Historisches Foto

Längst sind die kostbaren Fahrzeuge gut geschützt

Das war das „Suchbild“ der vergangenen Woche; es zeigte rege Aktivitäten der Vereinsmitglieder auf den Abstellgleisen. Foto: RGA-Archiv
+
Das war das „Suchbild“ der vergangenen Woche; es zeigte rege Aktivitäten der Vereinsmitglieder auf den Abstellgleisen.

Das historische Foto zeigte das Depot der Bergischen Museumsbahnen in der Kohlfurth.

Von Wolfgang Stüwe und Thomas Wintgen

Es muss an den Sommerferien liegen, dass die Zahl der Einsendungen auf das „Das-historische-Foto“-Rätsel vom vergangenen Samstag eher überschaubar gewesen ist. Denn Freunde des Schienenverkehrs gibt es ja unverändert viele; so suggerieren zumindest die Besucherzahlen bei irgendwelchen Sonderfahrten und Ausstellungen – beispielsweise der Museumsbahn, die von dem Depot aus starten, was gefragt und gesucht war.

Die persönlichste „Antwort“ auf die Frage der Woche schickte Sven Ekert: „Gesucht sind die Bergischen Museumsbahnen e.V. in Wuppertal-Kohlfurth. Meine Erinnerung an diesen Ort ist von sehr persönlicher Natur. Ich habe an diesem Ort meinen Lebensgefährten zum ersten Mal gesehen und mich sofort in ihn verliebt.“ Wie schön.

Ein Wagen der Bergischen Museumsbahnen in der Kohlfurth auf Achse, das heißt in tatsächlichem Betrieb.

Roland Benscheid schreibt: „Das Foto zeigt einige Fahrzeuge und Gleise der Bergischen Museumsbahnen e.V. – Betriebshof Kohlfurther Brücke – in Wuppertal. Dieser Verein wurde 1965 gegründet. Erklärtes Ziel war es, Straßenbahn-Fahrzeuge aus dem Bergischen Land vor dem Schrottplatz zu retten und der Bevölkerung zugänglich zu machen. Die Fahrzeuge werden bei Fahrtagen von April bis Oktober gezeigt. Der Streckenabschnitt zwischen Kohlfurth und Cronenberg beträgt 3,2 Kilometer.

Ab etwa 1983 konnten die Fahrzeuge in einer neu gebauten Wagenhalle abgestellt werden. Damit sind die kostbaren Fahrzeuge vor dem Wetter geschützt. Mit den Gelenktriebwagen TW 66 von 1966 und TW 49 von 1921 sind auch zwei ehemalige Straßenbahnen aus Remscheid in der Kohlfurth ausgestellt.“

Helmut Schucht erinnert sich in dem Zusammenhang an eine weitere Bahn: „Der Wagenpark der Westdeutschen Eisenbahngesellschaft Köln hatte den Standort im Eschbachtal an der Preyersmühle. Hier befand sich auch die Kraftstation für die Energieerzeugung. Von hier bewegten sich die Wagen durch das Bachtal. Ein Strang überwand die Steigung nach Wermelskirchen – der andere Strang verlief über Struck zur Endstation an der Lenneper Straße. Im Bergischen verkehrte die elektrische Kleinbahn zwischen Remscheid-Lennep und -Lüttringhausen; später endete die Elektrische Kleinbahn in Halbach.

Der RGA schrieb 1977: „Die Mitglieder waren nicht zu bremsen: Sie hievten Gleise, verdichteten das Schotterbett, schweißten Masten, zogen Oberleitungen und strichen Wagen. Der 1969 gegründete Verein verhinderte den Abriss der 3,1 km langen Strecke und schloss mit den Wuppertaler Stadtwerken einen Überlassungsvertrag. Später standen auf den fünf Abstellgleisen 30 Fahrzeuge. Das Depot bot ein erstaunlich lebendiges Bild.“

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Zimmerbrand: Drei Personen bei Löschversuch verletzt
Zimmerbrand: Drei Personen bei Löschversuch verletzt
Zimmerbrand: Drei Personen bei Löschversuch verletzt
180 Jahre alte Blutbuche in Lennep soll fallen
180 Jahre alte Blutbuche in Lennep soll fallen
180 Jahre alte Blutbuche in Lennep soll fallen
Abgebrannte Härterei Lohe: „Wir bauen die erste Öko-Härterei“
Abgebrannte Härterei Lohe: „Wir bauen die erste Öko-Härterei“
Abgebrannte Härterei Lohe: „Wir bauen die erste Öko-Härterei“
Open-Air-Eventgarten: Konzertbesucher blicken ins Grüne
Open-Air-Eventgarten: Konzertbesucher blicken ins Grüne
Open-Air-Eventgarten: Konzertbesucher blicken ins Grüne

Kommentare