Der lange Kampf um eine Schankerlaubnis

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Friedrich Neumeyer wurde erst spät Wirt

-AWe- Die zwischen der Hindenburg- und Beethovenstraße gelegene Neumeyerstraße findet sich erstmals im Remscheider Adressbuch von 1889. Zwei Mehrfamilienhäuser standen dort, 1891 waren es vier. Sarah Baldy fand im Stadtarchiv Folgendes heraus: Benannt wurde die Straße nach dem Bauschreiner und Schankwirt Friedrich Wilhelm Neumeyer, dem Besitzer und vermutlich Erbauer der ersten Häuser in dieser Straße.

Neumeyer wurde am 3. Oktober 1848 in Waldeck als Sohn eines Bäckers geboren. Am 29. November 1876 heiratete er in Remscheid die Tochter eines Hufschmieds, Bertha Zehles. Mit ihr bekam er insgesamt drei Kinder. Einen Sohn, Friedrich Neumeyer Junior und Zwillingstöchter, von denen eine nur wenige Monate nach der Geburt verstarb. Friedrich Neumeyer lebte in der angrenzenden Hindenburgstraße 77 (früher: Neuscheider Straße 18). Dort wollte er eine Schankwirtschaft eröffnen.

Also stellte er am 3. Juli 1879 den Antrag auf Konzession zum Betrieb einer Gastwirtschaft in den unteren Räumen seines Hauses. Dem Gesuch wurde seitens der Stadt nicht stattgegeben, „da die Räumlichkeiten für den Betrieb einer Gastwirtschaft ungeeignet waren.“ Friedrich Neumeyer ließ sich nicht ermutigen, er beantragte postwendend beim hiesigen Stadtbauamt die Genehmigung für einen Anbau, den er ein Jahr später bereits fertiggestellt hatte.

Sogleich stellte er am 11. Juni 1888 erneut einen Antrag auf Konzession zum Betrieb einer Gastwirtschaft. Auch dieser wurde abgelehnt. Diesmal sah man keinen Bedarf für eine Gaststätte an diesem Ort. Nach mehreren weiteren Anträgen erteilte man ihm erst im Juli 1890 die Genehmigung. 1902 übernahm Friedrich Neumeyer jr. die Schankwirtschaft von seinem Vater. Nachdem Friedrich 1932 und sein Sohn, Friedrich jr., bereits 1926 verstorben waren, wurde die Witwe des jungen Neumeyers, Maria Vohwinkel, die Wirtin der Familien-Gaststätte. Wie lange sie den Betrieb führte, war nicht mehr zu ermitteln. Im Adressbuch von 1935 wird sie aber noch unter Ihrem Namen geführt. Foto: Roland Keusch

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