SPD-Fraktionschef schaut in Lennep vorbei

Landwirt erhält Besuch aus dem Landtag

Markus Burghoff (2. v. r.) begrüßte den Abgeordneten Sven Wolf, Fraktionschef Thomas Kutschaty und OB Burkhard Mast-Weisz (v.l.). Foto: Roland Keusch
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Markus Burghoff (2. v. r.) begrüßte den Abgeordneten Sven Wolf, Fraktionschef Thomas Kutschaty und OB Burkhard Mast-Weisz (v.l.).

Bei seiner Sommertour durch NRW steuerte der SPD-Fraktionsvorsitzende im Düsseldorfer Landtag Remscheid an.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Thomas Kutschaty lernte bei seinem Abstecher den Lenneper Landwirt Markus Burghoff kennen und erkundete das Unternehmen AVL Schrick. An seiner Seite: OB Burkhard Mast Weisz (SPD) und der Landtagsabgeordnete Sven Wolf (SPD).

Landauf, landab absolvierte Kutschaty bei seinem Besuchsprogramm 60 Termine in den letzten drei Wochen. Mit dem Kommunalwahlkampf habe dies nichts zu tun. „Ich mache das, seitdem ich Fraktionsvorsitzender bin – also seit drei Jahren.“ Ihm liege es am Herzen, das Gespräch mit den Menschen zu suchen, und zwar abseits von der politischen Arbeit im Landtag. „Diesmal steht Corona im Mittelpunkt. Ich möchte wissen, wie NRW die Krise bewältigt,“ sagte Kutschaty, der in Lennep ausnahmsweise einen anderen Themenschwerpunkt ins Visier nahm: die Sorgen der Landwirte.

Markus Burghoff nannte ihm immer wieder eine Zahl: „34,5 Cent. So viel bekommen wir pro Liter Milch. Als mein Vater den Hof vor 25 Jahren führte, erhielt er 95 Pfennig – und das mit deutlich geringeren Betriebskosten.“ Ein Grund dafür sei die Übermacht von Discountern, die am Markt die Preise bestimmen.

So setzt er mit seiner Ehefrau und seinem Vater, der weiter an seiner Seite arbeitet, darauf, dass die Kühe möglichst viel Milch geben. „Und das funktioniert dann, wenn sie sich wohlfühlen und Komfort genießen“, präsentierte er seinen hochmodernen Stall mit riesigen Ventilatoren und einem sogenannten „Roboter“.

Remscheid: Wenn Kühe Komfort genießen, geben sie mehr Milch

Dahinter verbirgt sich eine Kabine, in der auf Burghoffs 60 Kühe hochwertiges Futter wartet. Wenn sie die Kammer betreten, werden sie von einem Automaten gemolken – also immer dann, wenn sie es wollen. Und nicht nur das: Jede Menge Daten werden vom „Roboter“ erfasst, unter anderem darüber, wie viel sie sich tagsüber bewegt haben.

Zudem können die Kühe jederzeit den Stall verlassen und aufs Feld marschieren oder von dort zurückkehren. „Gerade bei der derzeitigen Hitze suchen sie den Schatten“, erklärte Burghoff, der einen hohen sechsstelligen Betrag in den Bau des Stalls und in die Technik investierte. „Das müssen sie erst einmal erwirtschaften“, unterstrich der Landwirt. Grundsätzlich sei er aber mit großem Spaß bei der Sache – „trotz der 70- bis 75-Stunden-Woche im Sommer“.

Auch dies mag Kutschaty bei seinem Abschied zu einem Appell bewegt haben: Die Verbraucher sollten sich stärker vor Augen führen, wie wertvoll die Wertschöpfung der Landwirte ist.

Auf dem Gelände von Silke Bergmann ziehen Hühner ein – Ferienprogramm in Kooperation mit Reitstall Braun.

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