Fit in Deutsch

Kurs verknüpft Spracherwerb mit Erkundungstouren

Die Lehrer Arthur Rachmatov und Felix Krüger (hinten, v. l.) machen Anna (14, r.), Milana (9) und Kirill (13) fit in Deutsch. Foto: Roland Keusch
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Die Lehrer Arthur Rachmatov und Felix Krüger (hinten, v. l.) machen Anna (14, r.), Milana (9) und Kirill (13) fit in Deutsch.

Unter den Teilnehmern des Ferienprogramms „Fit in Deutsch“ waren 23 ukrainische Kinder.

Von Sabine Naber

Einen ersten Einstieg in die deutsche Sprache, aber auch ein abwechslungsreiches Ferienprogramm erlebten rund 50 zugewanderte Jugendliche unterschiedlicher Altersstufen in den vergangenen zwei Wochen. Der Verein Die Verlässliche und das EMMA-Gymnasium hatten zum Ferien-Intensiv-Training „Fit in Deutsch“ eingeladen und boten neben dem Unterricht ein täglich wechselndes Programm mit Ausflügen durchs Bergische Land.

„Es ist das erste Mal, dass wir nach der langen Corona-Zwangspause wieder starten können“, freute sich Matthias Spaan von der Verlässlichen über den Neuanfang. Unter anderem waren 23 Flüchtlingskinder aus der Ukraine dabei. Arthur Rachmatov, einer der vier Sprachbegleiter, der dank russischer Muttersprache auch als Übersetzer fungierte, fand es besonders gut, dass sie hier wieder einfach nur Kinder sein durften. „Zwei bis drei von ihnen hatten mit Blick auf den Krieg in ihrer Heimat auch Redebedarf. Da habe ich natürlich zugehört“, versicherte er.

Gemeinsam hatten die beiden Gruppen beispielsweise das Werkzeugmuseum auf dem Hasten oder die Fauna in Solingen besucht. Das Feedback sei positiv gewesen. „Die Gruppen sind bei den Ausflügen zusammengewachsen und die Institutionen, die wir besucht haben, waren sehr entgegenkommend“, fasste Lehramtsstudent Felix Krüger zusammen. Als sie zu Beginn Steckbriefe von sich verfassen und sich anschließend damit vorstellen sollten, seien die ersten wie bei einem Vortrag aufgestanden und vor die Tafel getreten. „Das haben wir aber lockerer gesehen und ihnen gesagt, dass sie das auch von ihrem Sitzplatz aus machen können.“

„Sie haben bei uns neue Vokabeln gelernt, aber vor allem war es ein Ferienprogramm, durch das sie Remscheid ein bisschen kennengelernt haben“, machte Moritz Marschall, der Sozialpädagogik studiert, deutlich. Untereinander habe es keinerlei Vorurteile gegeben, die Kinder hätten beim Übersetzen geholfen.

„Der Bedarf ist da. Zurzeit haben wir 200 schulpflichtige Kinder mit ukrainischem Hintergrund, davon 120 an weiterführenden Schulen “, sagte Sozialdezernent Thomas Neuhaus. Es sei gut, dass die ersten Berührungen mit der Stadt in einer so zwanglosen, lockeren Art stattgefunden haben. Sport und Schulen würden gute Arbeit leisten, Landes- und Fördermittel seien gut eingesetzt.

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