler, Tänzer, Bildhauer, Autoren, Papierrestaurateurin und Instrumentenbauer stellen demnächst ihre Kunst vor. Geplant sind Schaufensterausstellungen, Konzerte und Lesungen. Es entstehen eine Internetseite, Flyer und Logo.

Musiker und Künstler aus Lennep können sich melden. Die Kolonie ist kein Verein. Sie ist unabhängig, unparteiisch und ausländerfreundlich. Die Mitgliedschaft ist kostenlos. Ein Treffen folgt. 

Infos:  (01 60) 94 93 08 53.

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