Die Krise spiegelt sich in den Supermarktregalen

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Von Anja Carolina Siebel

Es geht schon wieder los, bemerkt der Mann mit der Klopapier-Packung unterm Arm im Supermarkt mit einem Augenrollen. Ungeachtet seiner Kritik an den „Bekloppten“, die jetzt schon wieder „das Hamstern anfangen“, hat er sich ja dann doch selbst eingedeckt. „Na ja, aber wenn gleich wieder alles weg ist“, macht er einen Erklärungsversuch. Möglich, dass die meisten in den vergangenen Tagen so gedacht und somit dafür gesorgt haben, dass die Klopapier-, Nudel- und Hefe-Regale wie im März mal wieder leer sind. Es scheint, als würde sich die Wucht, mit der die Krise auf die Menschen einprasselt, immer als erstes in den Supermarktregalen widerspiegeln. Ein schier unerklärliches Phänomen. Wo es doch auch jetzt so viele schönere Orte zum Verweilen gibt als das Klo. Und zum frisch Kochen braucht es auch nur selten Hefe.

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