Umgestaltung des Areals

Kugelahorne auf dem Munsterplatz sind Geschichte - Ersatz geplant

Hier sind Kugelahorn-Bäume verschwunden. Die Technischen Betriebe wollen bei der Umgestaltung des Munsterplatzes für Ersatz sorgen. Foto: Andreas Dach
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Hier sind Kugelahorn-Bäume verschwunden. Die Technischen Betriebe wollen bei der Umgestaltung des Munsterplatzes für Ersatz sorgen.

Die Beseitigung kranker Bäume leitet die Umgestaltung des Areals in der Lenneper Altstadt ein.

Von Frank Michalczak

So soll der Munsterplatz in der Lenneper Altstadt irgendwann einmal aussehen – mit der Tony-Cragg-Skulptur.

Remscheid. Passanten blicken seit einigen Tagen am Munsterplatz der Lenneper Altstadt auf einen Kahlschlag. Knapp 20 Kugelahorn-Bäume sind dort Geschichte. „Sie wären kaum noch zu retten gewesen“, erklärt der Chef der Technischen Betriebe, Michael Zirngiebl, mit Blick auf fehlende Baumscheiben und auf die Schäden, die durch die Dürre der vergangenen Sommerperioden an den Bäumen entstanden sind. Auch die Tiefbauarbeiten, die zuletzt auf dem Munsterplatz anstanden, hätten ihnen nicht gutgetan. Zirngiebl kündigt aber zeitnahen Ersatz an: Der Munsterplatz wird 2022 komplett umgestaltet und soll grüner werden – mit Schattenspendenden Bäumen, die sich besser entfalten können als ihre Vorgänger, mit Stauden und mit Hecken, die das neue Trafo-Haus der Stadtwerke kaschieren.

Anlass für die Frischzellenkur für den Munsterplatz ist, dass dort ein Schatz Einzug halten wird – eine Skulptur des international bekannten und renommierten Bildhauers Tony Cragg. Die neue Attraktion wird durch die Stifter Gerd-Hermann und Dr. Ingrid Lullic finanziert. Um das öffentliche Kunstwerk wollen sich die Lenneper Pilgerfreunde künftig kümmern – es soll auch die Pilger erfreuen, die Lennep immer wieder für sich entdecken.

„Momentan ist der Platz ja eher spärlich beleuchtet.“

TBR-Chef Michael Zirngiebl will für mehr Licht sorgen

Bis Oktober, so Zirngiebl, soll die Umgestaltung des Platzes abgeschlossen sein. Er sei in die Jahre gekommen und habe nicht zuletzt unter den „notwendigen Tiefbauarbeiten“ gelitten. Ein Teil des Areals werde teilentsiegelt, Niederschlagswasser in die geplanten Vegetationsflächen geleitet, was den Pflanzen zugutekomme. Die geplanten Stauden dienten außerdem Insekten als Weide.

Doch nicht nur sie sollen sich auf dem neuen Munsterplatz wohlfühlen – auch die Menschen. Dazu soll unter anderem mehr Licht beitragen. „Momentan ist der Platz doch eher spärlich beleuchtet. Wir wollen sechs zusätzliche Laternen aufstellen lassen, aber natürlich keine Showbeleuchtung“, sagt Zirngiebl, der auch diverse Sitzmöglichkeiten zum Verweilen verspricht. Zudem werde bei der Gestaltung ein Akzent darauf gelegt, eine Sichtachse vom Zugang aus Richtung Altem Markt auf die neue Statue zu schaffen. Der Munsterplatz, der sich etwas versteckt im verwinkelten historischen Stadtkern befindet, wird somit erkennbarer.

Für all das ist eine Investition in Höhe von rund 520.000 Euro vorgesehen. Auch wenn die Ausführungsplanung noch den letzten Schliff erhalten muss und die Ausschreibung der Arbeiten nicht begonnen hat, zeigt sich Michael Zirngiebl optimistisch, den Zeitplan einhalten zu können. „Ich bin da guten Mutes.“

Munsterplatz

Während der Alte Markt in Lennep seit jeher Herz der Altstadt war, sei der Munsterplatz ein „künstliches Gebilde“ am Rande des historischen Stadtkerns, wie Michael Zirngiebl, Geschäftsführer der Technischen Betriebe Remscheid, berichtet. Seine Funktion als Platz habe er erst spät erhalten, nachdem von dem Areal Wohnbebauung verschwunden sei. Die derzeit dort vorhandenen Parkplätze sollen übrigens erhalten bleiben.

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