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Kunstrasen: Stadt macht wenig Hoffnung

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Verwaltung antwortet dem Sportbund.

Von Andreas Weber

Remscheid. Der Sportbund hat die Verwaltung aufgefordert, die SGH mit dem Sportplatz Hackenberg und den BV 1910 in Neuenkamp nicht hängenzulassen und „Nägel mit Köpfen“ zu machen. Auf die schriftlich vorgetragene Bitte gibt es seit Montag eine Antwort, die den Fußballclubs wenig Hoffnung macht, dass der Umbau der beiden Ascheplätze ohne Landesförderung angegangen werden kann. Zu Hackenberg bemerkt die Rathausspitze: „Für Hackenberg besteht ein gültiger Ratsbeschluss zur Umgestaltung der Sportfläche aus den Mitteln des Verkaufserlöses für die DOC-Grundstücksflächen. Dieser Ratsbeschluss ist für die Verwaltung bindend. Eine Veränderung würde einen entsprechenden neuen Ratsbeschluss voraussetzen.“

Bei Neuenkamp verweist die Stadt auf einen 31 Millionen schweren Landesfördertopf für den Sport, bei dem sich die Stadt, nachdem Neuenkamp 2020 nicht ausgewählt worden war, dieses Jahr erneut bewirbt. Mit der Entscheidung über Ab- oder Zusage wird im Februar gerechnet. Dem Sportbund-Vorsitzenden Reinhard Ulbrich rät die Stadtspitze, seinen Einfluss als Präsidiumsmitglied des Landessportbundes geltend zu machen, „um für eine Bewilligung zu werben, bei der wir im letzten Förderaufruf nicht erfolgreich waren“.

Das Neuenkamper Gelände ist im Besitz des RSV und an die Stadt verpachtet. „Mittel für den Umbau sind nicht in die Investitionsplanung des Doppelhaushaltes 2021/22 eingeflossen, da sich die Fläche nicht im Eigentum der Stadt Remscheid befindet und dies damit haushaltsrechtlich unzulässig ist“, erklärt die Stadt. Stattdessen setzt sie, wie im Sportausschuss im Dezember 2020 beschlossen, auf eine Sportentwicklungsplanung, bei der eine externe Institution dem Rat ein neutrales und fundiertes Gutachten über die Sportstättennachfrage und -angebot für den Fußball vorlegen soll.

Daraus will die Stadt eine Priorisierung ableiten. Auf der Basis solle die erforderliche Rücksprache mit der Bezirksregierung erfolgen. Außerdem, fügt die Stadt hinzu, würden die Umwandlungen in Kunstrasen – Klausen als dritter Verein im Bunde eingerechnet – mehr als sechs Millionen Euro kosten. Investitionen in dieser Höhe seien angesichts der Haushaltslage extrem schwierig.

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