"Esszimmer" wird zu Brasserie

Lennep: Bekannte Gastronomen übernehmen "Euler" 

Das Restaurant „Esszimmer“ wurde in der ersten Coronawelle geschlossen. Die Klosterkirchen-Gastronomen übernehmen. Foto: Roland Keusch
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Das Restaurant „Esszimmer“ wurde in der ersten Coronawelle geschlossen. Die Klosterkirchen-Gastronomen übernehmen.

Paul Clemens, Tino Burk und Co. übernehmen das ehemalige „Euler“ in der Altstadt

Von Axel Richter

Remscheid. Aus dem „Esszimmer“ wird „Mon Ami“. Dahinter stecken Paul Clemens, Tino Burk und Co. Die Remscheider Gastronomen, die unter anderem bereits die Klosterschänke, das Schützenhaus und die Gastronomie auf Schloss Burg betreiben, eröffnen in den Räumen des einstigen Traditionsgeschäfts Adolf Euler eine französische Brasserie. „Der Pachtvertrag ist unterschrieben“, berichtet Paul Clemens.

Die Lenneper Altstadt wird damit absehbar um ein kulinarisches Angebot reicher. Zwar hatte auch die Küche des „Esszimmers“ französischen Einschlag. Allerdings war das erst vor drei Jahren eröffnete Restaurant in der ersten Corona-Welle geschlossen und auch im Sommer nicht wieder geöffnet worden. Das Angebot zur Übernahme des „Esszimmers“ kam auch für die Klosterkirchen-Chefs freilich zur Unzeit. Wie alle Gastronomen wurden auch sie bereits vom ersten Lockdown schwer getroffen. Doch das Team – insgesamt beschäftigen die Küchenchefs annähernd 60 Mitarbeiter – hält zusammen. Und es erfährt auch im zweiten Lockdown viel Solidarität durch seine Stammgäste, erzählt Paul Clemens. Niemand wurde deshalb entlassen.

Stattdessen schmiedeten sie Pläne für die Zeit nach Corona. Die, da waren sich alle einig, würde jedoch noch lange von der Pandemie beeinflusst sein. Mit großen Empfängen und Banketten, die die Kassen der Caterer klingeln ließen, dürfte auch im neuen Jahr lange nicht zu rechnen sein. „Also besinnen wir uns auf uns auf unsere Wurzeln“, sagt Paul Clemens. Ein Ergebnis davon ist die Brasserie im alten „Euler“: „Die Räume sind ideal. Einer hat sogar eine offene Küche, was zusätzliches Flair versprüht.“

Im Januar wollen die Gastronomen mit dem Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes beginnen. Wichtig, sagt Paul Clemens: „Das soll kein zweites Schützenhaus und keine zweite Klosterschänke werden. Das ,Mon Ami‘ verfolgt ein ganz anderes Konzept.“ Mit leckeren Kleinigkeiten und einem guten Crémant.

Geführt wird die Brasserie von einem vier- bis fünfköpfigen Mitarbeiterteam. Die Kräfte wurden frei, auch weil Paul Clemens, Tino Burk und Co. ihre Schloss-Burg-Gastronomie Ende März vorübergehend schließen müssen. Denn dann beginnt dort die große Schloss-Sanierung. Mehr dazu: Schlosssanierung geht 2021 weiter

Das neue Team wird das „Mon Ami“ in eigener Regie führen und hofft, das neue Restaurant noch vor Karneval eröffnen zu können. Dann zieht dort wieder eine gute Küche ein, wo Evelyn und Dietmar Stübe über Jahrzehnte Porzellan, Besteck und Geschenkartikel verkauften.

Gerade fertig geworden ist der Lenneper Knotenpunkt Ring-/Rader Straße

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