Vorsitzender beklagt 25 Jahre Stillstand

Kreutzer mahnt: Pläne für Lennep umsetzen

Klaus Kreutzer, Vorsitzender des Vekehrs- und Fördervereins, beklagt 25 Jahre Stillstand in Lennep.
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Klaus Kreutzer, Vorsitzender des Vekehrs- und Fördervereins, beklagt 25 Jahre Stillstand in Lennep.
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Bei der Lennep-Konferenz sind viele Wünsche und Ideen zusammengekommen. Bei der Umsetzung gibt es aber viele Hürden.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Im Rückblick auf die Lennep Konferenz in dieser Woche spricht Klaus Kreutzer, Vorsitzender vom Verkehrs- und Förderverein, von „vielen guten Ideen“, die 80 Interessierte für die Zukunft des Orts zusammengetragen hatten. „Aber man muss dabei auch ehrlich sein, dass die meisten Wünsche nicht finanzierbar sind.“ Dennoch: Einige könnten einen Beitrag bei der Suche nach neuen Perspektiven für Lennep leisten, die nach dem Aus für das Designer Outlet Center erforderlich sind. Dabei mahnt Kreutzer aber, dass auf Planungen auch endlich Taten folgen müssen.

Fast auf den Tag genau vor 25 Jahren beschloss der Stadtrat einen neuen Bebauungsplan mit dem Ziel, den Einzelhandel an der Kölner Straße zu stärken. „Geschehen ist bis heute seitens Politik und Verwaltung nichts“, erklärt Kreutzer, der in seinem Sanitätshaus seit 45 Jahren als Einzelhändler aktiv ist - und von dort den steten Niedergang der Geschäftswelt beobachtet. Dabei habe es wertvolle Ansätze gegeben, etwa bei einem Studentenwettbewerb, den die Lenneper 2005 arrangierten. „Die damals Studierenden feiern heute als Stadtplaner ihr silbernes Dienstjubiläum“, spielt Kreutzer darauf an, dass diese und viele andere Entwürfe und Planungen in Lennep in den Schubladen der Verwaltung gelandet seien.

In diversen Aktenordnern hat der Vereinsvorsitzende dokumentiert, was einmal in Lennep geschehen sollte - und dann doch nicht umgesetzt wurde. Der Gipfel sei 2006 erreicht worden, als das Land NRW 3,7 Millionen Euro für Modernisierungsmaßnahmen bewilligte, aber Remscheid den Anteil von 291 000 Euro nicht aufbrachte. Und so sei es stets gewesen: Geplant wurde vieles, erfolgt sei nichts. Zur Stagnation habe schließlich auch die „missglückte Planung“ für das DOC beigetragen - ein Großprojekt, das Kreutzer unterstützte und das in diesem Jahr nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig eingestellt wurde.

Er spricht von „25 Jahren Stillstand“. Dieser müsse nun endgültig beendet werden, wobei Kreutzer auf das neue Entwicklungskonzept setzt, das Stadtplanerin Christina Kutschaty angekündigt hat. Denn aus seiner Sicht muss es in den kommenden Monaten um mehr gehen als „nur“ um die ehemaligen DOC-Flächen. „Bei diesem Konzept ist Qualität wichtig. Schnellschüsse bis Ende des Jahres müssen nicht sein“, mahnt Klaus Kreutzer Sorgfalt an.

Lennep-Manager soll Impulse setzen

Etwas könnte aber schon kurzfristig geschehen: die Einstellung eines Lennep-Managers, dessen Arbeit sich ausschließlich auf den Ort beziehen solle. Er könne Impulse setzen - bei der Tourismusförderung, bei der Stärkung von Gastronomie und Handel. „Und er könnte sich durch die Erlöse von Veranstaltungen, die er organisiert, sogar selber finanzieren.“

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