Benefiz

Künstler sorgen für erlesenen Musikgenuss

Kantor Peter Bonzelt schloss sich zum Friedenskonzert mit weiteren Musikern zusammen – hier Eduard Drobeck am Fagott. Foto: Doro Siewert
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Kantor Peter Bonzelt schloss sich zum Friedenskonzert mit weiteren Musikern zusammen – hier Eduard Drobeck am Fagott.

Benefizkonzert: 1700 Euro für die Ukraine.

Von Peter Klohs

Remscheid. Bereits wenige Tage nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine stand für Kirchenmusiker Peter Bonzelet fest, dass sein als Benefizkonzert gespieltes traditionelles Karnevalskonzert nicht das Ende seiner Hilfsbereitschaft sein sollte. „Du kannst jetzt nicht aufhören“, habe er gedacht. Und er hörte nicht auf: Bonzelet organisierte das Konzert „Musik für den Frieden“, das am späten Sonntagnachmittag in der Kirche St. Bonaventura für zwei Stunden feinsten und erlesenen Musikgenuss bot. Bonzelet, der die Gesamtleitung des Konzertes innehatte und am Flügel spielte, wurde von der Sopranistin Christine Bär, dem Bass Stefan Mosemann, Alexei Silbert an der Violine, dem Trompeter Alexander Valerstein, Eduard Drobek (Fagott), dem Flötisten Markus Wentz, der Pianistin Maren Donner sowie Andy Dino Iussa, der tiefgehende Texte zur Problematik in Osteuropa rezitierte, unterstützt. Die Palette der dargebotenen Musik war bunt und vielfältig. Rund 80 Besucher hatten sich in der Kirche eingefunden.

Stefan Mosemann, dessen Bass leicht das Kirchenschiff ausfüllte, sang fünf biblische Lieder von Antonin Dvorak, Musik auf der Schwelle zum Modernen. Maren Donner spielte am Flügel die Romanze aus op. 15 von Clara Schumann – eine Komponistin, die wegen der Berühmtheit ihres Mannes leider noch immer unterschätzt wird. Eduard Drobek interpretierte die vollständige Sonate e-moll für Fagott und Klavier von G. P. Telemann, woran sich virtuose Variationen eines schottischen Volkslieds anschlossen.

Als Christine Bär zu singen anfängt, wird es still im Kirchenraum

Für einen beinahe unheimlich stillen Kircheninnenraum sorgte Sopranistin Christine Bär mit einem hinreißenden „Lascia ch’io pianga“, der berückenden Händel-Arie aus seiner Oper Rinaldo. Rachmaninoffs Vocalise und Caccinis Ave Maria verfehlten ihre Wirkung nicht, bevor alle musikalischen Gäste des Abends beim letzten Beitrag, Mykola Lyssenkos „Kummer“, zusammen spielten. Die begleitenden Wortbeiträge reichten von Albert Ostermaier bis hin zum Briefwechsel zwischen Fritz Hartnagel und Sophie Scholl.

Wie Peter Bonzelet noch am Abend mitteilte, erbrachte die Kollekte am Ende des Konzertes 1700 Euro, die ukrainischen Bedürftigen zu Gute kommt.

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