Kreuzweg in St. Marien: Kinder spüren dem Leiden Jesu Christi nach

15 Kinder waren mit ihren Eltern am Karfreitag zum Kinderkreuzweg in der katholischen Gemeinde St. Marien gekommen. Foto: Roland Keusch
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15 Kinder waren mit ihren Eltern am Karfreitag zum Kinderkreuzweg in der katholischen Gemeinde St. Marien gekommen.

Zehn Stationen waren an und in der katholischen Kirche aufgebaut – Junge Teilnehmer trugen Kreuz, Blumen und Kerzen

Von Peter Klohs

Bunte Tücher mit unterschiedlichen Gegenständen liegen auf dem Boden: Steine, ein Kreuz, eine Fessel, eine Dornenkrone. Die Farbe der Tücher ist bewusst gewählt: So steht das hellgrüne Tuch für den Garten Gethsemane, das rote Tuch für Jesu Verurteilung. „Wir wollen den Weg gehen, den Jesus gegangen ist“, kündigt Gemeindereferentin Anita Königsmann an, „und dabei auch schauen, wie gut es uns geht. Habt ihr alle gut gefrühstückt?“, fragt sie die 15 Kinder, die an diesem Karfreitag mit ihren Eltern zur katholischen Kirche St. Marien gekommen sind. Denn hier gibt es heute traditionell einen eigenen Kinderkreuzweg.

Die zehn Stationen des Kreuzweges begannen mit Jesu Einzug in Jerusalem. Etwas schwierig war es, die große Kerze, die Jesus symbolisiert, anzuzünden, aber mit etwas Geduld ging es dann doch. Weiter ging der Weg mit der Gefangennahme und der Verurteilung des Messias. Hier kam die Dornenkrone zum Einsatz. Die Kinder durften ihre Hände in Unschuld waschen, ein Handtuch lag bereit. Nach anfänglichem Zögern fanden sich doch noch drei Kinder, die das Nass nicht scheuten. Auch an dieser Station wurde, wie an vielen, eine Strophe eines geistlichen Liedes gesungen.

Der Weg Jesu wurde fortgesetzt: Er trug das Kreuz nach Golgatha und fiel dreimal. Simon half ihm, das Kreuz zu tragen. Anita Königsmann betete mit den Kreuzweggängern und gebrauchte dazu deutlich ihre Hände, die beteten, den Segen spendeten oder Hilfe anboten. An der achten Station, Jesu Kreuzigung, lagen schmucklos, aber eindrucksvoll, ein Hammer und fünf Nägel. Die letzten beiden Stationen – Jesus stirbt und wird in das Grab gelegt – wurden in der Kirche besucht.

Und alle Gegenstände, die die Kinder auf den vergangenen neun Stationen mitgenommen hatten – Blumen, ein Kelch, die Steine, die zwölf kleinen Kerzen als Symbol für die Jünger, Bilder, Marias Tränen – wurden zum großen Kreuz gelegt, das am Altar lehnte. Mit einem gemeinsamen Gebet endete nach einer Stunde der Kinderkreuzweg. Anita Königsmann erinnerte daran, dass nach diesem dunklen Tag am Sonntag ein Tag der Freude ist: Jesu Auferstehung.

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