Innenstadt

Leerstände: Rathaus vermittelt Mietverträge

Insbesondere an der unteren Alleestraße herrscht Tristesse. Verminderte Mietzahlungen sollen dazu beitragen, Leerstände zu beheben. Foto: Roland Keusch
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Insbesondere an der unteren Alleestraße herrscht Tristesse. Verminderte Mietzahlungen sollen dazu beitragen, Leerstände zu beheben.
  • Frank Michalczak
    VonFrank Michalczak
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Durch ein Sofortprogramm des Landes müssen Pächter deutlich weniger zahlen

Remscheid. Beim Kampf gegen Leerstände setzt die Stadtverwaltung auf ein Sofortprogramm der Landesregierung. Es sieht verminderte Mietzahlungen für Händler und Dienstleister vor, die Geschäftsräume mit Leben erfüllen. Damit sollen Interessenten ermutigt werden, einen Laden zu eröffnen. Die entsprechenden Vermittlungsdienste zwischen Vermietern und Mietern übernimmt eine Arbeitsgruppe, die sich im Rathaus formiert hat.

Ursprünglich planten die Verantwortlichen, dass diese Aufgabe ein externes Fachbüro übernimmt. Doch ein City-Manager, der sich mit den Leerständen in der Innenstadt und in Lennep befassen sollte, wurde nicht gefunden. „Auf unsere Ausschreibung hat sich niemand gemeldet“, erklärt Baudezernent Peter Heinze.

So übernimmt nun Wirtschaftsförderer Joachim Karp gemeinsam mit Tobias Mader (für die Alleestraße) und Lukas Giacinto (für Lennep) die Aufgabe, Mieter und Vermieter an einen Tisch zu bringen. Als Vierter im Bunde wirkt Abteilungsleiter Andreas Huth mit, der einen ersten Erfolg meldet. In einem verwaisten Geschäft an der Allee werde ein Modegeschäft eine weitere Niederlassung niederlassen eröffnen. „Wir haben außerdem weitere Anfragen“, berichtet Huth, der hervorhebt, dass die verminderten Mietpreise eine Win-win-Situation erzeugen.

Er nennt dazu ein Rechenbeispiel: Eine ursprüngliche Miete von 1000 Euro pro Monat reduziert sich für Pächter auf 200 Euro. Die Differenz von 800 Euro tragen die öffentliche Hand – und der Immobilienbesitzer. Er muss in diesem Fall einen Nachlass von 300 Euro gewähren. Es bleibt ein Ausgleichsbetrag von 500 Euro, die die Stadt an den Eigentümer zahlt. Davon übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen den Löwenanteil.

Remscheid: Spektrum möglicher Interessenten ist breitgefächert

Befristet ist das Ganze auf einen Zeitraum von zwei Jahren. „Wir hoffen natürlich, dass sich dies im Anschluss verstetigt“, sagt Huth. Das heißt: Nach der Starthilfe sollen die Geschäftsbetreiber auch ohne die öffentlichen Zuschüsse zurechtkommen.

Das Spektrum möglicher Interessenten sei dabei „sehr breit“, erklärt der Abteilungsleiter der Stadtverwaltung. Es reiche vom klassischen Einzelhandel bis zum Handwerker, der seine Angebote prominent platzieren und eine Anlaufstelle bieten möchte. Aber auch für Sportvereine oder Kulturinitiativen könne das Programm interessant sein.

Kontakt Tobias Mader, Tel. 16 2633, zu Lukas Giacinto, Tel. 16 2554, zu Michael Karp, Tel. 16 2554 und Andreas Huth, Tel. 16 2431.

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