Zukunftsmanager in Lennep

Kreutzer: „Manager ist kein Messias“

In der Lenneper Altstadt war mal mehr los: Der Zukunftsmanager soll die bestehende Geschäftswelt unterstützen und dazu beitragen, dass verwaiste Geschäfte neue Betreiber erhalten.
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In der Lenneper Altstadt war mal mehr los: Der Zukunftsmanager soll die bestehende Geschäftswelt unterstützen und dazu beitragen, dass verwaiste Geschäfte neue Betreiber erhalten.
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Neuer Experte soll in Lennep Leerstände beheben. Vereinsvorsitzender und Bürgermeister hoffen auf Impulse

Von Frank Michalczak

Remscheid. Klaus Kreutzer, Vorsitzender des Lenneper Verkehrs- und Fördervereins, warnt vor zu großen Hoffnungen, die das Amt des neuen Zukunftsmanagers für den Ort wecken könnten. „Er ist ganz sicher kein Messias, der dafür sorgt, dass mal eben 15 leere Geschäfte belebt werden.“ Kreutzer fordert dennoch zum Mitmachen auf. David R. Froessler vom Fachbüro urbano aus Düsseldorf könne nur erfolgreich sein, wenn ihn die Lenneper unterstützen: „Mitmachen, Mut machen und mit dem Meckern aufhören“, appelliert er, dem Zukunftsmanager eine Chance zu geben, um Impulse setzen zu können.

Er ist angetreten, um Leerstände zu beheben. Wie berichtet, will Froessler über Förderprogramme informieren, Existenzgründer und Besitzer verwaister Immobilien zusammenbringen. Und er will Strategien entwickeln, wie das in der Altstadt und der Kölner Straße besser funktionieren kann als bisher. „Es ist richtig, dass diese Aufgabe nun in professionelle Hände gegeben wurde“, erklärt Kreutzer, der bereits einen Termin mit Froessler vereinbart hat, um Problemfelder zu besprechen. „Zehn Jahre lang war Lennep ausschließlich auf die Ansiedlung des Outlet-Centers ausgerichtet“, erinnert Kreutzer an die aktuelle Suche nach neuen Perspektiven.

Bezirksbürgermeister Markus Kötter zeigt sich gespannt darauf, wie der „große Arbeitstitel“ Zukunftsmanager mit Leben gefüllt werden kann. „Ich finde seinen Ansatz gut, dass er aus Lennep heraus wirken will und vor Ort den Kontakt zu den Menschen suchen möchte“, erklärt der CDU-Politiker, der David R. Froessler zu einem Vorstellungsgespräch in die Lenneper Bezirksvertretung einladen will.

Die Aufgabe ist zunächstauf 15 Monate anberaumt

Dort werden sich demnächst auch die Mitarbeiter des Planungsbüros Stadtguut vorstellen, die sich unter anderem mit dem Umbau der Kölner Straße beschäftigen. Es gelte, die Arbeit der unterschiedlichen Expertenteams zu verzahnen, erklärt Kötter. Aufgabe der Stadtverwaltung müsse es sein, dafür zu sorgen, dass die Büros „nicht ihr eigenes Süppchen“ kochen. „Sie müssen sich gegenseitig ergänzen.“

Dabei weist der Bezirksbürgermeister darauf hin, dass die Dienste des Zukunftsmanagers durch Fördermittel des Landes NRW finanziert werden. Auf 15 Monate sind seine Dienste in einem ersten Schritt anberaumt. „Es ist sehr erfreulich, dass die Leerstände nun angegangen werden“, erklärt Markus Kötter über die Tätigkeit des externen Experten: „Bei der Stadtverwaltung hat das ja bislang nicht so gut geklappt.“

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