Lennep

Kreutzer: Hoffnung aufs Oktoberfest

2021 könnte wieder ein Oktoberfest in Lennep steigen. Die Gesundheit gehe aber vor, heißt es vom Veranstalter. Archivfoto: Roland Keusch
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2021 könnte wieder ein Oktoberfest in Lennep steigen. Die Gesundheit gehe aber vor, heißt es vom Veranstalter.
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Verein will Großveranstaltung anmelden.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Klaus Kreutzer will in Zeiten der Pandemie die Flinte nicht vorschnell ins Korn werfen. „Wir werden unser Oktoberfest in jedem Fall bei der Stadt Remscheid anmelden“, hofft der Vorsitzende des Lenneper Verkehrs- und Fördervereins auf eine Besserung der Lage im zweiten Halbjahr 2021. Ob aber tatsächlich das Festzelt aufgebaut werden kann, sei aus heutiger Sicht fraglich. „Vor allem, wenn ich mir das Herumgegurke bei den Impfaktionen vor Augen führe“, begründet Kreutzer, der 2020 das Volksfest wegen Corona absagen musste. Und auch für dieses Jahr gelte: „Kein Gast darf gefährdet werden. Ich will nicht, dass Lennep zu einem Hotspot wie Ischgl oder Heinsberg wird“, hebt er mit Blick auf das muntere Treiben für bis zu 2500 Besuchern hervor, die vom 2. bis 4. Oktober im Festzelt Platz finden könnten.

„Innerlich verabschiedet“ habe er sich bereits von Traditionsveranstaltungen, die in den kommenden Monaten im Kalender stehen. „Das Osterfeuer wird ganz sicher ausfallen müssen,“ bedauert Klaus Kreutzer, der für Ende 2021/Anfang 2022 ein Preisausschreiben plant. Es ist auch als Seitenhieb auf Politik und Verwaltung zu verstehen. „Dann feiern wir nämlich 25 Jahre Boulevard Kölner Straße“, erklärt er über die Umbaupläne für die Einkaufsmeile in Lennep, die seit einem Vierteljahrhundert nicht realisiert wurden. „Es ist gar nichts geschehen“, sagt Kreutzer.

Niedergang setzt sich in Lennep fort

Dabei setze sich der Niedergang der Geschäftswelt in Lennep weiter fort. Und es sei ungewiss, ob daran das neue Förderprogramm des Landes zur Stärkung der Innenstädte etwas ändern könne. Es sieht vor, dass Geschäftsleute, die verwaiste Ladenlokale mit ihren Angeboten beleben, Mietzuschüsse erhalten. Damit sollen insbesondere bei Existenzgründungen finanzielle Risiken gemindert werden. „Das ist gut und schön. Was aber ist, wenn das Programm nach zwei Jahren abgelaufen ist? Können die Händler dann ohne diesen Schwimmflügel schwimmen“, fragt Kreutzer, der auch Vorsitzender des Handelsverband NRW, Region Bergisches Land, ist. Dennoch sei es aber richtig, dass die Stadt Remscheid an dem Programm teilnehme. Mit diesem sollen auch Leerstände in der Innenstadt behoben werden.

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